88 Millionen mehr für Forschung

22. April 2013, 16:39
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FFG kann heuer 587 Millionen Euro verforschen lassen

Wien - Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG sieht nach der Krise wieder eine steigende Investitionsdynamik der Unternehmen bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E). Auch die FFG "nimmt wieder Fahrt auf", betonte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner am Montag in einer Pressekonferenz. Mit 427 Millionen Euro habe die Wirtschaft 2012 ein neues Rekordvolumen an Förderungen abgeholt (2011 waren es 405 Mio.). Die vertraglichen Zusagen an Fördernehmer stiegen 2012 von 472 auf 482 Mio. Euro.

Heuer stehen für neue Initiativen 587 Mio. Euro zur Verfügung, das sind um 88 Millionen mehr als 2012. Sie gehen primär ins Comet-Programm, also neue K1-Kompetenzzentren.

Dass die gesamten Forschungsausgaben in Österreich heuer im privaten Sektor um rund 150 Mio. Euro steigen werden und um hundert Millionen bei der öffentlichen Hand, gilt FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth-Stadelhuber als Beweis, "dass der Hebel zwischen öffentlichem und privatem Sektor punktgenau funktioniert". Die FFG will mit öffentlichen Geldern so stark "motivieren, dass die Unternehmensausgaben steigen". Dabei ist vor allem die Wirtschaft gefordert, gibt es zwischen privaten und öffentlichen F&E-Aufwendungen doch eine notorische Schieflage. Mit 59 zu 41 Prozent ist die betriebliche Forschung von den angestrebten zwei Dritteln jedoch noch weit weg. Die Kosten der bei FFG beantragten Projekte betrugen im Schnitt 1,81 Mrd. Euro, davon wurde rund ein Fünftel (378 Mio. Euro) tatsächlich gefördert. (APA, red, DER STANDARD, 23.4.2013)

 

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