"Quantenphysik hat nichts mit Quantenheilung zu tun"

Interview | Eva Tinsobin
3. Mai 2013, 10:32
  • "Mich beeindrucken Geschichten viel mehr, in denen mit wissenschaftlicher Medizin in Krankenhäusern Ergebnisse erzielt werden, über die man vor ein paar Jahren nur gestaunt hätte. Das sind die tatsächlichen, realen Wunder", sagt Quantenphysiker Florian Aigner.
    foto: florian aigner

    "Mich beeindrucken Geschichten viel mehr, in denen mit wissenschaftlicher Medizin in Krankenhäusern Ergebnisse erzielt werden, über die man vor ein paar Jahren nur gestaunt hätte. Das sind die tatsächlichen, realen Wunder", sagt Quantenphysiker Florian Aigner.

Quantenheilung ist eine reine Verkaufsstrategie, sagt Quantenphysiker Florian Aigner

Was hat Schrödingers Katze mit Heilung zu tun? Wer besonders merkwürdige Dinge verkaufen will, versucht sie mit Quantentheorie zu erklären, sagt Quantenphysiker Florian Aigner.

derStandard.at: Im Internet kursieren Werbeslogans zur Quantenheilung wie "Spirituelles Botox! Wirkt sofort - und jeder kann es lernen"? Was halten Sie davon?

Aigner: Spirituelles Botox trifft es ganz gut. Botox ist ein Nervengift, das lähmt. Quantenheilung ist eine reine Verkaufsstrategie. Sie ist keine Medizin und hat nichts mit Heilung zu tun. Ich möchte keinen Zweifel daran lassen, dass ich aus wissenschaftlicher Sicht keinen Funken Positives daran erkennen kann.

derStandard.at: Quantenheiler sagen selbst, dass sie die Quantenheilung nicht erfunden haben. Es habe sie von Beginn der Menschheit an gegeben. Wie kommt es dann zu diesem Boom?

Aigner: Das stimmt. Die Dinge, die zurzeit unter Quantenheilung laufen, sind nichts Neues. Handauflegen als Therapie hat es schon immer unter verschiedenen anderen Namen gegeben. Doch werden diese Techniken mit Bezeichnungen aus der Physik versehen, kann man sie eben besser verkaufen.

derStandard.at: Von Schrödingers Katze bis zum Doppelspaltexperiment reichen die Schlagworte, die für Quantenheilung herangezogen werden. Was hat diese mit Quantenphysik zu tun?

Aigner: Eigentlich gar nichts. Doppelspaltexperiment und Schrödingers Katze sind wissenschaftliche Begriffe und wichtige Gedankenexperimente. Sie werden allerdings nicht schlüssig in die Quantenmedizin eingebracht. Es bleibt immer beim Zitat. Es gibt nur Analogieerklärungen, aber zwischen der Quantenphysik und dem menschlichen Wohlbefinden wird keine logische Brücke gebaut.

Das ist so, wie wenn ich Ihnen sage: "Ich erkläre Ihnen jetzt, wie ein Auto funktioniert, da drehen sich die Räder, und im Atom dreht sich auch ein Elektron um den Atomkern, und deshalb fährt das Auto." Das ist keine Erklärung. Ich könnte eine logische Brücke bauen und alle Schritte erklären, von den fundamentalen Gesetzen der Natur bis zum Auto. Doch dieses logische Brückenbauen wird im Fall der Quantenheilung eben nicht praktiziert. Man nimmt willkürlich Sätze aus der Quantenphysik und legt sie auf ganz andere Bereiche des Lebens um.

derStandard.at: Wie zum Beispiel beim Gemeinplatz "Alles ist gleichzeitig"?

Aigner: Genau. Naturwissenschaft funktioniert nicht bloß über hübsch klingende Analogien, wie etwa die Aussage: "Es gibt einen positiv geladenen Atomkern und ein negativ geladenes Elektron, und deswegen ist im Leben alles positiv oder negativ." Das ist ein Gleichnis und keine Begründung. Es ist wissenschaftlich bedeutungslos.

derStandard.at: Warum brauchen parawissenschaftliche Lehren die Wissenschaft als seriöses Fundament?

Aigner: Wir leben in einer Welt, in der Wissenschaft so etwas wie Autorität hat, das ist ja auch gut so. Dadurch ist es logisch, dass jemand, der eine Therapie verkaufen will, auf etwas zurückgreift, das wissenschaftlich klingt. Die Quantenphysik ist hier besonders gut einsetzbar: Sie ist eine Theorie, die dem Durchschnitt der Bevölkerung relativ unbekannt ist und mit der man den Menschen ziemlich alles einreden kann.

