Sieht wie ein Lemur aus, ist aber näher mit uns verwandt

4. Mai 2013, 17:58

Koboldmakis sind eigentlich keine Makis, sondern stehen unserer Hälfte der Primaten-Verwandtschaft näher

Münster - Der äußere Anschein kann täuschen, diese Erfahrung macht man in der Biologie immer wieder. Koboldmakis (Tarsiidae) sehen anderen als "Makis" bezeichneten Primaten zwar ähnlich, sind mit ihnen aber nicht unmittelbar verwandt - die Verwandtschaft ist sogar weitläufiger als die mit uns Menschen, wie die Universität Münster berichtet.

Primaten teilen sich in zwei große Gruppen: Zum einen die früher auch als "Halbaffen" bezeichneten Feuchtnasenaffen, zu denen Loris und Lemuren zählen, inklusive der Makis. Zum anderen die Trockennasenaffen, vom Krallenäffchen bis zum Menschen. Die in Südostasien beheimateten Koboldmakis wurden früher zu den Feuchtnasenaffen gezählt, doch wird schon länger vermutet, dass ihre Lemuren-Ähnlichkeit eher ein Fall von konvergenter Evolution ist.

Frühere Erkenntnisse bestätigt

Eine Arbeitsgruppe um Jürgen Schmitz vom Institut für Experimentelle Pathologie der Universität Münster berichtet nun in "Nature Scientific Reports" von den Ergebnissen der Erbgutanalysen, die sie an Koboldmakis vorgenommen haben. Schon 2001 entdeckten die Forscher 50 Millionen Jahre alte molekulare Sprünge genetischer Elemente. "Diese legten als fossile genomische 'Zeitzeugen' eine nähere Verwandtschaft des Koboldmakis zum Menschen als zu den anderen Halbaffen nahe", erläutert Schmitz. Zwölf Jahre lang konnten Gensequenzanalysen diese vermutete Stellung des Koboldmakis im Abstammungsbaum der Primaten jedoch nicht eindeutig bestätigen – bis jetzt.

Der Arbeitsgruppe um Schmitz, zu der Forscher der Universitäten Münster und Washington gehören, ist es nun gelungen, an Hand archaischer "springender" genetischer Elemente einen klaren Beweis dafür zu liefern, dass der Koboldmaki viel näher mit den Trockennasenaffen verwandt ist als bisher gedacht.

"Wir haben erstmals das gesamte Genom des Koboldmakis mit vielen Vertretern höherer Primaten und Halbaffen verglichen", sagt der Bioinformatiker Gennady Churakov zur angewandten Analysemethode. Durch ein aufwändiges Verfahren war es dem Team möglich, 104 fossile Sprungereignisse zu identifizieren, die sich vor etwa 50 Millionen Jahren bei gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Koboldmaki ereigneten und somit zweifelsfrei die nahe Verwandtschaft des Koboldmaki mit dem Menschen belegen. (red, derStandard.at, 4. 5. 2013)

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"und somit zweifelsfrei die nahe Verwandtschaft des Koboldmaki mit dem Menschen belegen"

ich glaube, die forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die verwandtschaft des koboldmaki zum menschen näher ist, als man bisher gedacht hatte.

Das ist eindeutig Gollum!

oder sein nächster Verwandter

solange keine absolute Definition von "nahe" vorliegt, halte ich den Satz für zulässig, wobei Ihrer deutlich eleganter ist.

danke.

missverständnisse und fehlschlüsse sollten vermieden werden. da haben sie schon recht: wenn etwas patschert formuliert ist, sinken die chancen, sich näher mit dem inhalt zu befassen, und umgekehrt: was elegant ist, wird gefressen.

wahre worte sind nicht schön, schöne worte sind nicht wahr (taoteking - laotse zugeschrieben - letzter spruch). provokation und subversion vom feinsten: hat es vor 2 1/2 tausend jahren in china gegeben. allerdings war laotse kaisertreu.

anderes thema: unglaublich, was winzige lebewesen alles können.

wer die folgenden texte gelesen und verstanden hat, hört auf, von der überlegenheit der nordischen rasse zu schwärmen. >weltkultur< gibt es.

http://home.arcor.de/holofeeli... e_King.pdf

Ahh....da kommen die Gremlins her ;-)

feucht oder trocken

mit dem Bemstel fällt das Nasenbussi aus

tjo

hat wohl auch einen riesigen 3D Flatscreen z´Haus.

Mit mir nicht.

aber ähnlichkeiten gibt's schon ein paar. klettern können sie halt nicht so gut.

Was wissen Sie schon von mir...

f.m.: bez. auf ihr posting (das hoffentlich bald frei geschaltet wird), frei von luxus, frei von hochmut.

er hat sich auf das wesentliche konzentriert (jedenfalls im zeitraum 2.11.2002 - 26.6.2006). ich habe kein einziges wort von ihm gehört, das unbedacht oder aggressiv gewesen wäre. das letzte mal hat er mich am 24.6.2006 angerufen, seine letzte botschaft ist gewesen: ermutigung. können sie sich vorstellen, wie das ist, mit einer persönlichkeit befreundet zu sein, die ein buch schreibt mit dem folgenden titel?

"güte als lebensweise." darin kommt wahrscheinlich der satz vor: ihre güte hat mich gerettet.

er hat sich mit den weisesten der weisen beschäftigt. dazu kamen prägende erlebnisse. und er ist ja nicht in der studierstube gesessen.

