Transnistrien: Separatisten errichten Grenzposten

27. April 2013, 19:39
39 Postings

OSZE-Vorsitz warnt vor Einfluss auf Einigungsprozess

Chisinau/Tiraspol - Internationale Vermittler haben die abtrünnige moldawische Provinz Transnistrien am Samstag zum Entfernen neuer, einseitig eingerichteten Grenzposten aufgefordert. In der Nacht zum Samstag hatte die Separatistenrepublik entschieden, an der völkerrechtlich nicht anerkannten Grenze in der Nähe des Dorfes Varnita mehrere Kontrollposten aufzustellen. Daraufhin waren Inspektoren der vermittelnden Staaten entsandt worden.

Laut der transnistrischen Vize-Regierungschefin Nina Stanski zielen die Grenzposten darauf ab, den Aklohol-Schwarzhandel zu unterbinden. Man wolle darum unbewaffnete Inspektoren einsetzen. Die OSZE zeigte sich in einer Erklärung über die Lage besorgt. "Ich rufe beide Seiten auf, die Ordnung und Stabilität in der Sicherheitszone als Faktoren mit direktem Einfluss auf den Verlauf des transnistrischen Einigungsprozesses zu wahren", sagte der ukrainischen Außenminister Leonid Kozhara, derzeit OSZE-Vorsitzender.

Transnistrien hatte sich 1992 nach einem kurzen Krieg von Moldawien abgespalten. Derzeit laufen Einigungsgespräche unter Vermittlung von Russland, der Ukraine und der OSZE, sowie der EU und der USA als Beobachter. Transnistrien bemüht sich um internationale Anerkennung, während Moldawien einen Autonomiestatus innerhalb einer Unionsrepublik anbietet. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. und 24. Mai in Odessa anberaumt.  (red/APA, 27.4.2013)

  • Artikelbild
Share if you care.