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Programm Highlights

2. Mai 2013, 15:35

Internationale Stars aus bildender Kunst, Musik, Literatur, Kunsttheorie, Soziologie, Philosophie und den Wirtschaftswissenschaften widmen sich zentralen Fragen unserer Gesellschaft.

Ab 16. Mai wird die Kunsthalle Wien Museumsquartier für 10 Tage lang zum Ort der Konfrontation und Analyse, an dem die zentralen Fragen unserer Gesellschaft erörtert werden. Täglich von 14 bis 2 Uhr morgens heißt es Bühne frei für Akteure aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Ohne Unterbrechung folgen Kunstperformances auf Filmvorführungen, Interviews auf Theaterstücke sowie große Diskussionsrunden auf Lesungen, wissenschaftliche Vorträge wechseln sich mit DJ Sets oder klassischen Konzerten ab. "Gestört" wird diese Dramaturgie immer wieder durch Intermezzi des Tenors Erik Leidal, der tagesaktuell das Weltgeschehen mit gesanglichen Interventionen kommentieren wird. Die Besucher, die sich frei im Raum bewegen können und sollen, werden produktiv in das Geschehen involviert und werden somit Teil des Marathon-Bühnenstückes.

Zum Festival Warm Up am 16. Mai folgt auf den Standard Kulturtalk "Was würde Thomas Bernhard tun?" mit Fragezeichen und mit Stefan Gmünder, Barbara Marković, Manfred Mittermayer, Vanessa Joan Müller und Doron Rabinovici eine Performance von Julius Deutschbauer.

Als tägliche Fixpunkte werden während des Festivals nachmittags der Film "Die Kleine Bushaltestelle (Gerüstbau)" von Isa Genzken sowie die Fernsehinterviews von Krista Fleischmann mit Thomas Bernhard gezeigt. Screenings von Thomas Feuerstein, Sepp Dreissinger, Alexander Kluge, Harun Farocki, Frederick Wiseman und Erik van Lieshout stehen ebenso am Programm wie Helene Hegemanns Erfolgsfilm "Torpedo", den sie mit Nicolaus Schafhausen nachbesprechen wird oder Urs Schnells "Bottled Life", einer Dokumentation, die Nestlés Geschäfte mit dem Wasser kritisch beleuchtet. Auch Ulrich Seidl wird sich nach der Vorführung seiner beiden Filme "Der Ball" und "Brüder, lasst uns lustig sein – eine Mozartfilmminute" den Fragen von Nicolaus Schafhausen stellen.

Der Starökonom Tim Jackson wird über "Green Economy" nach der Krise referieren und Tomáš Sedláček, Autor von "Die Ökonomie von Gut und Böse", spricht über "Misdiagnosed Economy".
Die Aktivistin Dorottya Karsay will mit ihrem Vortrag "This is not the time to sit around!" aufrütteln und auf die politische Situation in Ungarn aufmerksam machen. Geert Lovink wird mit "Unlike Us – From Critique to Alternatives in Social Media" unsere Kommunikationskultur kritisch hinterfragen.

Herbert Lachmayer spricht über "Produktive Dekadenz – der frivole Möglichkeitssinn eines exzentrischen Individualismus" und Rainer Münz referiert über "neue Diasporas in Europa".

Beatriz Colomina erkennt "Illness as Metaphor in Modern Architecture" und Martin Huber zeichnet Bernhards Rezeptionsgeschichte vom Nestbeschmutzer zum gefeierten Nationaldichter nach.

Der Interview- und Gesprächsreigen verspricht tiefgründig und erhellend zu werden, wenn beispielsweise Peter Sloterdijk und Peter Weibel aufeinandertreffen, sind "Parallelwelten im Zusammenstoß", Byung-Chul Han und Robert Pfaller stellen sich die Frage "Wie wollen wir leben?".

Clemens Berger und Sung Hwan Kim betrachten "Thomas Bernhard as a Hobby" und Bernhard Fetz diskutiert mit Robert Menasse "Thomas Bernhard als Chiffre für die Dialektik des Europäischen". Carsten Höller unterhält sich mit dem Bernhard-Kenner und Taxidermisten Alfred Höller über Bernhards "Korrektur" und die "Höller'sche Dachkammer". Die Künstler Markus Schinwald und Erwin Wurm sinnieren über "Publikum und Popularität", Isa Genzken und Nicolaus Schafhausen über "Mona Lisa, Michael Jackson & Jasper Johns" und Kasper König und Thomas D. Trummer imaginieren das "Museum unserer Wünsche: gestern, heute, morgen".

Ann Demeester und Jan Hoet beklagen den "Verlust der Lust" und Roger Bundschuh macht sich gemeinsam mit Zita Cobb Gedanken über "Belonging to a Place". Simon Rees und Willem de Rooij unterhalten sich über "Authorship", Barnabás Bencsik und Boris Ondreička betrachten das Phänomen "Isolation". Vanessa Müller und Juliane Rebentisch versuchen sich gemeinsam mit Vitus H. Weh an "Dilettantismus heute". Gespannt kann man auch auf Yilmaz Dziewior und Barbara Kruger sein, die über "Players, Stagers, Givers, and Takers" sprechen sowie Zita Cobb und Liam Gillicks Stategie zu "Facing Neoliberalism". Während sich Marko Lulic und Elisabeth von Samsonow über "Langeweile" unterhalten, versprechen Francesca Habsburg und Nicolaus Schafhausen "Entertainment" pur.

Neben der chinesischen Kultautorin Mían Mían wird es Lesungen von Biljana Srbljanović sowie Thomas Meinecke geben und Lisa Hofer und Yohanna Schwertfeger tragen Thomas Bernhards "Meine Preise" szenisch vor.

Den Flügel, der die gesamte Festivaldauer integraler Bestandteil des Bühnenstettings sein wird, nützt Joonas Ahonen, um Morton Feldmans "Triadic Memories" zu interpretieren; Gert Hecher wiederum wird Thomas Bernhards "Der Untergeher" musikalisch umsetzen. George Van Dam stellt sich der Herausforderung, Johann Sebastian Bachs "Zweite Partita für Violine solo BWV 1004" darzubieten.

Das gemeinsame Abendprogramm mit den Wiener Festwochen umfasst unter anderem Performances von Alessio delli Castelli, Erik van Lieshout, Karl Holmqvist, Danai Anesiadou, Station Rose, Saâdane Afif, Gerald Nestler, Maria Fusco, oder Michele di Menna sowie eine Aufführung von Merab Ninidze.

Zeit zu Tanzen wird es spätestens wenn DJs wie Patrick Pulsinger, Gerwald Rockenschaub, Thomas Meinecke oder das SKUG Soundsystem an den Plattentellern die Halle zum Beben bringen.

Zum großen Finale am letzten Abend werden alle Akteure und Besucher noch einmal auf die Bühne gebeten, wenn Karaoke am Programm steht. Bleibt nur noch die Frage – Was würde Thomas Bernhard singen?

  • Thomas Bernhard, Obernathal, 1981
    foto: sepp dreissinger

    Thomas Bernhard, Obernathal, 1981

  • Tomáš Sedláček
    foto: michaela danelova

    Tomáš Sedláček

  • Mián Mián
    foto: simon schwyzer

    Mián Mián

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