Fernost-Leitbörsen in Verlustzone

2. Mai 2013, 12:53
posten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend mit Kursverlusten tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich um 105,31 Zähler oder 0,76 Prozent auf 13.694,04 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 68,71 Zähler (minus 0,30 Prozent) auf 22.668,30 Einheiten ab. Der Shanghai Composite fiel um 3,79 Punkte oder 0,17 Prozent auf 2.174,12 Punkte.

Keine einheitliche Richtung fanden die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.402,39 Zählern mit einem klaren Plus von 34,21 Punkten oder 1,02 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel dagegen um 39,8 Zähler oder 0,77 Prozent auf 5.104,10 Einheiten.

Schwache Daten aus China haben die Notierungen im asiatischen Raum belastet, hieß es aus dem Handel. In der Volksrepublik hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im April überraschend stark eingetrübt. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsindikator der britischen Großbank HSBC fiel von 51,6 Punkten im Vormonat auf 50,4 Punkte und hielt sich damit nur noch knapp über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Aus den USA kamen bereits am Mittwoch schwache Daten. Im April ist die Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor nach Daten des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) nur um 119.000 gestiegen. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 150.000 Stellen gerechnet. Zudem hatte sich die Stimmung in der US-Industrie im April verschlechtert, allerdings war dies von Experten so erwartet worden.

Schwache chinesische Daten

Klar im Minus zeigten sich im Zuge der schwachen chinesischen Daten sowie der gesunkenen Öl- und Metallpreise Rohstofftitel, hieß es aus dem Handel. So gaben in Hongkong Cnooc 2,21 Prozent auf 14,16 Hongkong Dollar ab. Die Aktien des größten chinesischen Ölkonzerns PetroChina gingen um 2,13 Prozent leichter bei 9,66 Hongkong Dollar aus dem Handel.

In Sydney standen Minenwerte auf den Verkaufslisten der Investoren. Rio Tinto sackten um 2,04 Prozent auf 53,91 australische Dollar ab und BHP Billiton verbuchten ein Minus von 1,18 Prozent auf 31,79 australische Dollar.

Lenovo schlossen um 2,68 Prozent leichter bei 6,90 Hongkong Dollar, nachdem bekannt geworden war, dass die Gespräche mit IBM über den Verkauf eines Teils dessen Server-Geschäfts Medienberichten zufolge wegen Differenzen bei der Bewertung abgebrochen worden waren. IBM wollte sich nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg von Teilen des Server-Geschäfts im Wert von 2,5 bis 4,5 Mrd. Dollar trennen.

In Tokio litten Exportwerte unter einem erneut gestiegenen Yen. Komatsu verloren 4,13 Prozent auf 2.507,0 Yen, Toshiba büßten 1,15 Prozent auf 517,0 Yen ein und auch Autowerte wie Toyota (minus 1,08 Prozent auf 5.490,0 Yen) und Nissan (minus 2,00 Prozent auf 979,0 Yen) schlossen im roten Bereich. (APA, 2.5.2013)

Share if you care.