Jamestown-Kolonisten wurden zu Kannibalen

Ansichtssache2. Mai 2013, 10:35
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Forensische Knochen-Untersuchungen der Überreste eines 14-jährigen Mädchens belegen, dass einzelne Siedler Menschenfleisch aßen

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104 Siedler auf den drei Schiffen "Susan Constant", "Discovery" und "Godspeed"  gründeten im Mai 1607 im heutigen Virginia die erste dauerhafte englische Kolonie der späteren USA. Über 60 davon starben in den ersten neun Monaten durch Wassermangel, Krankheiten, Konflikte mit den Ureinwohnern. Nachdem zwei weitere Gruppen per Schiff ankamen, belief sich die Zahl der Siedler zu Beginn des Winters 1609/1610 auf rund 300. Was dann folgte, ist heute als "starving time" bekannt: Am Ende des Winters waren nur mehr 90 Menschen am Leben. Der Kampf ums Überleben in der neuen Welt dürfte einige der Kolonisten bis zum äußersten getrieben haben: Hinweise auf  Verzehr von Menschenfleisch in Jamestown gaben bereits mehrere zeitgenössische Berichte. Nun präsentierten Forscher vom Smithsonian-Institute in Washington archäologische Belege für die bisherigen Vermutungen.

Im Bild: Vor dem Hintergrund von Repliken der "Discovery" (rechts) und der "Godspeed" stellen Geschichte-Enthusiasten die erste Landung nach.

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