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Ein Wasserprojekt zieht Kreise

13. Mai 2013, 00:00

Was 1995 mit einem kleinen Hilfsprojekt begann, ist heute das Erfolgsbeispiel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung.

Als sich vor nahezu zwei Jahrzehnten ein österreichisches ExpertInnen-Team nach Südwest-Uganda begab, um mit lokalen FachkollegInnen Kleinstädte und ländliche Zentren mit Wasser und Toiletten zu versorgen, hatte keiner damit gerechnet, dass das sogenannte "South Western Towns Water and Sanitation Project" entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des ugandischen Wassersektors haben würde. In einem ersten Schritt wurden die Leitungen ausgebaut, Wasserpumpen auf Solarbetrieb umgestellt und sanitäre Anlagen mit ökologischen Trockentoiletten aufgerüstet. Gleichzeitig wurde für den Schutz von Quellen gesorgt, und nach und nach entstanden Dachverbände für lokale Wasserversorger nach österreichischem Vorbild.

Menschen und Ministerien informieren

"Rückblickend betrachtet, waren eine gut durchdachte Informationskampagne zur Sensibilisierung der Menschen zum Thema Wasserversorgung und Hygiene sowie die Mobilisierung der örtlichen Verwaltungen entscheidende Erfolgsfaktoren", sagt Erwin Künzi, Experte für Wasser und Sanitärversorgung der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in Ugandas Hauptstadt Kampala. "Der Einsatz von Technologien mit geringen Betriebs- und Wartungskosten und die Schulung von Personal vor Ort waren aber sicher genauso wichtig."

Trinkwasserzugang sichern

Die funktionierende Wasserversorgung im Südwesten Ugandas sprach sich schließlich herum, und das Projekt wurde als Erfolgsmodell in ein landesweites Programm zur Entwicklung des Wassersektors aufgenommen. Dieses Programm wird heute von dem ostafrikanischen Staat selbstständig umgesetzt. Österreich steuert als einer von sechs Gebern jährlich 4 Millionen Euro bei und unterstützt mit Expertise und Erfahrung. Jedes Jahr profitieren so weitere 60.000 Menschen vom Zugang zu sicherem Trinkwasser. Insgesamt konnte mit österreichischer Hilfe rund eine Million UganderInnen mit Wasser versorgt werden.

Wassernutzung landesweit planen

Aktuell umfasst die österreichisch-ugandische Kooperation den ländlichen Brunnenbau, verbesserte Hygiene, städtische Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Aufbau regionaler Außenstellen des Wasserministeriums, besonders im Hinblick auf eine sorgsame, koordinierte landesweite Wassernutzungsplanung. Eine funktionierende Verwaltung soll sicherstellen, dass sich die Investitionen der Vergangenheit auch in Zukunft lohnen und für noch mehr Menschen sauberes Wasser verfügbar wird.

  • Durch die Unterstützung Österreichs bekamen in Uganda bereits mehr als eine Million Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
    foto: ada/stefan pleger

    Durch die Unterstützung Österreichs bekamen in Uganda bereits mehr als eine Million Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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