Frankreich: Keine Beweise für Einsatz von Chemiewaffen in Syrien

USA und Großbritannien sehen Hinweise auf Verwendung, Israel sieht "mehr als Beweise"

Paris/Damaskus - Die französische Regierung hat zur Vorsicht bei Berichten über einen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien gemahnt. Es gebe noch keine Beweise dafür, dass die Truppen von Staatschef Bashar al-Assad Chemiewaffen gegen die Rebellen einsetzten, sagte Außenminister Laurent Fabius am Montag im Sender Europe 1.

Frankreich prüft Vorwürfe

"Wir haben keine Gewissheit. Es gibt Indizien, die von den Engländern und den Amerikanern geliefert wurden. Wir sind dabei, das zu prüfen", erklärte Fabius. Es sei aber bezeichnend, dass Syrien keine UNO-Kommission ins Land lasse, um die Vorwürfe zu untersuchen.

"Mehr als Beweise"

Geheimdienste in aller Welt haben nach den Worten eines ranghohen israelischen Repräsentanten handfeste Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. Die israelische Zeitung "Haaretz" zitierte den namentlich nicht genannten Vertreter am Montag: "Dies sind keine Geheimdiensteinschätzungen, sondern Beweise, sogar mehr als Beweise." Er nannte allerdings keine Einzelheiten.

"Es gibt beträchtliches Material über den Einsatz von Chemiewaffen durch die Armee (des syrischen Präsidenten Bashar) al-Assad", sagte der israelische Repräsentant dem Blatt. "Alle Geheimdienste wissen davon. Niemand hat in der Sache irgendeinen Zweifel."

Israel befürchte vor allem den Transfer syrischer Chemiewaffen an die libanesische Hisbollah-Miliz. Das sogenannte Sicherheitskabinett des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu beriet nach Medienberichten am Sonntag vier Stunden lang über die gefährliche Lage in Syrien und Israels mögliche Reaktion.

Experte: "Regierung kann Einsatz nur schaden"

Der mutmaßliche Giftgas-Einsatz könnte nach Ansicht des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt in Mainz auf die Opposition zurückgehen. "Der Regierung kann der Chemiewaffeneinsatz nur schaden, weil sie damit ihren Gegnern den Grund für Waffenlieferungen an die Aufständischen und die Einrichtung einer Flugverbotszone liefert", sagte der Leiter des Zentrums, der Mainzer Geografie-Professor Günter Meyer, am Montag.

"Die Regierungstruppen haben eine solch übermächtige Feuerkraft mit konventionellen Waffen und ihrer Lufthoheit, dass sie auf chemische Waffen nicht angewiesen sind. Der Einsatz von chemischen Waffen ist außerdem schwer zu kontrollieren."

Nach Angaben der US-Regierung ist in Syrien mit "unterschiedlichen Graden der Sicherheit" Gift "in einem kleinen Maßstab" verwendet worden. Nach Hinweisen auf einen möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien war der Druck auf das syrische Regime, aber auch auf US-Präsident Barack Obama gestiegen. Obama fordert eine genaue Prüfung. Er hatte dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad mit weitreichenden Konsequenzen im Fall eines Chemiewaffeneinsatzes gedroht und vom Überschreiten einer "roten Linie" gesprochen. Die syrische Opposition beschuldigt die Regierung, die wiederum streitet die Vorwürfe ab.

Geringes Risiko für Rebellen

Mit dem Einsatz chemischer Kampfstoffe könnte die syrische Opposition nach Ansicht von Meyer ihrer Forderung nach Waffenlieferungen Nachdruck verleihen - was allein ihr nütze. "Das Risiko der Aufständischen, dass ihnen ihr Einsatz von Giftgas nachgewiesen wird, ist relativ gering (...), weil die Unterstützer der Rebellen mit überzogenen Forderungen verhindern, dass unabhängige Untersuchungen in Syrien durchgeführt werden können", sagte der Nahost-Experte.

