Was Menschen an fiktiven Lebewesen fasziniert

25. April 2013, 17:53
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Der Furahan-Blog listet zum fünfjährigen Jubiläum seine beliebtesten Themen auf - mit Sondererwähnung von derStandard.at

Diese Woche feierte der Blog "Furahan Biology And Allied Matters" des niederländischen Wissenschafters Gert van Dijk alias Sigmund Nastrazzurro sein fünfjähriges Jubiläum. Dessen Themengebiet ist die Spekulative Biologie, also die Beschäftigung mit Lebensformen, die es zwar nicht gibt, die aber nichtsdestotrotz wissenschaftlichen Ansprüchen genügen müssen; kurz: die es theoretisch geben könnte.

Der Name stammt vom fiktiven Planeten Furaha, für den Nastrazzurro ein komplexes Ökosystem entworfen hat - ein ähnliches Unterfangen wie das einstige Epona-Projekt oder die verschiedenen "alternativen Evolutionen" des schottischen Geologen und Autors Dougal Dixon. In seinem Blog stellt Nastrazzurro aber nicht nur seine Welt Furaha vor, sondern befasst sich immer wieder auch mit fiktiven Ökosystemen, die andere ersonnen haben ... und klopft sie auf ihre Plausibilität ab.

Die Tiere dieser Welt ... und vieler anderer

Zum Jubiläum hält der Furahan-Blog Rückschau auf die beliebtesten Beiträge der vergangenen fünf Jahre. Eine gute Gelegenheit, sich aus dem über die Jahre groß gewordenenen Angebot noch einmal einige frischverlinkte Highlights herauszupicken. Dreimal haben wir aus unserem Klicktipp-Blog, der zeitgleich sein zweijähriges Jubiläum gefeiert hat, auf diese Seite verlinkt - und alle drei Beiträge finden sich unter den Furahanschen Top Ten wieder: "Für lebende Ballons gilt "'Bigger is better'", "Wie ein Thoat mit seinen acht Beinen zurecht kommen würde" und die unangefochtene Nummer 1: "Warum die Sandwürmer von 'Dune' Science Fiction bleiben".

... kein Wunder, dass derStandard.at als einer der drei Hauptaufmerksamkeitsfaktoren aufgelistet wird. Dazu kommen als zweiter themenbezogene Suchbegriffe wie "Spekulative Biologie" und als dritter ein Effekt, den wir auch von den Klicktipps her sehr gut kennen: Die wissenschaftliche Betrachtung popkultureller Werke stößt regelmäßig auf große Aufmerksamkeit. Bei uns waren dies unter anderem "Star Wars", "Batman", "Thor" oder "2012" - bei Nastrazzurro etwa Betrachtungen zu "Avatar" oder dem Bestiarium der optisch umwerfenden Steampunkwelt von Dr. Grordbort; letztere wäre schon wieder einen Klicktipp für sich wert (hier der Link zur Website).

Wichtig ist bei Querverweisen auf die Popkultur nicht zuletzt zeitnahe Behandlung - oder wer weiß angesichts des (eigentlich unverdienten) Flops von "John Carter" heute noch, was ein "Thoat" überhaupt ist? Hier kann man seine Erinnerungen auffrischen und jede Menge Neues entdecken:

--> Furahan Biology And Allied Matters: "Five Years On"

P.S.: Derzeit versucht Nastrazzurro sein Worldbuilding-Projekt endlich in Buchform zu gießen und ist auf Verlagssuche. Wir wünschen dazu viel Glück - andernfalls böte sich der Titel eines wieder ganz anderen Blogs als Tipp an: Crowdfund this! (red, derStandard.at, 27. 4. 2013)

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