Palavern und eine Kindesentführung am Kölner "Tatort": Top oder Flop?

Ansichtssache21. April 2013, 20:13
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Max Ballauf und Freddy Schenk ermittelten am Sonntag in "Trautes Heim" - Hat's gefallen?

foto: orf/ard/uwe stratmann

"Trautes Heim" heißt die neue Ausgabe des Kölner "Tatorts", es ermitteln die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), assistiert von Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt).

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Ein Achtjähriger wird entführt, auf der Flucht vom Tatort tötet der Kidnapper gleich auch noch den einzigen Zeugen. Ballauf und Schenk stehen vor einem Rätsel. Warum wurde Lukas verschleppt? Er kommt aus einer intakten Familie, die in einfachen Verhältnissen lebt. Erpressung scheint also weniger wahrscheinlich, aber vielleicht eine Sexualstraftat?

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Da werden im komplett ausgebrannten Tatfahrzeug die Überreste von Lukas' Handy sichergestellt. Registriert wurde das Kinderhandy allerdings nicht auf Lukas, sondern auf den etwas älteren Buben Hugo Junghanns. Doch Hugo und seine Mutter Ruth haben noch nie etwas von Lukas Schäfer gehört. Dann melden sie die Entführer wieder.

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"Starke Darsteller in einer starken Story - nur mit dem Witz und beim Tempo hapert's", schreibt "Spiegel Online" in seiner Vorabkritik über den "Tatort". Lohnt sich das Einschalten? "Ja, irgendwie schon. Starke Geschichte, leider wurde bei der Dramaturgie ein wenig auf die Bremse gedrückt."

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Weniger positiv fällt das Resümee der "Frankfurter Allgemeinen" aus: "Mäßig spannend führt sich dieser 'Tatort' auf. Statt Action ist des Palaverns kein Ende. Dass der von den Kommissaren ins Visier genommene Besitzer des Wagens kein Schwerkrimineller sein kann, ist gleich klar. Ballauf und Schenk ermitteln sich mit erprobter In-der-Ruhe-liegt-die Kraft-Haltung dem Ende entgegen. Ein Ärgernis ist das Drehbuch (Frank Koopmann und Roland Heep, Bearbeitung: Benjamin Henssler), das die Motivlage der Hauptfiguren und allerhand Unwahrscheinlichkeiten nur unzureichend zu verknüpfen weiß."

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Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt: "In diesem 'Tatort' sprechen zwei Kommissare, die sehr lange schon im Dienst sind. Wie die Routiniers aus München, bei denen allerdings dürfen oft auch - modernes Fernsehen! - die Bilder sprechen. In dem Zusammenhang ein kurzes Déjà-vu: Bei den Kölnern öffnet Alma Leiberg, als junge Mutter, mit verhangenem Blick die Haustür. Hat sie vor ein paar Wochen bei den Münchnern genauso verhangen gemacht, allerdings war ihr Gesicht da noch spektakulär zerschlagen. Inzwischen ist alles verheilt."

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