Flugpassagiere wollen sich nicht wiegen lassen

2. Mai 2013, 14:19
202 Postings

Die Vorstellung, für die Ermittlung des Flugticketspreises, öffentlich gewogen zu werden gefällt den meisten befragten Amerikanern gar nicht

Die Menschen werden immer dicker, das Kerosin immer teurer, die Flugzeuge immer voller und die Fluggesellschaften sind auf der Suche nach Möglichkeiten, trotzdem wirtschaftlich zu arbeiten. Eine Möglichkeit bietet die Preisgestaltung bei den Flugtickets.

Das internationale Meinungsforschungsinstitut YouGov hat US-Amerikaner dazu befragt, ob sie sich zur Ermittlung des Flugpreises öffentlich wiegen lassen würde. Ausschlaggebend dafür war ein neues System des Flugticket-Verkaufs von Samoa Air, wo der Preis für das Ticket vom Gesamtgewicht von Passagier und Gepäck abhängig ist.

Mehrheit gegen öffentliches Wiegen

Die Mehrheit der Amerikaner, nämlich 59 Prozent, zeigen sich von der Idee, ihr Körpergewicht und das Gewicht des Gepäcks als Maßeinheit für den Ticketpreis heran zu ziehen, wenig begeistert. 35 Prozent sind sogar strikt gegen eine derartige Preisermittlung. 63 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass Passagiere, die in einem herkömmlichen Flugzeugsitz keinen Platz haben, dazu verpflichtet werden sollten, einen zweiten dazu zu kaufen.

Unabhängig von ihrem Gewicht, haben 40 Prozent der Befragten grundsätzlich kein Problem damit, öffentlich gewogen zu werden. 42 Prozent würden sich durch ein derartiges Prozedere gestört fühlen, 17 Prozent sind unentschlossen.

15 Prozent der übergewichtigen Befragten würden sich durch öffentliches Wiegen nicht gestört fühlen. Das gleiche gilt für 25 Prozent der Menschen mit normalem oder geringerem Gewicht. Während 23 Prozent der Übergewichtigen öffentliches Wiegen als unangenehm empfinden würden, würden sich 19 Prozent der Normalgewichtigen dadurch gestört fühlen. (red, derStandard.at, 2.5.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Wiegen in der Öffentlichkeit eines Flughafens kommt bei den wenigsten wirklich gut an.

Share if you care.