Uni-Aufnahme: Selbsttests und Motivation

3. Mai 2013, 16:58
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Wie sich die neuen Aufnahmeverfahren gestalten, wird immer konkreter. Mit Assessment-Verfahren und Motivationsschreiben werden die Studierenden ausgewählt - teils nach "First come, first served"-Prinzip

Mit kommendem Wintersemester beginnt nicht nur eine weitere Generation von Studienanfängern, sondern auch eine neuer Aufnahmeverfahren."Zugangsregelungen machen dort Sinn, wo die Betreuungsverhältnisse extrem schlecht sind", erklärt Martin Polaschek, Vorsitzender des Forums Lehre, in der Universitätenkonferenz. Das Wissenschaftsministerium ermöglichte im Zuge der Studienplatzfinanzierung Aufnahmeprüfungen in folgenden fünf Studienfächern: Biologie, Architektur, Pharmazie, Wirtschaft und Informatik. Allerdings haben sich in Informatik bereits alle Universitäten gegen die Möglichkeit, das Studium zu beschränken, ausgesprochen - die Unis dürfen selbst entscheiden, ob sie ihre Studiengänge beschränken oder nicht.

Das zweistufige Aufnahmeverfahren wird nur dann durchgeführt, wenn die Zahl der vorangemeldeten Studierenden die der vorgesehenen Studienplätze übersteigt. Um dies besser planen zu können, startete die Voranmeldung für die betroffenen Fächer bereits am 15. April. Nach der vorgezogenen Inskription bestimmen die Unis selbst, ob ihre Studienbeginner vor der eigentlichen Aufnahmeprüfung ein Self-Assessment durchlaufen oder ein Motivationsschreiben abgeben müssen.

Notbremse ziehen

Sollten an einer Uni zu viele Studierende ein Studium beginnen wollen, an einer anderen jedoch noch Plätze frei sein, kann man sich in einer Nachfrist an anderen Unis für das gleiche Studium anmelden - dabei gilt " First come, first served". Da die Zulassungsprüfungen am gleichen Tag sind, müsse man sich dann für einen Uni-Standort entscheiden, so Polaschek. Er geht davon aus, dass "Studierende in andere nicht beschränkte Fächer ausweichen".

Neben den Aufnahmeverfahren wurden zusätzlich 94 neue Professuren geschaffen. Für Polaschek würden die Betreuungsrelationen dadurch zwar " nicht wirklich gut werden", es würde aber zumindest die "Notbremse gezogen" werden. (ook/sct, DER STANDARD, 3.5.2013)

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    Studierende der Architektur und Raumplanung errichteten im Zuge einer Medienaktion symbolische Zugangsbeschränkungen vor dem Eingang des Wissenschaftsministeriums in Wien.

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