Sportministerium will Vereine bei Schulsport stärker einbinden

2. Mai 2013, 14:31
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Aktion "Kinder gesund bewegen" finanziert Kindergärten und Volksschulen die Kosten von mindestens zehn kostenlosen Bewegungseinheiten

Wien/Graz - Um dem zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern entgegenzuwirken, hat das Sportministerium bereits seit Herbst 2009 zusätzliche Bewegungsangebote der Sport-Dachverbände in Volksschulen und Kindergärten gefördert. Rund 6.700 Einrichtungen nutzten das Angebot. Im nächsten Schuljahr wird die Initiative weitergeführt, lokale Sportvereine werden stärker eingebunden, so Sportminister Gerald Klug (SPÖ) am Donnerstag in Graz.

Mehr Bewegung im Schulalltag - das ist das Ziel der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Initiative "Kinder gesund bewegen". Je Klasse bzw. Kindergartengruppe konnten zehn kostenlose Bewegungseinheiten angefordert werden. Bundesweit gab es dafür rund 900 Euro pro Kooperationsprojekt, bzw. insgesamt zwei Mio. Euro aus Mitteln der Besonderen Sportförderung. "Die Aktion soll einen Einstieg bieten, sie ist ein Kennenlernangebot für mögliche dauerhafte Kooperationen", so der Sportminister.

Von insgesamt rund 8.000 Kindergärten und Volksschulen haben im Laufe der vier Jahre 85 Prozent dieses Angebot genutzt. Die Schul- und Kindergartenleiter hätten das Projekt im Durchschnitt mit 1,37, die Lehrer mit 1,35 (im Schulnotensystem) bewertet. "Ein ausgesprochen erfolgreiches Projekt", folgerte Klug.

Vereine sollen eingebunden werden

Die externe Evaluation habe aber auch gezeigt, dass die in der Nähe der Schulen gelegenen Sportvereine stärker eingebunden werden sollten. "Nach der Pilotphase, in der die Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion ihr Angebot vorgestellt haben, wollen wir die Vereine einladen, die Kooperation mit den Schulen auszubauen", so Christian Halbwachs, der die bundesweite Aktion koordiniert.

In der Fortführung der Aktion sieht Sportminister Klug vor allem auch die Chance das Potenzial der Vereine für die angestrebte 'tägliche Bewegungseinheit' nutzbar zu machen: "Sportvereine und Verbände verfügen über Sportflächen, die vor allem in den Ballungsräumen bei Schulen oft fehlen", so der Minister. Voraussetzung der Teilnahme der Sportvereine sei, dass diese über qualifizierte Übungsleiter verfügen. "Interessierte Schulen und Kindergärten, die keine Vereine als Partner finden, können auch weiterhin direkt von einem Dachverband betreut werden", so Halbwachs. (APA, 2.5.2013)

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