"New York Times" holt Videos vor die Paywall

24. April 2013, 12:11
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Videostrategie setzt auf höhere Werbegelder und den Aufbau von Journalisten als Videobrands

Die "New York Times" hat am Dienstag bekannt gegeben, dass ihre Redaktionsvideos künftig unabhängig vom Abonenntenstatus frei zugänglich sind. Noch bis letzte Woche wurde das Abspielen eines Clips als gelesener Artikel gezählt, nach zehn gratis Zugriffen auf "NYT"-Content stieß der Nutzer auf eine Bezahlschranke.

Laut paidcontent.org ist der Schritt Teil einer Videostrategie, um mehr Werbegelder für Videos zu lukrieren und ein Franchise-System rund um einzelne Autoren und ihre Kolumnen aufzubauen. Als zusätzliche Motivation äußerte Executive Vice President Denise Warren die Tatsache, dass die Videos ohnehin schon über Hulu und Youtube-Kanäle frei zugänglich waren.

Video-Werbeeinnahmen höher

Derzeit produziert die "NYT" rund sechzig Videos pro Monat und die Zugriffsraten steigen kontinuierlich an. Videos werden in der schwer angeschlagenen Nachrichtenbranche derzeit als Licht am Horizont gesehen, weil die dortigen Werbeschaltungen weitaus mehr einbringen als in jedem Textumfeld.

Für die Weiterentwicklung des Programms wurde im Februar Rebecca Howard von der Huffington Post abgeworben und als General Manger of Video Production eingesetzt. Ihr zur Seite steht, ebenfalls frisch besetzt, Rick Berke als Senior Editor und Director of Video Content Development. (red, derStandard.at, 24.4.2013)

  • Videos für alle: Seit Dienstag gibt es keine View-Begrenzung mehr auf der Videoseite der "New York Times".
    foto: screenshot nytimes.com

    Videos für alle: Seit Dienstag gibt es keine View-Begrenzung mehr auf der Videoseite der "New York Times".

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