Birnbaumblüten und andere Prachtblicke

26. April 2013, 17:10
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Im Mostviertel auf den Plattenberg zu gehen, bedeutet schauen: von der Elisabeth-Warte bis weit hinein in die Alpen

Im Mostviertel beginnen die Birnbäume zu blühen. Das ist der ideale Anlass zu einer Wanderung in dieser Region, denn das Land scheint durch die Tausenden, mit weißen Blüten geradezu beladenen Bäume wie mit einem Brautschleier geschmückt, was jeden Besucher in helles Entzücken versetzt. Und wenn man dann noch den eher unscheinbaren Plattenberg als Ziel wählt, gesellt sich zu dieser Blütenpracht eine Aussicht, die ihresgleichen weit und breit nicht hat.

Von den vielen freien Flächen - und erst recht von der Plattform der Elisabeth-Warte - genießt man hier einen unvergesslichen Rundblick: Im Süden überschaut man die Alpenkette vom Ötscher über Dürrenstein, etliche Gesäuseberge, viele Gipfel des Toten Gebirges und des Sengsengebirges bis zum Traunstein. In Richtung Norden schweift der Blick über das Alpenvorland und das Donautal - von der Wachau bis Linz - bis hin zu den südlichen Randerhebungen des Wald- und Mühlviertels.

Auf der Terrasse des nur knapp unterhalb der Warte liegenden Plattenwirts gibt es ein Panoramabild mit ausführlicher Beschriftung, sodass man recht eindrucksvoll mitbekommt, was da an Gipfeln und Kuppen beobachtet werden kann.

Der Plattenberg weist auch botanische Raritäten auf, wie etwa die Grüne Schneerose, von der allerdings um diese Zeit nur noch die Samen zu sehen sind.

Die Wanderung ist zwar relativ lang, bietet aber so viel Abwechslung, dass man das kaum merkt. Die Route ist gut markiert und beschildert.

Die Wanderroute: Bei der Station des Roten Kreuzes in Sankt Peter in der Au beginnt der rot markierte Weg mit der Nummer 354, der vorerst durch das Burgholz, dann viel durch freies Gelände auf den Stockerkogel führt, den man nach 1¼ Stunden erreicht. Darauf folgt ein leichter Abstieg über das Gehöft Kalkschmid in einen Sattel und in ein enges Tal, dann steigt man - teilweise etwas steil - zum Gehöft Magerer an und wandert auf dem breiten Rücken bis zum Gipfel des Plattenbergs und zur Elisabeth-Warte. Gehzeit ab Stockerkogel 1¼ Stunden. Ein paar Minuten ist es dann bis zum Plattenwirt.

Der Rückweg erfolgt auf der Anstiegsroute - diese ist wegen der schönen Aussicht auf das Alpenvorland einer Runde über Kellau und der Bergerhöhe vorzuziehen. Die Gehzeit retour beträgt ebenfalls 2½ Stunden.

Bevorzugt man dennoch eine Runde, braucht man ebenfalls 2½ Stunden bis zum Ausgangspunkt. (Bernd Orfer, DER STANDARD, Album, 27.4.2013)

  • Jetzt entfaltet sich die ganze Pracht der Mostviertler Birnbäume, die in voller Blüte stehen.
    foto: mostviertel tourismus/weinfranz.at

    Jetzt entfaltet sich die ganze Pracht der Mostviertler Birnbäume, die in voller Blüte stehen.

  • Gesamtgehzeit 5 Stunden, Höhendifferenz rund 500 m. Plattenwirt (Montag und Dienstag Ruhetage, Juli und August an Montagen geschlossen, während der Baumblüte durchgehend offen). ÖK25V Blatt 4326-Ost (St. Valentin), Maßstab 1:25.000; Wanderkarte St. Peter in der Au, Maßstab 1:30.000.
Der Schlüssel für die Warte ist gegen eine geringe Gebühr beim nahen Plattenwirt erhältlich, wo man sich auch über den Stand der Baumblüte erkundigen kann (Tel. 07252-30204).
Infos: mostviertel.at
    grafik: der standard

    Gesamtgehzeit 5 Stunden, Höhendifferenz rund 500 m. Plattenwirt (Montag und Dienstag Ruhetage, Juli und August an Montagen geschlossen, während der Baumblüte durchgehend offen). ÖK25V Blatt 4326-Ost (St. Valentin), Maßstab 1:25.000; Wanderkarte St. Peter in der Au, Maßstab 1:30.000.

    Der Schlüssel für die Warte ist gegen eine geringe Gebühr beim nahen Plattenwirt erhältlich, wo man sich auch über den Stand der Baumblüte erkundigen kann (Tel. 07252-30204).

    Infos: mostviertel.at

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