Mord an Baby: Sektenführer tot in Peru aufgefunden

2. Mai 2013, 11:14
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Gruppe soll Ritualmord in Chile begangen haben

Lima - Der Anführer einer südamerikanischen Sekte, die für einen Ritualmord an einem zwei Tage alten Baby verantwortlich gemacht wird, ist tot in Peru aufgefunden worden. Der Leichnam des 36-jährigen Gustavo Castillo Gaete sei in einem verlassenen Haus in Cusco entdeckt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Leichnam hing demnach an einem Seil. Dass es sich um Suizid handelte, bestätigte die Polizei jedoch nicht.

In den vergangenen Tagen hatte die chilenische Polizei nach dem mutmaßlichen Ritualmord an dem Säugling sieben Mitglieder der Sekte festgenommen. Nach dem Sektenchef, der sich "Antares de la luz" nannte, wurde gefahndet. Er soll der Vater des geopferten Babys gewesen sein. Die festgenommene Mutter sagte den Ermittlern, es sei stets klar gewesen, dass ihr Kind getötet werden sollte.

Rituelle Zeremonie

Das Neugeborene soll im November in einer rituellen Zeremonie auf einem Bauernhof in Quilpue etwa 110 Kilometer westlich von Santiago de Chile bei lebendigem Leib verbrannt worden sein. Das Ritual soll dazu gedient haben, das Ende der Welt abzuwenden.

Die Mitglieder der Sekte sind bekannt dafür, ein halluzinogenes Getränk zu sich zu nehmen. Nach Angaben der Polizei kontrollierte der Sektenführer seine Anhänger und unterhielt sexuelle Beziehungen mit fünf Frauen der Gruppe. Als eine von ihnen schwanger wurde, sperrte er sie monatelang ein und überzeugte sie von der Tötung des Kinds. (APA, 2.5.2013)

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