Maduro-Anhänger und Oppositionelle prügeln sich in Venezuelas Parlament

2. Mai 2013, 10:52
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Mehrere Verletzte bei Schlägerei - Oppositionellen Abgeordneten wurde Rederecht entzogen

Caracas - Bei einer Schlägerei im venezolanischen Parlament sind mehrere Abgeordnete verletzt worden. Nach Darstellung der Opposition wurden am Dienstag sieben ihrer Parlamentarier angegriffen, als sie gegen einen Entzug ihres Rederechtes protestierten. Den Beschluss hatte die Regierungspartei für diejenigen Volksvertreter durchgesetzt, die nicht den Wahlsieg von Präsident Nicolas Maduro anerkennen wollen. Sein Widersacher Henrique Capriles erhielt dem amtlichen Ergebnis zufolge nur 1,5 Prozentpunkte weniger und spricht von Wahlbetrug.

Beide Seiten machten sich gegenseitig für die Schlägerei verantwortlich, zu der es in einer nichtöffentlichen Sitzung kam. Auch Medien waren nicht anwesend. Zum Maifeiertag am Mittwoch planten Regierung und Opposition Demonstrationen in der Hauptstadt Caracas.

USA besorgt

Nach den Prügelszenen haben die USA alle Seiten aufgerufen, weitere Spannungen zu vermeiden. Die Regierung in Washington sei "zutiefst besorgt" über die Tumulte, erklärte Außenamtssprecher Patrick Ventrell am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Zugleich sicherte er den Verletzten die Solidarität der US-Regierung zu."Die Gewalt hat in einem demokratischen System keinen Platz und ist geradein der Nationalversammlung unangebracht", sagte er.

Der Lateinamerika-Berater von US-Präsident Barack Obama, Ricardo Zúñiga, forderte die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro auf, der Opposition nicht länger mit Gefängnis zu drohen. "Wir sind besonders darüber besorgt, dass Vertreter der Opposition sowie andere Personen bedrängt werden, die lediglich ihre demokratischen Rechte ausüben", sagte er. (APA/Reuters, 1.5.2013)

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    Der Oppositionsabgeordnete Julio Borges kommt lädiert aus dem Plenum.

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