Noch dazu hat sie so nette konterintuitive Bestandteile: Ein Teilchen kann hier und dort gleichzeitig sein. Zwei Teilchen können verschränkt sein, so dass man sie gar nicht ohne Weiteres als zwei Teilchen, sondern nur als ein Quantenobjekt betrachten kann. Das sind Aspekte, bei denen man zweimal hinschauen muss, weil sie auf den ersten Blick nicht mit unserer Alltagswelt zusammenpassen wollen. So ist es nicht verwunderlich: Wenn ich besonders merkwürdige Dinge verkaufen will, versuche ich, sie mit der Quantentheorie zu erklären. Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist das ein logischer Schritt, aus wissenschaftlicher Sicht macht das keinen Sinn.

derStandard.at: Warum ist die Quantenphysik eine ideale Projektionsfläche für pseudowissenschaftliches Gedankengut?

Aigner: Wäre die Welt so gebaut, dass wir die Effekte der Quantenphysik täglich wahrnehmen könnten, dann käme uns das alles vollkommen normal vor. Quantenphysik wirkt auf uns nur deshalb so merkwürdig, weil Quanteneffekte normalerweise nur in ganz besonderen Situationen sichtbar werden - etwa wenn man winzig kleine Objekte speziell präpariert und beobachtet. Trotzdem ist die Quantenphysik eine wissenschaftliche Theorie wie andere auch: Man hat mathematische Formeln, man rechnet, und am Schluss kommt eine Zahl heraus.

derStandard.at: Einerseits beruft sich die Quantenheilung also auf den wissenschaftlichen Überbau, andererseits betonen die Anbieter selbst: Quantenheilung kann und muss nicht wissenschaftlich erklärbar sein. Ist das nicht ein Widerspruch?

Aigner: Ja, diesen Widerspruch findet man oft aus der Quanten-Esoterik. Es heißt: "Ihr Wissenschaftler wisst ja nur nicht, wie es funktioniert, und deshalb glaubt ihr uns nicht." Doch das zeigt nur, dass diese Leute nicht verstanden haben, wie man Wissenschaft betreibt. Erst vor wenigen Jahrzehnten ist der Wirkmechanismus von Aspirin entschlüsselt worden. Trotzdem hat auch vorher jeder Arzt Aspirin verordnet. Das ist mit vielen anderen Medikamenten so. Sie wirken, und deshalb verwende ich sie. Auch wenn ich nicht weiß, wie ein Phänomen funktionieren kann, ist es mir möglich zu untersuchen, ob es das Phänomen überhaupt gibt. Und da stellt sich bei der Quantenheilung immer wieder heraus: Nein, die behaupteten Effekte sind einfach gar nicht da. Damit ist die Sache erledigt.

derStandard.at: Es gibt Studien, die über die erwiesene positive Wirkung von Quantenheilung berichten.

Aigner: Manchmal wird das so dargestellt, doch was wird untersucht? Stress sinkt im Schnitt um 30 Prozent. Die Lebensqualität steigt um 36 Prozent. Ich teste hier Dinge, die ich unmöglich quantifizieren kann. Aussagen auf die Frage "Wie gut ist Ihre Lebensqualität?" mit Prozentangaben zu versehen ist ein wissenschaftlicher Fehler. Darüber hinaus sprechen die Bereiche Stress und Lebensqualität massiv auf Autosuggestion an.

derStandard.at: Apropos Autosuggestion: Wie stehen Sie den psychologischen Aspekten bei der Heilung von Menschen gegenüber?

Aigner: Es ist sehr wichtig, die psychologischen Aspekte mitzudenken, und es ist spannend zu lesen, wie unterschiedlich gut unterschiedliche Placebos wirken. Wir sind unglaublich stark geprägt von unserer Erwartungshaltung. Das spricht nicht gegen uns oder unsere Intelligenz, wir sind nun einmal so gebaut. Es ist sicher ein massiver Fehler unseres Gesundheitssystems, diesen Aspekt zu wenig zu berücksichtigen. Wenn ich heute unspezifische Schmerzen habe und zum Arzt gehe, macht er ein paar Tests und schickt mich heim, weil draußen noch viele Patienten warten. Wenn ich zum Quantenheiler gehe, habe ich die Möglichkeit, mir zuhören zu lassen, und dann geht es mir tatsächlich besser. Nicht, weil er Quantenenergien hat, sondern weil sich jemand Zeit nimmt.

derStandard.at: Da und dort ist zu lesen, dass es bei der Quantenheilung im Prinzip um die liebevolle Zuwendung geht. Um Wahrgenommenwerden und Selbstwahrnehmung.

