Hirnscan könnte auf Erfolg von Mathematik-Unterricht hindeuten

9. Mai 2013, 17:47
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US-Forscher: Größe und Vernetzung des Hippocampus geben über Mathe-Lernfortschritt Auskunft

Washington - Wie stark Volksschüler von einem individuellen Mathe-Trainingsprogramm profitieren werden, könnte mit Hilfe eines Hirnscans bestimmt werden. Das zumindest schreiben US-Forscher in der aktuellen "PNAS"-Ausgabe. Demnach könnten Größe und Vernetzung des Hippocampus darüber Auskunft geben, wie sich die Fähigkeit eines Kindes, Rechenaufgaben zu lösen, mit dem Mathe-Unterricht verbessert. Allerdings wurde die Untersuchung von Kaustubh Supekar von der Stanford University School of Medicine an einer sehr kleinen Gruppe durchgeführt, nämlich 24 Volksschülern im Alter von acht bis neun Jahren.

Das Forschungsteam untersuchte Struktur und Funktion der Gehirne mit Hilfe der Magnetresonanztomographie und ermittelte auch andere Daten der Kinder, etwa den Intelligenzquotienten, die Lesefähigkeit oder die Gedächtnisleistung. Anschließend bekamen die Schüler einen achtwöchigen Mathe-Einzelunterricht, in dem grundlegende Mathematik-Kenntnisse trainiert wurden.

Unterschiedliche Verbesserungsgrade

Das Ergebnis: Alle Kinder verbesserten sich durch den Einzelunterricht. Sie rechneten schneller, effizienter und machten weniger Fehler. Allerdings verbesserten sich nicht alle Schüler gleich stark, weswegen sich die Forscher auf die Spur möglicher Zusammenhänge machten. Keiner der klassischen neuropsychologischen Faktoren sagte etwas darüber aus, wie stark sich ein Kind durch das Training verbessern würde. Ein Kind, das einen hohen Intelligenzquotient hat oder gut lesen kann, profitierte nicht automatisch besonders stark von der Mathe-Nachhilfe.

Stattdessen fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen dem Volumen des Hippocampus sowie seiner Vernetzung mit anderen Gehirnregionen und dem späteren Trainingserfolg. Die Rolle des Hippocampus bei der Gedächtnisbildung sei gut bekannt, schreiben die Forscher. Dass diese Region auch beim Lernen von Mathe wichtig ist, sei hingegen bisher kaum beachtet worden. Es sei wichtig zu verstehen, warum einige Kinder Mathematik besser lernten als andere. Dann könnten auch diejenigen ausfindig gemacht werden, die spezielle Unterstützung oder ein intensiveres Training brauchen. (APA/red, derStandard.at, 9.5.2013)

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    Ob ein Kind Mathematik besser lernt oder nicht, könnten Größe und Vernetzung des Hippocampus verraten.

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