Ah geh: Alex Gabriel, Wienerlied-Rapper

    Kolumne2. Mai 2013, 18:11
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    Der Musiker steht nicht auf Amis, sondern auf Jazz

    Am Samstag zeigt der König des typisch wienerischen Spruchs "a geh"  in der Szene Wien, dass sich Beats und Wienerlieder durchaus gut vertragen. Alex Gabriel alias "A.geh Wirklich"  covert das gute alte Wienerlied und zeigt, dass Tradition und Moderne kein Widerspruch sein müssen.

    "Ich rappe schon seit 20 Jahren, anfangs haben ich und meine Band die Amis kopiert, aber wir kamen bald zur Einsicht, dass man in der eigenen Sprache, mit dem eigenen Slang, authentischer ist" , erzählt uns der 36-Jährige beim Spazierengehen in der Lobau. "Ich gehe am liebsten zu Fuß, aber hergekommen bin ich schon mit meinem kleinen Auto."  

    Rap trifft Jazz

    Bewegen sich Rapper nicht ausschließlich in fetten Autos fort und tragen Mercedes-Sterne um den Hals? "A geh, bei uns ist das anders. Ich fahre einen alten Honda Jazz, Baujahr 2003 – der hat heuer Jubiläum. Aber ich möchte mir sowieso einen Hybriden kaufen." JaWirklich? "Sicher, er ist freundlicher zur Umwelt. Wir sind ja auch ständig unterwegs, haben viele Auftritte.

    Die Band und das Equipment brauchen Platz, im Jazz wird es langsam eng. Jetzt müssen nur noch die Gagen steigen, dann passt's."  Vor dem Jazz fuhr der Rapper zwei Honda Civic. "Ich finde Honda ja generell leiwand, vor allem ergattert man mit so kleinen Autos noch einen Parkplatz. Sogar bei uns in Favoriten."  War ein Moped nie eine Alternative? "Nein, ist mir zu gefährlich."  (Jutta Kroisleitner, 3.5.2013)

    • Alex Gabriel: "Ah geh. Bei uns ist das anders."
      foto: oliver topf

      Alex Gabriel: "Ah geh. Bei uns ist das anders."

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