Ein Eingreifen der USA ist nach seiner Einschätzung nur unter Bedingungen realistisch. "Trotz des wachsenden politischen Drucks durch die Republikaner ist davon auszugehen, dass die US-Regierung nur dann Syrien angreifen wird, wenn das dortige Regime Massenvernichtungswaffen, also vor allem chemische Kampfstoffe, gegen die Aufständischen einsetzt", sagte Meyer. "Die Obama-Regierung will nach dem politischen Desaster der Kriege im Irak und in Afghanistan eine direkte Beteiligung von US-Kampftruppen in Syrien auf jeden Fall vermeiden."

Dennoch koordiniere die CIA den von Saudi-Arabien und Katar finanzierten Waffenkauf in Kroatien, sagte Meyer. Es gebe einen Bericht darüber, dass diese Waffen von der Türkei durch die CIA an die Kämpfer der Freien Syrischen Armee verteilt würden. "Für die USA ist dabei vor allem wichtig, dass keine tragbaren Boden-Luft-Raketen geliefert werden, die nach dem Sturz des Assad-Regimes gegen den Westen oder Israel eingesetzt werden können." (APA, 29.4.2013)

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Mit dem Einsatz chemischer Kampfstoffe könnte die syrische Opposition nach Ansicht von Meyer ihrer Forderung nach Waffenlieferungen Nachdruck verleihen - was allein ihr nütze.

Was allein ihr nütze....analysieren sie doch weiter. Wenn dem so waere wer koennte die Chemischen Waffen diesen Leuten gegeben haben. Anschauen sollte man dabei dann einfach mal auch die geringen Mengen. Dies sagt viel aus. Man wollte nicht viel verteilen. Da hat jemand also Angst, dass diese Waffen gegen sie als Terrormittel benutzt werden koennte.
Mal sehen. Potenzielle Lieferanten koennten sein. Türkei, USA, Israel. Die Türkei duerfte bei weitem nicht so viel Angst haben, dass diese Chemischen Waffen in der TR benutzt werden. Versteht sich einfach in letzter Zeit zu gut mit den Funditerroristen der Erdogan. Also bleiben nur Israel und USA. Wer von beiden profitiert am meisten wenn Syrien kontrolliert faellt..ups Antwort eh klar oder.

Schönes Gedankenspiel. Die Herleitung ist gut, aber der Schluss ist falsch!

„Die Türkei dürfte bei weitem nicht so viel Angst haben, dass diese Chemischen Waffen in der TR benutzt werden.“
Bis dahin kann ich folgen.

Da Israel und USA den Waffeneinsatz gegen Israel fürchten, werden sie sich eine Lieferung zweimal überlegen. Deshalb ist es doch viel naheliegender, dass die furchtlose Türkei die Waffen lieferte. Zumal die Türkei ihren Einfluss im ehemaligen osmanischen Reich ausweiten möchte.

Immer unter der Voraussetzung, dass sie von den Rebellen eingesetzt wurden. Woran man aber Zweifel haben kann!

Zunächst haben die Rebellen den Einsatz veröffentlicht. Sie hätten die Waffen also gegen die eigene Bevölkerung einsetzen müssen. Und dann verhindert die Regierung die neutrale Untersuchung durch die UN!

Wenn es die Türkei gewesen wäre hätte man mehr rausgegeben.

So viel, dass gar kein Zweifel mehr am Einsatz besteht. Aber weil es so wenig ist muss es einer der beiden anderen gewesen sein. Denn für sie ist ein geringer einsatz in Ihren Heimatländern alleine schon aus phsychologisch Gründen zu riskant. Die Türken hätten sich also mehr GAS gegönnt um ihre Ziele zu erreichen weil die Angst dass es gegen sie selber eingestzt wird geringer wäre. Am meisten profitieren tut von der Lage natürlich Israel und die USA. Wobei dass agieren des einen nicht notwendigerweise die des anderen in der Konstellation ausschliesst.

Wo man auch noch erwähnen sollte dass man ja bereits Rausgefunden hat dass die Mörser die damals auf die Türkei gefeuert hatten von NATO Staaten geliefert wurden. Also da hat schon wer seine finger im Spiel. Warum nicht auch diesmal?