Und?
Leben Sie nach seinen Grundsätzen?

einiges habe ich übernommen, anderes nicht, auf bestimmte sachen muss man (leider immer noch) selber drauf kommen. das leben ist reich an überraschungen, wenn man mit offenen augen durch die welt geht.

ich bin zu wenig konsequent und habe zu viele ängste. pluspunkt ist: bestimmte sachen können mich nicht mehr überraschen, die mich vor zehn jahren überrascht hätten. heute ist mir vielleicht etwas gelungen, was sich im gesundheitsbereich positiv auswirken könnte (50 % verwirklichungschance).

ich lebe nach meinen eigenen unvollkommenen grundsätzen. aber seine ideen sind von dermaßen großer tragweite, dass ich einen beitrag zu ihrer weiterverbreitung und weiterentwicklung leisten möchte. zum glück habe ich aber auch ein paar eigene ideen. ;-)

Sie sollten sich nicht so viel vornehmen.

wird nicht leicht für mich sein, eines unschönen tages zu sterben. sollte es mir gelingen, ein paar dinge zu verändern, wird es etwas leichter sein.

das verdrängen liegt mir nicht. ein paar sachen gehen aber nur, wenn ich ein paar andere sachen verdränge. da bin ich sicher nicht der einzige. mir hundert prozent der zeit ein schönes leben zu machen, das ist zu wenig. vor ~ 13 jahren war ich bei einem tollen vortrag in der uno-city, habe mir damals am notebook notizen gemacht zu den fragen. der alte mann hatte versucht, im nahen osten für frieden zu sorgen (uni-prof. - harvard, glaube ich, emigrant aus wien). am schluss ist mir eine frage eingefallen: was ist der fehler der weisesten gewesen (aller zeiten), warum ist der erfolg bescheiden geblieben? ich glaub', ich weiß es jetzt. damals dachte ich: die eifersucht. seit einiger zeit: vernachlässigung politischer strukturen: zu ende denken.

wenn du einen Menschen glücklich machen willst,

dann füge nichts seinem Reichtum zu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünsche;(Epikur)
Wenn Sie glücklich waren, dann werden Sie mit einem guten Gefühl die letzten Sekunden erleben. Verändern können Sie nur sich selbst, dann verändern Sie auch die ganze Welt. Am Ende zählt aber, dass Sie einfach glücklich waren, wie immer Ihr Glück aussieht...
mfg

Ich glaub nicht, daß es das leichter macht.

etwas leichter, hatte ich geschrieben. der alte herr kanzleirat träumt heut' noch von der heirat, die er versäumt hat (in einem heimatfilm). es macht's noch schwerer, wenn man zuviel versäumt hat. gegenargument wäre: wenn man's schön gehabt hat, fällt es noch schwerer, weil es so schön gewesen ist. hiob hat's einfach, das leben ist bereits auf erden die hölle (auf erden - für drittlesende - sarkastisch gemeint). hab' sogar einmal eine freundschaft verloren, weil ich das behauptet hatte. ich vermute aber trotzdem, dass mahatma gandhi leichter gestorben ist. ist der sinn des lebens, dass es uns selbst gut geht, oder liegt der sinn des lebens darin, dass wir dafür sorgen, dass es auch anderen lebewesen gut geht (auch in der zukunft)?

Man muß sich schon selbst gut leiden können und dafür sorgen, daß es einem gut geht, bevor man sich für andere engagieren kann.
Alles andere ist Schmonzes.
Das Leben hat nur den Sinn, den wir ihm andichten.

bemerkung

erst die spatzenpost, dann gar keine, dann die sternderlpost (merci beaucoup), jetzt kommt alles: das ist ein traum. kann nicht verstehen, dass es ressorts gibt, in denen nicht *kommuniziert* wird. an anderer stelle habe ich behauptet: es sollte bühnen geben (so wie im hyde-park), um terrorismus zu verhindern. dieses posting hat mir fast meine existenz gekostet (bzw. es ist dazu verwendet worden). immerhin bin ich so vorausschauend gewesen, im jahre 2000 wieder dem ögb beizutreten und eine gute rechtsschutzversicherung abzuschließen. man muss kein dummi sein oder ein michael kohlhaas, um in österreich auf seine kosten zu kommen. ob's anderswo besser oder schlechter ist: totalen überblick hab' ich nicht. ringel hatte aber wohl recht: krank.

Ehrlich gesagt, ich kenn mich nicht aus.

das finden sie unter anderem im taschenbüchlein "die kunst ein egoist zu sein", von josef kirschner, den sie verachten. seine körpersprache, mimik usw. usf. in tritsch-tratsch waren eine katastrophe, er ist auch von der römisch-katholischen kirche bekämpft worden, weil er nicht an den opfergedanken geglaubt hat und sie egoismus falsch verstanden hat, es kommt aber auf die inhalte an und nicht auf die vorurteile. small is beautiful. darauf kann man seine theorie gründen. das in der letzten zeile: sollten sie näher ausführen (wenn sie einmal zeit haben). ;-)

Na danke, mir wird schon bei dem Namen mulmig.

barbara streisand, herbert prohaska: namen sind schall und rauch (außer sie sind selbst gewählt). nicht, dass sie nicht abfärben.

hört sich nach einem text aus der mickey-mouse an. hungertücher auspacken: tick, trick und track.
:-)

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