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Das Prinzip Stromsee

23. September 2013, 11:27
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Mit dem Bezug von Ökostrom sorgen Konsumenten dafür, dass der Anteil von sauberem Strom im gesamten Netz immer größer wird. Im Netz mischt sich Ökostrom wie das Wasser eines Sees mit Strom aus konventioneller Erzeugung.

Stromfluss versus Geldfluss oder "Wohin fließt mein Stromgeld?"

Ihre Entscheidung ist wichtiger, als Sie denken. Je mehr sauberes Wasser in einen See fließt, desto klarer wird er – ähnlich verhält es sich mit der Energieproduktion. Wenn Kunden auf 100 Prozent sauberen Strom umschalten, bleibt der Strom, der aus der Steckdose kommt, zwar physikalisch gleich. Doch mit dem Bezug von konsequent erzeugtem Ökostrom, der den Ausbau erneuerbarer Energiequellen fördert, tragen Konsumenten insgesamt dazu bei, dass die Stromversorgung umweltverträglicher und klimaschonender wird. So wie ein schmutziger See allmählich sauberer wird, je mehr klares Wasser hineinfließt, tragen Kunden mit der Wahl des Stromversorgers dazu bei die Energieproduktion Schritt für Schritt sauberer zu machen.

Aus Sicht der oekostrom AG muss jeder glaubwürdige Ökostrom-Anbieter versuchen, die Energie für seine Kunden zu einem möglichst großen Anteil direkt von unabhängigen Ökostrom-Kraftwerken zu beziehen.

Die Basis für die sichere und zuverlässige Belieferung der Kunden von oekostrom bildet ein ausgewogener Mix von Strom aus zertifizierten österreichischen Wasserkraftwerken. Zusätzlich bringen weitere Betreiber heimischer Ökostromanlagen ihre Produktion in die oekostrom-Bilanzgruppe ein. Im Jahr 2012 wurde der Strom von 14 Windkraftanlagen mit einer Gesamterzeugungsmenge von 15 Mio. kWh (entspricht dem Jahresverbrauch von 5.000 Haushalten) vermarktet. Daneben wurde die Produktion von sechs Biogasanlagen und rund 800 Photovoltaikanlagen in das Portfolio der oekostrom GmbH integriert. Damit bündelt oekostrom die Kapazitäten unabhängiger Ökostromproduzenten und ermöglicht die Marktteilnahme privater Investoren am Strommarkt.

Der Konsument entscheidet über die Art der Stromgewinnung.

Mit den mittlerweile nachvollziehbaren Informationen zur Stromherkunft hat der österreichische Stromkonsument tatsächlich die Möglichkeit die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Durch die Wahl des Stromanbieters bestimmt allein der Kunde, welcher Energieversorger seinen Strom mit welchen Kraftwerken erzeugen soll, und hat damit auch die Möglichkeit zu entscheiden, welche Art der Stromerzeugung in Zukunft unterstützt und zur Marktreife geführt wird. Das heißt aber auch: Wer sich nicht um die Herkunft seines Stromes kümmert, ist weiterhin dafür, dass fossile und hoch subventionierte Atomkraftwerke schmutzige und vor allem risikoreiche Energie erzeugen und die sauberen und unendlich verfügbaren Quellen wie Sonne, Wind und Wasser nicht in dem Umfang ausgeschöpft werden können, der möglich und vor allem zukunftsfähig ist.


Wohin fließt das Geld für die Bezahlung meiner Stromrechnung?

Ein Vergleich zwischen "Zertifikatsstrom" und oekostrom®

Eine Berechnung für grünen Strom, der mit Zertifikaten sauber gewaschen wird.

Ein Haushalt in Wien bezahlt bei 3000kWh Jahresstromverbrauch rund 600 EUR im Jahr. Davon werden rund € 200 für Steuern, Abgaben und die USt. ausgegeben. Weitere € 150 werden für den Transport über die Stromnetze bezahlt. Die übrigen € 250 (entspricht 8,33 ct pro kWh bei einem Verbrauch von 3.000 kWh) werden für die reinen Energiekosten an den Energielieferanten bezahlt. Der Energielieferant wiederum kauft um rund € 200 die Energie und deckt mit den restlichen € 50  seine Kosten für Wechsel / Abrechnung und sonstige Sach- und Personalkosten.

Wenn der Energielieferant nun diese Energie an der Börse einkauft, so bezahlt er rund € 196 an der Börse direkt und rund € 4 für die Zertifikatskosten (z.B. RECS-Zertifikate aus Norwegen).  Entsprechend dem Strommix an der Börse*) fließen von den € 196 rund € 47 an Kraftwerke, die erneuerbare Energie erzeugen, und rund € 149 an Kraftwerke, die den Strom thermisch oder nuklear erzeugen.

Fazit: Von € 600 Gesamtkosten landen € 47 plus € 4 für Zertifikate bei guten Kraftwerken und rund € 150 bei schlechten Kraftwerken.

oekostrom®-Bezug

Beim Bezug von oekostrom® hingegen werden die gesamten € 200 für die Energiekosten verwendet, um Strom aus sauberen österreichischen Ökostromkraftwerken – Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerken und Biomasseanlagen – zu beziehen und damit die erneuerbare Energiewende entscheidend voranzutreiben.

Fazit: Beim Bezug von oekostrom® landen von € 600 Gesamtkosten € 200 ausschließlich bei Kraftwerken, die auf Basis erneuerbarer Energiequellen Strom produzieren.

ENTSO-E-Mix 2010

  • 16,94 % Wasserkraft
  • 48,92 % fossile Energieträger
  • 26,61 % nukleare Energie
  • 7,21 % sonstige erneuerbare Energie und
  • 0,32 % andere sonstige Primärenergieträger

Info-PDF "Der österreichische Stromsee" zum Download.


*) Kann für eine bestimmte Strommenge kein Nachweis erbracht werden, handelt es sich um "Strom unbekannter Herkunft – ENTSO-E-Mix". Das ist der Durchschnittswert der Stromerzeugung im internationalen ENTSO-E-Verbund der Übertragungsnetzbetreiber, der die meisten Länder Europas umfasst. Dieser ENTSO-E-Mix taucht vor allem in jüngster Zeit im Zuge der Atomstromdebatte häufig auf – und zwar im Zusammenhang mit dem nach Österreich importierten Strom.

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