Foxconn-Deal: Microsoft verdient an jedem zweiten Android-Gerät

17. April 2013, 12:32
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Lizenzabkommen mit Foxconn spült weitere Einnahmen herein

Im Rahmen seiner Bemühungen um die Eintreibung von Lizenzgebühren für Android-Geräte, ist Microsoft ein großer Fisch ins Netz gegangen.

Deal bringt Lizenzgebühren von Foxconn

Die Redmonder, so eine aktuelle Pressemitteilung, haben einen entsprechenden Deal mit Hon Hai Precision Industries unterzeichnet. Dabei handelt es sich um die Muttergesellschaft des Fertigers Foxconn, über dessen Fließbänder 40 Prozent er weltweit ausgelieferten Consumer Electronics Devices laufen. Neben Apple-Produkten stammen auch Amazons Kindle-Tablets oder Smartphones von Acer aus den in China stationierten Fabriken.

Für Android und ChromeOS

Die Abmachung gilt sowohl für Android-Geräte – inklusive Smartphones, Tablets und Fernseher - als auch für Hardware, auf der ChromeOS läuft. Die Systeme sollen Microsoft-Patente verletzen, mit den Lizenzzahlungen entgeht Foxconn etwaigen Klagen. Details zum Deal, etwa über die Höhe der entrichteten Zahlungen, wurden nicht genannt. Ähnliche Abkommen hat Microsoft laut ArsTechnica auch schon mit LG, HTC und Samsung geschlossen. Auch diverse Fertiger, etwa Pegatron oder Compal, haben schon unterzeichnet.

Mit der Aufnahme von Foxconn in das Lizenzierungsprogramm fließt nun für mehr als 50 Prozent aller hergestellten Geräte mit Android ein Obulus nach Redmond. Ist ein Produkt doppelt betroffen, da sowohl der Fertiger (ODM), als auch der Hersteller (OEM) einen Deal mit Microsoft geschlossen haben, machen sich die beiden Firmen untereinander aus, wer die Abgabe leistet.

Motorola wehrt sich weiter

Insgesamt dürfte für Microsoft, das mit Windows Phone nach wie vor um Anschluss ringt, ein hübsches Sümmchen herausspringen. 2011 waren sogar Berichte aufgetaucht, laut denen das Unternehmen durch die Lizenzdeals mehr Einnahmen mit Android lukriert, als durch sein eigenes, mobiles Betriebssystem.

Insbesondere manche Hersteller wehren sich noch vehement dagegen, ein Lizenzabkommen mit Microsoft zu unterzeichnen. Wenig überraschend findet sich unter den "Rebellen" auch Motorola Mobility, das vor rund einem Jahr von Google übernommen wurde. (red, derStandard.at, 17.04.2013)

  • Microsoft nascht immer mehr am Android-Kuchen mit.
    foto: derstandard.at

    Microsoft nascht immer mehr am Android-Kuchen mit.

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