Die israelische Zeitung "Haaretz" zitierte den namentlich nicht genannten Vertreter am Montag: "Dies sind keine Geheimdiensteinschätzungen, sondern Beweise, sogar mehr als Beweise." Er nannte allerdings keine Einzelheiten.

na dann.
wenn´s die sagen, kann´s ja nur stmmen ; )

Die Amerikaner warten doch nur darauf, daß Assad Chemiewaffen einsetzt

Diesen Gefallen wird er ihnen nicht tun daher kann sich jeder vorstellen was als nächstes kommt und viele westliche Medien spielen bei diesem bekannten Spiel die bekannte, traurige Nebenrolle.

Erinnert sehr an: "Iraq has weapons of mass destruction....

Das war auch eine gezielt platzierte Lüge damals.

die Lage ist doch klar

das Israel befürchtet daß eventuell Chemiewaffen in die Hände von Islamisten gelangen ist ja nachvollziehbar. das wäre sehr schlimm. aber die syrische Armee wird das verhindern. und die Syrer werden auch der Hisbollah keine C-Waffen aushändigen (was die auch gar nicht wollen). aber die Jihadisten. das ist der Unsicherheitsfaktor. diese Typen sind zu allem fähig.
hat jemand Bedarf an "Kopfabschneiden-Videos" oder ähnlichem ? "Postboten vom Hausdach werfen" ? "Leute-pfählen-Videos"? gibst alles auf diversen Plattformen !
was reitet den Westen solche Monster mit Waffen zu versorgen?

Fing das Ganze nicht an, als syrische Soldaten vergiftet wurde und das Assad Regime eine Untersuchung forderte? Komisch, dass diese Sache in den Medien nun ganz anders aussieht. Frankreich sei dank, dass dieser Artikel ein wenig objektiv scheint.

Und Assad soll tatsächlich so saudumm sein???

Glaubt denn wer ernstlich, dass Assad bei den Aussichten auf den totalen Krieg ernstlich Giftgas in den Ring schmeißt? Also so eine Art Suizid veranstaltet, wo er doch, so wie es im Moment aussieht, die Lage durchaus mit einigen Tücken im Griff hat und die FSA nicht wirklich etwas bewegt bekommt.

Mir fällt da ein Staat in der Region ein, der auch keine Hemmungen hatte die USS LIBERTY anzugreifen. Planmäßig hätte dafür Ägypten eingeäschert werden sollen. Es dauert halt immer nur Jahrzehnte bis der Dreck ans Licht kommt.

Da nun aber einmal die Benchmark hier der Giftgaseinsatz ist, werden wir wohl auch einen erleben und auch den Rachefeldzug … völlig unabhängig davon wer am Ende mit Giftgas gespielt hat … so meine persönliche Einschätzung.

'uss liberty'
Deine denke ist falsch:
Zum zeitpunkt des vorfalls war der sinai schon erobert, die israelischen panzer standen am kanal, die .eg luftwaffe war vernichtet, und die aegyptische armee eingeaeschert oder in gefangenschaft.
Die amis in den krieg zu locken waere dumm gewesen, man haette ja die beute teilen muessen!

hmm … sind denn die ganzen Dokus dazu nun erlogen, weil es historisch nicht mehr in den Kram passt oder haben sich die Israelis nach vorheriger Aufklärung einfach nur vertan und wollten tatsächlich einen Pferdefrachter versenken? Warum also ballerten die Israelis auf das Schiff und der Rest der Flotte tat so als hätte man nicht gehört? Wollten die Israelis möglicherweise einen Krieg mit den USA anfangen? Das halte ich aber noch für erheblich unwahrscheinlicher und warum starteten dann überhaupt Bomber in Richtung Ägypten, wenn doch der Krieg schon längst vorbei war. Also irgendwie fehlt da jetzt noch ein logischer Baustein, sofern sich die Liberty nicht selbst versenken wollte und alles nur erfunden wurde … (°!°)

ja, die dokus sind falsch.
zb: 'bomber': es waren 2 mirrage III und zwei Dassault MD452 also sicher keine bomber.
zb: 'pferdefrachter': nein, man verwechselte es mit einem aegyptischen kriegsschiff. Du siehst deine 'dokus' sind muell. btw was soll ein 'pferdefrachter' sein??
Als man der irrtum erkannte hat man ja den angriff abgebrochen, und das schiff nicht versenkt.

