Vorarlberg sanierte 2012 weit weniger als 2011

30. April 2013, 16:13
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Gesamtausgaben für Neubau und Sanierung schrumpften von 186,9 auf 135,4 Millionen Euro

Das Land Vorarlberg hat im Vorjahr 1.331 Neubauwohnungen und 3.487 Wohnungssanierungen gefördert. 135,4 Millionen Euro wurden dafür als Kredite oder Zuschüsse zugesagt, gaben Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (beide ÖVP) am Dienstag bekannt. Konkret flossen 83,1 Millionen Euro in den Neubau und 52,3 Millionen Euro in die Sanierung.

Im Vergleich mit 2011, als noch insgesamt 186,9 Millionen Euro in den Wohnbau flossen, ergibt das ein kräftiges Minus. Insbesondere für Sanierungen wurde 2012 erheblich weniger Geld als 2011 ausgegeben, der Posten hat sich mehr als halbiert (siehe Grafik). Rüdisser sprach laut ORF Vorarlberg von einem "Sanierungshype" in den Jahren 2010 und 2011, in denen jährlich an die 5.000 Wohneinheiten saniert wurden. Nun würden sich die Ausgaben wieder "auf einem hohen Niveau einpendeln".

Ländlicher Raum wird forciert

Da die Zahl der Wohnungssuchenden zunehme, werde der Neubau von gemeinnützigen Mietwohnungen weiterhin stark gefördert, so die beiden ÖVP-Politiker. "2013 und 2014 sollen von den gemeinnützigen Bauträgern an Stelle der bisher laut Bauprogramm möglichen 330 Mietwohnungen ca. 500 integrative Mietwohnungen pro Jahr errichtet werden. Zudem gibt es das verstärkte Bemühen, den gemeinnützigen Wohnbau in den ländlichen Raum zu bringen", so Rüdisser.

An den grundsätzlichen Zielen der Wohnbauförderung wolle Vorarlberg weiter festhalten, sagte Wallner. Maßgeblich dafür werde nicht zuletzt sein, dass es den Ländern "in den kommenden Finanzausgleichsverhandlungen mit dem Bund gelingt, die Wohnbauförderung abzusichern". Wallner ist bekanntlich einer der wenigen ÖVP-Landeschefs, die sich bis dato gegen die Wiedereinführung der Zweckbindung aussprechen; er fordert im Gegenzug mehr Geld für die Länder. (red, derStandard.at, 30.4.2013)

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    grafik: land vorarlberg
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