Aigner: Wenn das so dargestellt ist, habe ich kein Problem damit, aber bitte lasst die Quantenphysik draußen. Ein Mensch, der sich Zeit nimmt für die Patienten, leistet einen wertvollen Dienst. Die Klienten von Quantenheilern sagen allerdings nicht: "Es geht mir besser, weil mir jemand zugehört hat", sondern "Es geht mir besser wegen der Quanten-Schwingungen". Da fängt es an, problematisch zu werden: wenn man Dinge, die tatsächlich in gewisser Weise wirken, mit Theorien überfrachtet, die damit gar nichts zu tun haben.

derStandard.at: Es gibt eine Vielfalt an Quantenheilungs-Ausbildungsangeboten, vom Grundkurs bis hin zu Master 1, Master 2, Diät, Tiere, Pflanzen ... Diese Kurse kosten nicht die Welt. Kann es sein, dass die Anbieter eher Idealisten als Geschäftsleute sind?

Aigner: Die Community finanziert sich zu einem großen Teil über die Ausbildung, gar nicht unbedingt über die Heilung selbst. Das ist ein psychologisch schlauer Trick. Wer für einen Kurs bezahlt hat, fühlt sich besser, weil er die verbriefte Expertise hat. Man kann sich als Experte fühlen und wird sicher nicht schlecht über diese Methode reden oder gar draufkommen, dass sie nicht funktioniert. So bildet man eine Jüngerschaft.

derStandard.at: Eine Chirurgin und Quantenmedizinerin schreibt: "Wir müssen erkennen, dass wir selbst Meister unseres Schicksals sind. Wir haben die freie Entscheidung, was wir sein möchten! Natürlich möchte kein Mensch krank und deprimiert sein!" Wird mit solchen Aussagen nicht massiver Druck auf kranke und leidende Menschen ausgeübt?

Aigner: Solche Aussagen geben dem kranken Menschen die Schuld am eigenen Befinden. Dieses Abwälzen von Schuld ist ein Punkt, an dem ich echt sauer werde. Man redet den Leuten schlechtes Gewissen ein: Wenn du die Krankheit nicht wegbringst, dann hast du nicht die richtige Einstellung. Die Einstellung zur eigenen Gesundheit kann in der Tat einen Effekt haben, eben deshalb wirken auch Placebos. Aber das ist nicht die ganze Medizin. Es gibt physisch reale Leiden, Krankheiten, die man nur mit Medikamenten behandeln kann. Da soll mir einmal jemand sagen, wie ich durch meine positive innere Einstellung einen Blinddarmdurchbruch wegbringe.

derStandard.at: Auf den Webseiten diverser Quantenheiler kursieren Patienten-Fallbeispiele von Heilungen des kaputten Knies bis zu Multipler Sklerose. Was sagen Sie dazu?

Aigner: Fallbeispiele finden sich immer. Sie haben null Aussagekraft. Da beeindrucken mich Geschichten viel mehr, in denen mit wissenschaftlicher Medizin in Krankenhäusern Ergebnisse erzielt werden, über die man vor ein paar Jahren nur gestaunt hätte. Das sind die tatsächlichen, realen Wunder, über die man berichten sollte. Eine Heilung ist ja nicht weniger wunderbar, wenn ich sie wissenschaftlich erklären kann. Man müsste sich also nur einmal ansehen: Wie viele wissenschaftlich reale Wunderheilungen gibt es jeden Tag im AKH in Wien? Über diese redet nur niemand. (Eva Tinsobin, derStandard.at, 3.5.2013)

Florian Aigner ist Quantenphysiker, Wissenschaftsredakteur der TU Wien und Mitglied der Skeptikervereinigung Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) sowie ihrer Wiener Regionalgruppe Gesellschaft für Kritisches Denken (GKD).

Zum Thema

Mit Quantenheilung zum Schöpfer der eigenen Realität werden

Link

>> Florian Aigners Website

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"es geht mir besser, weil mir jemand zugehört hat" - und nicht wegen obskurer Quantenschwingungen. Die Frage, die auch der Physiker nicht beantworten kann ist, weshalb es mir nach dem Zuhören überhaupt besser geht. Das wird immer so abgetan, naja, das ist halt das Psychische. Aber diese "geheimnisvolle" Wirkungsweise - und placebo-Wirkungen allgemein - ist eigentlich auch erklärungsbedürftig. Wer weiß, vielleicht wirkt Zuhören tatsächlich deshalb, weil dadurch Quantenschwingungen in Bewegung geraten, die man heute halt noch nicht messen kann? (oder vielleicht nie wird messen können).

