Brennende Autos, Autonome und Bürgerwehr am "Tatort": Top oder Flop?

Ansichtssache28. April 2013, 18:54
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Wotan Wilke Möhring gab als Kommissar Falke in "Feuerteufel" seinen Einstand - Wie hat Ihnen die Folge gefallen?

Brennende Autos, explosive Stimmung in Hamburg: Am Sonntag stand ein neuer "Tatort"-Fall aus Hamburg auf dem Programm, Wotan Wilke Möhring gab als Kommissar Falke seinen Einstand. Eines war gleich klar: Er setzt auf Worte und weniger auf Fäuste wie sein Hamburger "Tatort"-Kollege Tschiller (Til Schweiger), der im März seine Premiere feierte.

foto: orf/ard/christine schröder

Zum Inhalt: Nicht zum ersten mal brennt ein Auto im noblen Stadtteil von Hamburg. Aber diesmal stirbt ein Mensch. Eine Frau, die offensichtlich in ihrem Wagen eingeschlafen war, kann sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Auto retten.

Die Stimmung ist aufgeheizt, ene Bürgerwehr soll die Luxuswägen der Reichen schützen. Die autonome Szene ist in Aufruhr, es brennt weiter.

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Die junge Ermittlerin Katharina Lorenz soll Falke helfen, sie wird ihm als Expertin für die Bearbeitung von Brandfällen zur Seite gestellt.

"Der zweite neue HH-'Tatort' öffnet Chancen auf eine großartige Reihe", lobt Rupert Sommer im Branchenmagazin Kress.de den neuen Fall. Wieder einmal sei der "Tatort" jünger geworden und "Sonntage zu Pflichtterminen ohne Fremdschäm-Pein".

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Auch Claudia Schwartz von der "Neuen Zürcher Zeitung" ortet Verjüngungstendenzen: "Der Film wechselt souverän zwischen den Milieus: Hier wie dort steht am Ende eine moralische Dimension hinter der Gewaltbereitschaft. 'Feuerteufel' ist präzise angelegt, schnell erzählt und wunderbar gespielt und könnte tatsächlich die versprochene Verjüngung des beliebten Sonntagabend-Formates bringen, die man uns schon länger verspricht."

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Andreas Grieß von meedia.de findet, dass das neue Team die "Tatort"-Landschaft bereichern wird. "Möhring nimmt man den Hamburger Jungen ab, obwohl der Schauspieler eigentlich aus NRW kommt." Auch die weiteren Rollen würden glaubhaft wirken, "allen voran Petra Schmidt-Schaller als latent-genervte, hoch engagierte Katharina Lorenz ist eine gute Wahl". Der aktuelle Fall sei lebensnah, "jedoch nur leidlich aufregend".

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"Ein sauberer Start für Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke", schreibt Christian Buß auf "Spiegel Online". Aber: "Die Handlung erscheint überschaubar, stark an diesem 'Tatort' ist, wie die Stadt in Szene gesetzt wird." Die Topografie sei top, die Dramaturgie leider ein Flop, urteilt Buß.

Top oder Flop, fragen auch wir: Wie haben Ihnen dieser "Tatort" und Möhrings Premiere gefallen? (red, derStandard.at, 28.4.2013)

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