Salzburg-Wahl: Was man aus den Landeslisten herauslesen kann

Analyse3. Mai 2013, 14:02
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Wie hoch ist die Frauenquote? Woher kommen die Kandidaten? Und: Wer Gehalt vom Staat erhält

Otto Konrad war 1994 ein Held, 2013 ist er das nicht mehr so ganz. Da kandidiert Konrad für das Team Stronach (TS) auf Platz zwei der Salzburger Landesliste. Aus dieser Landesliste kann man einiges herauslesen, etwa dass Konrad den Titel MBA führt, 1964 geboren wurde, als Beruf "Selbstständig" angegeben hat und in 5026 Salzburg wohnt. Das ist für diese Analyse schon eher interessant als das zugegeben große Spiel gegen Frankfurt. Hier ist Asdin El Habbassi aber genauso wichtig wie Otto Konrad. El Habbassi ist Betriebswirt (Titel: BA), wurde 1986 geboren und wohnt ebenfalls in 5026 Salzburg.

Für diesen Artikel haben wir die offiziellen Landeswahlvorschläge (Download als PDF) der für den Salzburger Landtag kandidierenden Listen nach allen Fakten analysiert, die sich herauslesen lassen: Geschlecht, akademischer Titel, Geburtsjahr, Beruf und Wohnort.

Listenübergreifend stehen 211 Männern (63,17 Prozent) 123 Frauen (36,83) gegenüber. Auf der gesamten Liste haben nur die Grünen und die KPÖ dieselbe Anzahl an Frauen und Männern - bei der KPÖ gibt es aber in Summe nur vier Kandidaten. Von den ersten zehn Kandidaten der ÖVP sind fünf Frauen - die Top-Ten-Quote ist somit höher als die auf der gesamten Liste.

Die höchste Akademikerquote auf der gesamten Liste haben die Grünen (46 Prozent). Unter den zehn Erstplatzierten haben die Grünen fünf Akademiker, die ÖVP sieben, SPÖ und das Team Stronach vier.

Das mittlere Alter (Median) ist bei der KPÖ (54,5 Jahre) am höchsten. Dahinter liegen die Grünen (51,5) und das Team Stronach (49). Bei den Top Ten holt die SPÖ auf: Das Medianalter der ersten zehn liegt hier bei 52,5 Jahren.

Betrachtet man die gesamte Liste, beziehen die Kandidaten der SPÖ (41,2 Prozent) am öftesten das Gehalt vom Staat, unter den ersten zehn sind es neun: drei Mitglieder der Landesregierung, vier Abgeordnete, eine Lehrerin und ein Bürgermeister. Der zehnte, Othmar Schneglberger, ist Geschäftsführer der Volkshilfe Salzburg. Bei der ÖVP sind es unter den ersten zehn sieben, bei der FPÖ fünf.

Die meisten Kandidaten wohnen in der Stadt Salzburg (88), dahinter liegen Wals-Siezenheim (14) und Hallein (13).

6. Alle Kandidaten auf einer interaktiven Karte

Auf der Karte unterhalb können Sie sehen, von wo welche Kandidaten stammen. Unterhalb finden Sie einen Filter, wo Sie einzelne Parteien auswählen können. Stammen aus einem Ort mehrere Kandidaten, können Sie durch Hineinzoomen die Ansicht verbessern. 

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    Wilfried Haslauer (ÖVP) und Gabi Burgstaller (SPÖ): Zwischen Ihnen wird der Posten des Landeshauptmanns wohl vergeben.

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    Für die FPÖ versucht Karl Schnell (im Bild mit Parteichef Heinz-Christian Strache) die Abwärtsspirale der Partei zu stoppen.

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    Das Ergenis der letzten Landtagswahl und aktuelle Umfragen.



(Florian Gossy, derStandard.at, 3.5.2013)

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