Bienensterben

Einserkastl1. Mai 2013, 20:45
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Pestizide bedrohen die Bienen - Warum ließ Umweltminister Berlakovich gegen ein EU-Verbot stimmen?

Die Bienen sterben. Noch nicht bei uns, aber massenhaft in den USA und anderen Ländern. Die wissenschaftlich recht gut abgesicherte Vermutung lautet, dass sie von neuen Pestiziden, sogenannten Neonicotinoiden, umgebracht werden. Im Frühsommer 2008 kam es im Rheintal zu einem Massensterben von Bienenvölkern, das eindeutig auf Neonicotinoide (und nicht, wie in dem Zusammenhang oft behauptet, auf eine Milbenart) zurückzuführen ist.

Diese Pestizide sind vor allem für Mais und Raps wichtig. Die EU-Kommission will die Neonicotinoide für zunächst zwei Jahre verbieten. In Brüssel stimmten 15 Länder, darunter Deutschland, dafür, acht Länder, darunter Österreich, Italien und Portugal, dagegen. Die Kommission will trotzdem ein Verbot aussprechen.

Frage: Warum hat Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich seine Beamten angewiesen, gegen das Verbot zu stimmen? Ist er ein Knecht der Agrarindustrie, wie die Umweltschutzverbände behaupten? Er sagt, es fehle noch an wissenschaftlichen Studien.

Aber die Europäische Ernährungssicherungsagentur (EFSA) spricht eindeutig von "etlichen Risiken" für die Bienenvölker durch die Pestizide. Und sogar Vertreter der österreichischen staatlichen Ernährungsagentur (Ages), der Berlakovich vorsitzt, geben zu, dass jene schädlich für die Bienen sein können, man müsse halt bei der Anwendung besonders aufpassen ... (Hans Rauscher, DER STANDARD, 2.5.2013)

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