Neue Eigentumsverhältnisse bei Wiener Privatbank

2. Mai 2013, 12:06
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Wien - Bei der börsennotierten Wiener Privatbank SE haben sich die Eigentumsverhältnisse wesentlich geändert. Vergangene Woche gab der Ex-Goldman-Sachs-Banker Klaus Umek bekannt, Anteile von den bisherigen Kernaktionären Günter Kerbler und Johann Kowar zu übernehmen. Konkret hält die von Umek zur Durchführung der Transaktion gegründete Pomerol Ltd. über mehr als 30 Prozent der Aktien - jedoch aufschiebend bedingt insbesondere mit der Nichtuntersagung des Erwerbs durch die Finanzmarktaufsicht (FMA). Mit Wirksamkeit des Erwerbs steigt dieser Anteil auf 33,33 Prozent. Damit wird der Gründer und Partner der Investmentgesellschaft Petrus Advisers neuer Kontrollaktionär des Instituts.

Resultierend aus diesem Verkauf vom 26. April hält die Kowar KG von Johann Kowar nun weniger als 4 Prozent der Aktien an der Wiener Privatbank, jedoch aufschiebend bedingt insbesondere mit der Nichtuntersagung des Erwerbs durch die FMA. Mit Wirksamkeit der Veräußerung werde die Kowar KG über keine Aktien mehr an dem Institut verfügen. Dies wurde am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung bekanntgegeben.

Ebenso verhält es sich mit der J.K. Beteiligungs GmbH von Kowar, die derzeit über weniger als 4 Prozent der Aktien hält, mit Wirksamkeit der Veräußerung aber über keine Aktien an der Wiener Privatbank verfügen wird. Auch die Sonne Privatstiftung werde mit Wirksamkeit dieser Veräußerungen weder direkt noch indirekt über Aktien an der Bank halten.

Anders als Kowar gibt Kerbler nicht alle Anteile ab. Seine Kerbler Holding hält seit dem Verkauf weniger als 10 Prozent an dem Institut. Dieser Anteil wird mit Wirksamkeit der Veräußerung auf 8,38 Prozent sinken. Er selbst verfügt momentan über weniger als 4 Prozent der Aktien an der Wiener Privatbank - jedoch aufschiebend bedingt insbesondere mit der Nichtuntersagung des Erwerbs durch die FMA. Mit Wirksamkeit der Veräußerung wird sich der Bestand auf 34.427 Stück Aktien belaufen, das entspricht 0,81 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.

Weiters verfügt die K5 Beteiligungs GmbH von Kerbler unverändert über 701.944 Stück Aktien an der Wiener Privatbank SE, das sind 16,42 Prozent. Sowohl an der Kerbler Holding GmbH als auch an der K5 Beteiligungs GmbH ist die K5 Privatstiftung als Mehrheitsgesellschafterin beteiligt. Zusammengerechnet verfügt die K5 Privatstiftung mit Wirksamkeit dieser Veräußerungen über insgesamt 1.060.323 Stück Aktien an der Wiener Privatbank , das sind 24,80 Prozent vom Grundkapital. (APA, 2.5.2013)

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