"Hallo, Dolly!" gastiert beim Lehar Festival

2. Mai 2013, 16:50
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Erstmals ein Musical bei den Operettenfestspielen im Salzkammergut

Bad Ischl - "Geografisch reicht das heurige Programm von den USA über Sizilien bis in die ungarische Tiefebene", meinte Intendant Michael Lakner bei der Präsentation des diesjährigen Lehar Festivals Bad Ischl. Als Eröffnungspremiere  am 13. Juli inszeniert Leonard Prinsloo das Musical "Hallo, Dolly!" von Jerry Herman, Michael Zehetnerwird dirigieren.  Mit "Hallo, Dolly!", das auf Nestroys "Jux" zurückgehe, werde erstmals ein Musical bei den Operettenfestspielen gespielt, sagte der Intendant, dessen Vertrag bis 2019 läuft. Geht dieses Experiment auf, sollen in den kommenden beiden Jahren mit "Gigi" und "My Fair Lady" zwei weitere Musicals aufgeführt werden, ehe man 2016 wieder zum "Erfolgsrezept des Lehar Festival Bad Ischl" zurückkehren will: "Jeweils ein Operettenhit und eine Rarität als Kontrastprogramm".  Neben Kurt Schreibmayer, Caroline Vasicek und Boris Pfeifer hat man Musicalstar Ann Mandrella ("Ich war noch niemals in New York") in der Rolle der geschäftstüchtigen Witwe Dolly Levi für ihr Ischl-Debüt gewinnen können.

Am 20. Juli folgt mit Carl Millöckers "Gasparone" Dolores Schmidingers vierte Operetteninszenierung - nach "Der Bettelstudent", "Der Zigeunerbaron" und "Der fidele Bauer".Gespielt wird die musikalische Urfassung, textlich hat die Regisseurin jedoch stark eingegriffen: "Der Text war entsetzlich verstaubt und pathetisch. Das Stück spielt ja in Sizilien im Schmugglermilieu, also habe ich daraus eine Mafia-Geschichte der 1930er-Jahre gemacht, mit Anleihen an 'Some like it hot'. Es ist sich voll ausgegangen", schwärmte Schmidinger. "Der Text ist wirklich urkomisch", versicherte Lakner. Gerhard Ernst gibt als korrupter Lokalpolitiker Nasoni sein Ischl-Bühnendebüt und wird auch bei den halbszenischen Aufführungen der Lehar-Rarität "Wo die Lerche singt" mitwirken. Die musikalische Leitung übernimmt dabei wie auch bei "Gasparone" Marius Burkert,  dirigiert "Hallo, Dolly!".

Dazu kommen am 15. und 16. August zwei halbszenische Aufführungen der Lehar-Operette "Wo die Lerche singt", zusätzlich bis 1. September eine Liedermatinee von Maya Boog und Lakner, einen Lese- und Liederabend von Schmidinger sowie ein Jugendprojekt.  (APA, 2.5.2013)

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