Mitreden bei Europas Wissenschaft

17. April 2013, 08:36
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Start einer EU-Initiative, um die Wünsche der Bevölkerung besser zu berücksichtigen

Wie viel Geld im nächsten EU-Budget für Wissenschaft vorhanden sein wird, ist immer noch nicht ganz klar. Wie es im Moment aussieht, wird Horizon 2020 (oder deutsch: Horizont 2020) - so der Name des neuen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation - mit knapp 70 Milliarden Euro (und nicht den gewünschten 80 Milliarden) für die Jahre 2014 bis 2020 auskommen müssen.

Abgesehen davon soll mit diesem Programm eine ganze Menge anders gemacht werden als bei den bisherigen: "Mehr Forschung, weniger Bürokratie" lautet eine der Botschaften, die Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Wissenschaft und Forschung ausgegeben hat. Es soll mit Horizont 2020 aber auch zu einer stärkeren Einbindung der Bevölkerung kommen. Schließlich geht es darum, wie Wissenschaft und Technologie künftig unser aller Leben verbessern können.

Aus diesem Grund startet die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Organisation Atomium Culture und Tageszeitungen wie El País, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem STANDARD ein Pilotprojekt, um Möglichkeiten auszuloten, wie die Medien Bürger im Rahmen eines Dialogs an der Diskussion wissenschaftlicher Themen beteiligen können, um so die Mitbestimmung bei der Wissenschaftspolitik zu fördern. Bei dieser Umfrage geht es nicht um abstrakte Probleme, sondern um ganz handfeste Themen: etwa, wie der Anteil der Frauen in der Forschung erhöht werden kann. Den Anfang der jeweils einwöchigen Umfragen plus Diskussionsformen macht der Naturwissenschafts- und Mathematikunterricht - und wie er verbessert werden kann. Gerade in dem Bereich scheint Europa im internationalen Vergleich Probleme zu haben.

Die Ergebnisse dieser neuen Initiative werden der Europäischen Kommission vorgelegt und unterstützen die Vorbereitung der Themen des ersten Aufrufs von Horizont 2020. (tasch, DER STANDARD, 17.04.2013)

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