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Gewusst wie

13. Mai 2013, 00:00

Um die Wasserversorgung eines Landes sicherzustellen, braucht es geschultes Personal. Wenn es das nicht gibt, ist Hilfe zur Selbsthilfe nötig.

Nach der Loslösung von der Sowjetunion verlor die Republik Moldau abrupt ihre klassischen Absatzmärkte (v. a. Russland) – die Wirtschaft brach zusammen, und das Land verwandelte sich rasch in eines der ärmsten Länder Europas.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Moldau seit 2004, um die Armut im Land zu mindern. Verunreinigtes Wasser ist eines der größten Probleme der Republik – zentrales Thema der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist daher die Wasserver- und Abwasserentsorgung in verarmten ländlichen Gegenden.

Sauberes Wasser für 23.000 MoldauerInnen

In der Region Nisporeni, im Südwesten der Republik, ist das Wasser durch Schwermetalle und andere Schadstoffe stark verunreinigt. Chronische Krankheiten und frühe Sterblichkeit sind die Folgen. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region stockte – viele Menschen wanderten ab.

Ein Wasserversorgungsprojekt, das die Austrian Development Agency, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, gemeinsam mit der EU und der Schweiz umsetzt, soll helfen: Ab 2016 werden die rund 23.000 EinwohnerInnen der Gemeinden Varzaresti, Grozesti und Nisporeni ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung haben. So sollen Krankheiten bekämpft und die Lebensqualität gesteigert werden.

Aufwärtsspirale schaffen

Um den Erfolg des Großprojekts zu garantieren, wird vor allem auf die Schulung von Personal geachtet. Um gute lokale Fachkräfte wie Installateure oder Elektriker in der Region ausbilden zu können, wurden neue Lehrprogramme erarbeitet. Ein regionales Wasserwerk wird aufgebaut.

In zwei moldauischen Berufsschulen wurden die Lehrinhalte an den Arbeitsmarktbedarf angepasst, Lehrbücher verbessert und praktischer Unterricht in modernen Übungswerkstätten ermöglicht. Mehr als 70 Prozent der AbsolventInnen des neuen Lehrgangs haben bereits in den ersten vier Monaten einen Job gefunden, die neuen Arbeitgeber zeigen sich zufrieden mit dem Niveau. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium wird die neue Ausbildung jetzt landesweit umgesetzt.


Capacity Building in Afrika

Der Ausbau von Wissenskapazitäten ist auch in Afrika Thema – so z. B. an der Egerton University in Kenia. Ein internationales Masterprogramm für Gewässerökologie und -management, das gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien und der Universität UNESCO-IHE in den Niederlanden durchgeführt wird, setzt hier neue Maßstäbe. Ziel ist, afrikanische ForscherInnen direkt vor Ort auf hohem Niveau ausbilden zu können und lokales Bewusstsein für die Bedeutung ökologisch intakter Gewässer zu schaffen.

www.entwicklung.at

  • Für 23.000 EinwohnerInnen der Gemeinden Varzaresti, Grozesti und Nisporeni ist ab 2016 die Wasserversorgung sicher gestellt.
    foto: grafxart/shutterstock.com

    Für 23.000 EinwohnerInnen der Gemeinden Varzaresti, Grozesti und Nisporeni ist ab 2016 die Wasserversorgung sicher gestellt.

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