BMW: Rasen mit dem Range Extender

Kolumne30. April 2013, 17:29
22 Postings

Der i3 setzt auf eine besondere Form der Reichweitensteigerung

Wie es jetzt aussieht, wird der BMW i3 das erste serienmäßige Auto sein, das es wahlweise auch mit Range Extender gibt. Der i3 ist somit ein Elektroauto, das den Strom zum Fahren selbst an Bord erzeugen kann, wenn die Batterie leer ist. Im Gegensatz zum Opel Ampera wird es hier also wirklich keine mechanische Verbindung zwischen Benzinmotor und Rädern geben.

Der Gedanke, mit einem kleinen Benzinmotor die Batterie zu laden, um dann mit Strom einen Elektromotor zu betreiben, ist zwar faszinierend, nur ist die Leistungsfähigkeit des Systems durch die limitierte Stromaufnahme der Batterie über die Zeit begrenzt. Das heißt, keinesfalls wird der i3 im Range-Extender-Modus jene superben Fahrleistungen erreichen, wie dies bei vollem Saft aus der Batterie der Fall ist. Keinesfalls kann der Elektromotor mehr Leistung abgeben, als er vom Benzinmotor zur Verfügung gestellt bekommt.

Keine Spaßgarantie

Damit ist aber auch gesichert, dass der Range Extender tatsächlich nur eine Verlängerung der Reichweite darstellt, der volle Fahrspaß kann sich jedoch im Range-Extender-Betrieb sicher nicht einstellen. Außerdem soll auch der Benzintank im i3 mit Zweizylinder-Range-Extender sehr klein sein, also für weniger Reichweite als die Batterien gut sein, womit das Fassungsvermögen dieses Tanks in etwa bei der Größe eines Reservekanisters liegen kann, also zwischen fünf und zehn Litern.

Das Fahren mit Strom aus der Steckdose sollte also der Normalfall bleiben, der Strom aus dem Verbrennungsmotor nur eine Notlösung. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 26.4.2013)

  • Den BMW i3 gibt es auch mit Range Extender. Im Gegensatz zum Opel Ampera dient der bloß zur Stromerzeugung.
    foto: bmw

    Den BMW i3 gibt es auch mit Range Extender. Im Gegensatz zum Opel Ampera dient der bloß zur Stromerzeugung.

Share if you care.