Hungerstreik: Obama will Guantanamo doch noch schließen

30. April 2013, 18:21
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"Guantanamo ist nicht notwendig, damit Amerika sicher bleibt" - Präsident verteidigt Zwangsernährung

Washington - US-Präsident Barack Obama will sich weiter für die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba einsetzen. Das Weiße Haus untersuche alle Möglichkeiten, um dieses Ziel gegen den Widerstand des Kongresses zu erreichen, sagte Obama am Dienstag während einer Pressekonferenz in Washington.

Angesprochen auf den laufenden Hungerstreik von mehr als 90 Insassen versicherte der Präsident, es werde alles dafür getan, dass die Terrorverdächtigen am Leben blieben. "Ich möchte nicht, dass diese Personen sterben", sagte Obama. Zahlreiche Männer werden nach Militärangaben im Krankenhaus zwangsernährt.

Nicht überrascht

Obama war nach eigenen Worten nicht überrascht, dass es Probleme auf Guantanamo gibt. Es müsse darüber nachgedacht werden, welchen Zweck die Einrichtung überhaupt habe. "Alle von uns sollten überlegen, warum wir das genau machen", sagte Obama. Die Gefangenen zeitlich unbegrenzt ohne Prozess festzuhalten sei "entgegengesetzt zu unseren Interessen, und es muss aufhören".

"Guantanamo ist nicht notwendig, damit Amerika sicher bleibt. Es ist teuer. Es ist ineffizient", sagte Obama. Guantanamo schade dem internationalen Ansehen der USA. "Es ist auch ein Mittel zur Rekrutierung von Extremisten. Es (das Lager) muss geschlossen werden", sagte der Präsident.

Obama hatte nach seinem Amtsantritt 2009 eine Schließung des Lagers binnen eines Jahres angekündigt, war aber am massiven Widerstand im Kongress gegen eine Verlegung der Gefangenen auf US-Boden gescheitert. (APA, 30.4.2013)

  • Präsident Obama möchte Guantanamo schließen.
    foto: ap/monsivais

    Präsident Obama möchte Guantanamo schließen.

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