Österreichs Konsumenten gut gestimmt

2. Mai 2013, 13:57
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Die Stimmung in Österreich ist deutlich besser als im EU-Durchschnitt, in den Krisenländern ist sie naturgemäß gedrückt

Wien - Die Stimmung der Konsumenten in Österreich ist deutlich besser als im EU-Durchschnitt. Das Verbrauchervertrauen stieg hierzulande im ersten Quartal 2013 gegenüber dem vierten Quartal 2012 von 86 auf 90 Punkte, wenngleich damit nicht das Vorjahreshoch von 93 Punkten erreicht wurde. Der EU-Schnitt liegt bei 71 Punkten, geht aus einer Umfrage zum Thema Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten von Nielsen hervor. In der europäischen Rangliste beim Verbrauchervertrauen liegt Österreich auf Platz drei hinter Norwegen und der Schweiz.

Fast die Hälfte der Österreicher beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet. Ihre persönliche Finanzlage halten 50 Prozent für gut oder sehr gut. 27 Prozent der Befragten gaben an, ihr Geld zu sparen. Für die Mehrheit der EU-Bürger steht das Sparen an erster Stelle, was einmal mehr zeige, dass die Österreicher ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation besser einschätzten als der EU-Schnitt, so Nielsen. Ihr Geld geben die Österreicher vor allem für neue Kleidung, Urlaub und das Begleichen von Schulden aus.

Stabilität und Energiekosten bewegen

Die Angst vor einem Jobverlust, die EU-weit auf Platz 1 steht, rangiert bei den Österreichern an fünfter Stelle. Sorgen machen sich die Österreicher über die wirtschaftliche Stabilität in Europa sowie um steigende Energiekosten. Um die Haushaltsausgaben zu senken, stiegen viele auf günstigere Lebensmittelmarken um oder sparten beim Einkauf von Kleidern und Mitnahmegerichten. Auch beim Auto wurde gespart. Keinen Rotstift setzen die Österreicher - ebenso wie der europäische Durchschnitt - dagegen bei Zigaretten und Alkohol an. Ein Wechsel zu günstigeren Versicherungstarifen kommt nur für wenige infrage.

Innerhalb Europas ist das Verbrauchervertrauen unterschiedlich hoch. Zu den Ländern mit den niedrigsten Werten zählen Griechenland (40 Punkte), Italien (44 Punkte) und Spanien (47 Punkte). In Portugal sank das Verbrauchervertrauen im ersten Quartal 2013 um sieben Punkte auf einen Index von 31. Das ist der niedrigste Wert seit Einführung des Index im Jahr 2005.

Weltweit an der Spitze steht Indonesien mit 122 Index-Punkten. Den größten Verlust gab es in Ägypten (minus 20 Punkte auf einen Wert von 74). Das Stimmungsbarometer im Nahen Osten und Afrika sank auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren. Hongkong, Japan, Südkorea und Taiwan verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Die Volksrepublik China liegt seit dem vierten Quartal 2012 stabil bei 108 Punkten. (APA, 2.5.2013)

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    Vielen Österreichern geht es trotz Krise verhältnismäßig gut. Das schlägt sich im Verbrauchervertrauen nieder.

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