Subaru Outback: Stufenlos mit sieben Stufen

24. April 2013, 10:39
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Der Kombi mit dem Faible für unbefestigte Straßen bekommt ein Facelift und ein CVT-Getriebe

Beschleunigen. Schalten (oder schalten lassen). Geht ruck, zuck wie bei einem Doppelkupplungsgetriebe. Gangwechsel in weniger als 100 Millisekunden, sagt der Hersteller. Ganz ohne nerviges Gummiband-Feeling und Nähmaschinen-Akustik. Ja, im Getriebebau macht sich der technische Fortschritt in jüngster Zeit besonders eindrucksvoll bemerkbar. Und ja, das hat Subaru fein hingekriegt.

Der kleine japanische Allradspezialist tut was für seine europäische Klientel und bietet mit dem (ziemlich dezent ausgefallenen) Facelift den Outback in Boxer-Diesel-Motorisierung nun auch mit VCT-Automatik an. Winken Sie noch nicht ab, von den bauartbedingten Nachteilen ist tastsächlich relativ wenig zu merken, davon konnten wir uns auf einer ersten Ausfahrt überzeugen, siehe oben.

Reiz des stufenlosen Getriebes

Getriebe baut Subaru selbst, dieses hier haben sie Lineartronic genannt und extra auf das üppige Drehmoment des 2,0-Liter-Boxer-Diesels hingetrimmt, immerhin hat man es da mit 350 Nm zu tun, und dann haben die was getan, was zwar keineswegs neu ist, hier aber eben auf neuestem Stand der technischen Möglichkeiten: Stufenbau.

CVT ist bekanntlich die Abkürzung des neujapanischen Begriffs Continuously Variable Transmission, was nix anders bedeutet als stufenloses Getriebe. Dem wurden sieben Stufen anerzogen, simulierte, die Rede ist also eigentlich von einer Contradictio in Adjecto: stufenlos mit sieben Stufen.

Man kann nun das Ding selbst walten lassen und beobachten, ob die (wie gesagt simulierten) Schaltstufen zufriedenstellend angewählt werden - oder manuell zur Abhilfe greifen, indem man den Schalthebel im Fahrtmodus nach links schlenzt und dort rauf und runter tippt; man kann das aber auch direkt am Lenkrad erledigen, über die Schaltwippen.

Überlegenswerte Alternative

Insgesamt ist die Lineartronic eine überlegenswerte Alternative zur klassischen Handschaltung, der Mehrverbrauch hält sich in Grenzen (Normverbrauch 6,3 statt 5,9 l / 100 km), und weil die Fahrwerkler auch nochmal im Detail nachjustiert haben, ist von der neuen Gewichtsverteilung kaum was zu merken: Der Outback bleibt auch mit CVT ein angenehm komfortables Allrad-Multitalent. Kosten tut der CVT-Outback ab 42.490 €, das sind 2500 € mehr als bei der Version mit Handschaltung.

Weniger verständlich ist hingegen, dass Subaru sich darüber bedeckt hält, ob und wo und wann das CVT in der Modellpalette weitergereicht wird. (Andreas Stockinger, DER STANDARD, 19.4.2013)

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Subaru

  • Der Outback in seiner ganzen Pracht.
    foto: der standard/stockinger

    Der Outback in seiner ganzen Pracht.

  • Der Schalthebel verweist auf eine gelungene CVT-Automatik.
    foto: der standard/stockinger

    Der Schalthebel verweist auf eine gelungene CVT-Automatik.

  • Üppig das Drehmoment des 2-Liter-Boxermotors: 350 Newtonmeter.
    foto: der standard/stockinger

    Üppig das Drehmoment des 2-Liter-Boxermotors: 350 Newtonmeter.

  • Komfort ist beim Subaru Outback das zentrale aber nicht einzige Thema.
    foto: der standard/stockinger

    Komfort ist beim Subaru Outback das zentrale aber nicht einzige Thema.

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