'laengst vorbei': nein, der sinai war erobert und besetzt und aegypten geschlagen, es wurden die truppen schon zum golan verlegt, der am letzten tag erobert wurde.

'warum starteten ueberhaupt': Das ist jetzt dummstellen oder?

'warscheindlich': irrtuemer/verwechslungen sind in einem krieg sogar recht haeufig.

"Angriff abgebrochen"? - Und deshalb beschoß die tapfe'e isreale Gebirgsmarine wohl auch die Rettungsflöße der USS-Liberty, die der Kapitän William L. McGonagle mit den Verwundeten zu Wasser ließ, mit MG-Salven - nachdem …

…es die "demok'atischte" aller Armeen nicht geschafft hatte, selbst mit Napalm(!), Torpedos und Raketen das Schiff zu versenken.

Erzählen sie uns noch so einen.

Präsident Johnson befahl höchstpersönlich dem Kommandeur der 6.US-Flotte jene Entsatzflugzeuge, die von der USS America and USS Saratoga gestartet waren, um dem angegriffenen Schiff zu Hilfe zu eilen, auf ihre Träger zurückzukehren.

Es war keine "Verwechslung", sondern Teil der "Operation Cyanide"(ach, wie ironisch), mit der Amerika in den Krieg gegen Ägypten hineingezogen werden sollte.



PS: Ihre Bemerkung von wegen "Dokus" war recht lustig. Sie meinten damit doch nicht etwa jene Pamphlete vom Kristol?

usa in den krieg gegen .eg hineinziehen?
cuibono? Der sinai war erobert, Sharon und Tal standen mit ihren panzern am kanal, die truppen wurden schon richtung golan verlegt, der am letzten tag eingenommen wurde.
Nein, man haette mit den amis einen teil der beute (zb das oel am sinai) geben muessen.
Wozu teilen?

Nein schlimmer, wenn die amis, dann hatten die russen auch mitgemacht, mit ungewissem ausgang.

'ironisch' was ist daran ironisch??
Das du alles glaubst was auf komischen seiten im web steht? (zb die bezeichung?)

zu deinem 'ps': ich bezog mich auf den vorposter, und was er glaubt gesehen zu haben.

wo er doch, so wie es im Moment aussieht, die Lage durchaus mit einigen Tücken im Griff hat

Nonsense.
Keineswegs.
Der Assad steckt mit dem Hals tief im Schlamassel.

Also wenn die „guten Rebellen“ aus aller Herren Länder, die dort einen „Bürgerkrieg” aufführen, nicht massiv aus diversen Ländern unterstützt würden, dann wäre der ganze Zauber schon längst vorbei. Ich bin mir da nicht so sicher wer da tiefer mit dem Hals in im Schlamassel steckt? Und dies trotz der medialen Gesundschreibung der dortigen Terroristen als Freiheitskämpfer. Eine Sorte Leute übrigens, die in Afghanistan und Pakistan ausgeräuchert werden, hier aber gut Dienste für den Westen leisten. Nun was solls, ein bisschen Doppelmoral kann ja nicht verkehrt sein, wenn man die USA und Israel zum Freundeskreis zählt … (°!°) … und jetzt alle noch einmal im Chor: „Wir sind die Guten” <zyn off>

„Wir sind die Guten” <zyn off>

Neu im Forum??

Obama Regierung zögert - sie will sich eine lupenreine False Flag Aktion gegen den Iran nicht durch schlampige Arbeit in Syrien "versauen" lassen.

"Die Obama-Regierung will nach dem politischen Desaster der Kriege im Irak und in Afghanistan eine direkte Beteiligung von US-Kampftruppen in Syrien auf jeden Fall vermeiden."

Nein, das glaube ich nicht. Wenn die Rebellen weiter schwächeln wird es den Einsatz von US-Kampftruppen schon sehr bald geben.

