Irans Männer posieren in Frauenkleidern

25. April 2013, 11:40
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Verurteilter Kurde musste als Strafe in Frauenkleidern durch Stadt fahren - Urteil führte zu Social-Media-Protesten

Im Iran löste ein sexistisches Gerichtsurteil eine beispiellose Solidaritätskampagne aus. Ein iranischer Kurde wurde in der Grenzregion zum Irak wegen häuslicher Gewalt verurteilt. Dafür sah der Richter eine ganz besondere Strafe vor: Mitte April musste der Verurteilte traditionelle kurdische Frauenkleider anziehen und wurde in diesem Outfit der Öffentlichkeit vorgeführt.

 Viele Iranerinnen und Iraner riefen daraufhin zu Protesten auf. Neben Straßendemonstrationen wurde vor allem auf Social Media Plattformen der Unmut kundgetan. Auf einer Facebook-Seite mit dem Titel "Eine Frau zu sein, ist nicht beschämend und sollte nicht als Strafe verstanden werden" posteten iranische Männer aus Solidarität Fotos, in denen sie selbst in typischen Frauenkleidern zu sehen sind. (red/derStandard.at, 25.4.2013)

 

  • Cross-Dressing im Iran.
    foto: facebook

    Cross-Dressing im Iran.

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