Quantenschwingungen geraten also in Bewegung, aha,..

Der Mensch ist ein Rudeltier.

Und davon kann ihnen der Physiker auch nichts erzählen.

Der Biologe allerdings. Oder jeder Sträfling in Einzelhaft.

Mit Schwingungen, Quanten und Schwurbeilei hat das aber nichts zu tun.

Vornehme Zurückhaltung

Florian Aigner hat ja vornehme Zurückhaltung geübt.

Kinslow behauptet dass Fern-Quantenheilung mit Verschränkung funktioniert. Das bedeutet dass Informationstransport über Verschränkung stattfindet und das ist definitiv falsch.

Dass Quantenheilung nichts mit Quantenphysik zu tun hat ist also eine Beschönigung. Die Behauptungen der Quantenheiler widersprechen der Physik.

wie lang hält so eine verschränkung? ich hab mal was von einer nanosekunde gehört...?

wie lang hält so eine verschränkung?

Aber nein! Seit dem Urknall ist doch alles mit allem verschränkt und deshalb ist alles mit allem verbunden und bla bla bla....

Quantenphysiker mögen mich korrigieren:
Tatsächlich hält die Verschränkung so lange bis eine "Messung" stattfindet, also die Interaktion mit etwas "großem". Ein Elektron in der Luft benötigt eine Billionstel Sekunde dafür, schwerere Objekte noch weniger. Durch Fortschritte in der Experimentalphysik (Hochvakuum etc.) lassen sich immer größere Objekte verschränken und die Verschränkung immer länger aufrecht erhalten.

Siehe http://scienceblogs.de/hier-wohn... 011/04/09/

Siehe http://www.spektrum.de/alias/mak... nd/1159808
(Download kostet 1€)

dacht ich mir doch, dass es nicht lang genug is :D

Aber Quantenheilung wirkt doch sofort!

Nur phantasielose, rückständige, in den Klauen des Materialismus gefangene Wissenschaftler würden Quantenheilung im Hochvakuum und bei der Temperatur flüssigen Stickstoffs durchführen wollen.

Billionstel Sekunde? Kein Problem, die Verblödung der Menschheit geht schneller.

Ein großartiges Interview!

Das sollten Leute lesen die in Gefahr sind, sich von den Quanten-Mystikern blenden zu lassen.
Das sollten auch Mediziner lesen.

Danke!

meine erfahrung zeigt mir, dass man auch mit noch so vielen expertenfakten kommen kann - leute die an eso glauben wollen, tuns, so oder so.

die sind ein bisschen wie verschwörungstheoretiker. gegen die kann man auch nicht argumentieren (hat aber dafür dazu geführt, dass lesch ein durchaus amüsantes, weil so grantiges video zum thema "war der mensch am mond" gemacht hat)

Vielen Dank, sehr amüsante Folge :)

ENTSCHULDIGUNG

Ich habe gestern in diesem Thread auch zwei oder drei Leute, bei denen es sich - wie sich nachher herausstellte - um seriöse Diskutanten und nicht um Trollposter handelte, scharf angegriffen. Das tut mir aufrichtig leid.

Als Wissenschaftler sollte Herr Aigner wissen, dass

was nicht getestet wird und zwar mit Methoden, die geeignet sind, auch keine Ergebnisse liefern kann.

Fakt ist, dass noch vor wenigen Jahrzehnten sogenannte "wissenschaftliche Großkaliber" über Quantenphysik lustig gemacht haben, wie auch über andere Heutzutage vollkommen akzeptierte Erkenntnisse.

Bin selbst der Gesamten Eso-Welt extrem kritisch gegenüber, habe aber am eigenen System erlebt wie diese Methode funktioniert. WARUM ist mir vollkommen egal. Der Fortschritt hat mein Leben essentiell verändert. Und, nein, nicht deswegen, weil mir jemand zugehört hat. Hat sie nämlich nur ganz kurz und in keiner Weise "therapeutisch"...
Jeder möge selber entscheiden, was er macht.
Eine derartige arrogante Aussage finde ich unwürdig.

"habe selbst erlebt" = unwürdige Aussage wenn man argumentieren möchte. Sie haben aufgrund einer Erfahrung ihr Leben verändert. Schön. Wegen, trotz oder unter anderem wegen dieser Erfahrung? Was auch immer Sie dazu veranlasst hat...es ist unwürdig dies aufgrund der permanenten sonstigen anderen Einflüsse dem "Quantenheiler" zuzuschreiben.