Nur bauen sich die USA, m.M.n., gerade eine Reputation in vorsichtigem Vorgehen bei offiziell "unklarer Gefechtslage" auf. Bevor es zur False Flag Aktion gegen den Iran kommt, die u.U. einen grossen Nahost-Krieg auslösen wird, darf die Glaubwürdigkeit der Beweisführung in aktuellen Bedrohungszenarien nicht mehr erschüttert werden bzw. muss wasserdicht stehen.

Das ist meine Arbeits-Hypothese, deren Eintreffen verifiziert werden darf und soll

Die USA hat nix anderes vor, als die gesamte Region zu destabilisieren. Der Irak steht auch vor einem Bürgerkrieg, dann noch der Iran dazu ...... dann sind so 6 - 7 Mio Barrel/Tag in Gefahr. Ursuper Plan. Bringt voll echt was. Am beten wär es , wenn dann auch noch ein paar Raketen Richtung Saudi Arabien fliegen und ein Tanker in der Strasse von Hormus versenkt wird. Dann sind 17 Mio Barrel gefährdet.

Nicht DIE USA, Killer Buny, die sind "fast" unschuldig.

Sondern der militärisch-finanzielle Komplex dahinter. Seit den PACs und SUPER-PACs hat sich die Demokratie auf bundesstaatlicher Ebene fast abgemeldet.

Nein, die Demokratie ist nicht nur etwas verstaubt, wie von Ihnen an anderer Stelle geschrieben, sondern ist im Orkus der Geschichte verschwunden, wie auch von vielen US-Intellektuellen befürwortet. Der zivile Rechtsstaat lebt noch fort, ist aber ebenfalls arg unter Beschuss.

Zurück bleibt die Inszenierung von Demokratie mit Obama als oberstem PR-Zeremonien-Meister.

Die Lobbys können schalten und walten wie es ihnen beliebt.
Die Ebene darüber tut dies schon länger.

Insoweit bin ich inzwischen schon VTler::))

Ach, möglicher weise will die militärische Waffenlobby auch den Mond zerstören und es ist den anderen egal, aber bei ihrer Vision stehen alle anderen Lobbys dagegen und die haben ein wenig mehr Einfluss als die Reps Finanzierer. Nicht einmal die Öllobby will noch eine Weltwirtschaftskrise, obwohl der Preis für das Barrel steigen würde.

A propos Weltwirtschaftskrise. Richten Sie mal Ihren Blick nach Japan, wo das progressive Gelddrucken zum Regierungsprogramm erhoben wurde.

Das ist eine Schleife, die in eine noch viel grössere Krise als 2008 ff. führen kann. Resultat: Dollar als Reserve-Währung gestärkt.
W. Engdahl hat hierzu klare Ansichten:
http://info.kopp-verlag.de/hintergru... rtet-.html
Das ist die Ebene der Analyse...+ Kontratieff-Zyklen

Stand der Dinge: Werde mir demnächst den "Lugano-Report" von Susan George kaufen:
http://www.perlentaucher.de/buch/susa... etten.html

Und welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen einem Ölpreis von 300+ Dollar, wenn die genannten Förderungen ausfallen, und der Deflationsbekämpfung in Japan?

Der Zusammenhang ist geradezu klassische Dollar-Ökonomie.

1973 wurde der Ölpreis künstlich verknappt und verteuert, u.a. damit mehr Werte in US-Dollar gehandelt werden. Das stärkte die Rolle des USD als Welt-Reservewährung, die zuvor durch die Auflösung der Bretton-Woods Goldpreisbindung des Dollar geährdet worden war. Die US-Ökonomie mit billigem Gelddrucken etc. steht und fällt mit der Rolle des Dollars als Reservewährung. Sobald dies gefährdet wird, geht die US-Admin. auf die Barrikaden.

Ähnliches lief und läuft nun wieder ab.

Killer Bunny, ich melde mich noch ausführlicher, weil es ein wirklich spannendes und zentrales Thema ist mit vielen Bezügen, muss aber jetzt los.
Heute Abend/Nacht kommt der Rest.

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