Mahnsteine im Mühlviertler Boden

24. April 2013, 19:05
13 Postings

Vier "Stolpersteine" erinnern an den jüdischen Kaufmann Hans Baumann und dessen Familie

Linz – Mit goldenen Messingplatten, in die Namen und Da­ten von Naziopfern eingraviert sind, erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig seit 1996 an die Verfolgung und Ermordung von Juden, Roma und Sinti, Kommunisten und Homosexuellen während der NS-Zeit. Seit vergangenem Sonntag erinnern vier "Stolpersteine"  im oberösterreichischen Aigen im Mühlkreis an den jüdischen Kaufmann Hans Baumann und dessen Familie.

Im November 1938 hatten Mitbürger seine Verhaftung und seine Deportation in das KZ ­Dachau betrieben. Mit dem ersten Judentransport Adolf Eichmanns im Herbst 1939 wurde Baumann, der einzige in Aigen lebende Jude, nach Nisko in Po­len deportiert. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten starb der Kaufmann 1941 im russischen Archangelsk an Erschöpfung. Seine Eltern Isidor und Elisabeth Baumann sowie sein Bruder Karl wurden im Konzentrationslager ermordet.

Die Steine wider das Vergessen wurden in den Gehsteig vor dem ehemaligen Wohnhaus der Opfer in Aigen eingelegt. (mro/DER STANDARD, 25.4.2013)

  • Stilles Gedenken an die Fa­mi­lie Baumann. 
    foto: demnig

    Stilles Gedenken an die Fa­mi­lie Baumann. 

Share if you care.