Es ist sehr leicht, auf sogenannte Quanten-"Heiler" herienzufallen.

Das ist mir sogar selbst passiert, trotz meiner kritischen Haltung. Das Problem, dessen Lösung ich mir eingebildet habe, hat bei näherem Hinsehen gar nicht bestanden.

Sogenannte Quanten-"Heiler" sind geschickt im Suggerieren - irgendwas müssen sie ja können.

na dann testen sie mir bitte einmal vor, dass es das kobolde tatsächlich nicht gibt. und wenn sie dabei sind, bitte auch elfen.

Die Quantenphysik entstand um 1900. Hab keine Ahnung, was Sie da von Jahrzehnten faseln...

Sie hätten ...

... das Interview zu ende lesen sollen. Vielleicht sind Sie einfach eines der genannten Fallbeispiele. Ist aber, ohne zu wissen was Sie gemacht haben, schwer zu sagen.

Dass Wissenschaftliche Theorien in der Wissenschaft diskutiert werden, ist doch bitte kein Manko, sondern der Diskurs mit den Kollegen gehört doch wohl zu jedem Beruf.

Welche Aussage finden Sie eigentlich arrogant?

Frage an Hr. Aigner

(Hochwissenschaftlich)
Angenommen, mit einem Menschen würde folgendes Experiment gemacht:
1) Alle sensorischen Daten, die er von seiner Geburt an über seine Sinne ("Rezeptoren") aufgenommen und im Gehirn synaptisch gespeichert hat, würden in exakter zeitlicher Folge parallel in einem "externen" Speicher abgelegt. Wir setzen voraus, dass der neuronale Code bekannt ist, und wissen, wie eine solche Speicherung funktioniert.
2) Jetzt nehmen wir mal, das geht so bis zu seinem 25. Lebensjahr. Nun kommen wir in die 2. Phase des Experiments: Wir setzen den Menschen in eine völlig von allen sensorischen Einflüssen abgeschirmte Umgebung und und löschen den Inhalt seiner Synapsen (also, praktisch seines Gehirns). Nun tauschen wir den Inhalt aus ->

und was will man da feststellen?
dass unterschiedliche einflüsse bei einem speziellen individuum zu unterschiedlichen sensorischen eindrücken führt?

Bitte auch den zweiten Teil ( S. 2) unten lesen. Also 3) und 4)...

(Der Thread ist hoffnungslos zerrissen, weil man in diesem Forum nur eine begrenzte Anzahl Zeichen posten kann. Leider).

Wissen und Glauben

Das sind ja zwei unterschiedliche Dinge. Ein Unterschied besteht zum Beispiel darin, dass die, die wissen, wissen, dass es einen Unterschied gibt und die, die glauben, aber glauben, es gebe keinen Unterschied und Wissen sei nur eine arrogante Art des Glaubens.

von Gunkl.

mehr davon hier: http://oe1.orf.at/artikel/334528

@sensortimecom:
aus dem fleckerlteppichartigen mix aus fachbegriffen und pseudowissenschaftlichem Geschwafel, das in keinem (offensichtlichen) zusammenhang untereinander und schon gar nicht mit dem beschriebenen sehr unklar beschriebennen "experiment" steht, der schwachen, inkonsistenten grammatik, der häufig verwendeten formel "du hast leider garnix verstanden", schliesse ich, dass es hier nix zu lernen gibt.

"beschriebennen"....Gerade Sie...

.. haben es notwendig, über "inkonsistente grammatik" zu schreiben!

Erneut ein Superbeispiel für zynische, freche, impertinente und präpotente Poster-Allüren!

Heyo, Zensur...was geht ab?

bevor jemand weiterliest...

die Frage ist völliger Blödsinn - wer glaubt, er könne mit irgendwelchen Synapsen-Experimenten Aussagen über quantenphysikalische Phänomene machen, der glaubt auch, dass er mit einer Straßenbefragung das Higgs Boson nachweisen kann.

Das ist typisch für Pseudowissenschaften - da werden verschiedene Erkenntnisebenen (Physik und Psychologie) vermischt und behauptet, eine Theorie aus der einen Ebene könne direkt Phänomene aus der anderen Ebene erklären.

Und offenbar hat der Fragesteller weder eine Ahnung von Quantenphysik noch eine Ahnung von Neurobiologie (den Inhalt von "Synapsen" kann man nicht löschen - die Synapsen (=Verbindungen) SIND der Inhalt. Schlage nach unter "Engrammbildung"

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