Museum tanzt asiatisch

16. April 2013, 10:42
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Mit der Ausstellung "Getanzte Schöpfung. Asien zwischen den Welten" stellt sich das Völkerkundemuseum als Weltmuseum vor

Wien - Mit der Eröffnung der Ausstellung Getanzte Schöpfung. Asien zwischen den Welten stellt sich das ehemalige Völkerkundemuseum am Dienstag (19.00) als nunmehriges Weltmuseum Wien vor. Zu der zusammen mit Künstlern erarbeiteten Schau wird ein Begleitprogramm geboten. Im Sommer ist darüber hinaus ein Tanzschwerpunkt geplant, der in Zusammenarbeit mit dem Festival Impulstanz entsteht.

Die von Jani Kuhnt-Saptodewo und Bettina Zorn mit unter anderen dem in Wien lebenden japanischen Choreografen Michikazu Matsune und dem renommierten thailändischen Khon-Tänzer Pichet Klunchun kuratierte Ausstellung führt tief in die Welt der asiatischen Kulturen. Der Tanz diente und dient dort als Kommunikationsform zwischen Menschen und Göttern. Um dies lebendig zu vermitteln, werden bei Getanzte Schöpfung Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden.

Zu sehen sind daher neben prächtigen historischen Tanzgewändern aus Burma, Indien und Bali etwa auch neu interpretierte Kostüme und Masken des klassischen thailändischen Khon-Tanzes, die Pichet Klunchun zur Verfügung gestellt hat. Weiters sind Bronzefiguren tanzender nepalesischer Yoginis, Marionetten aus Nepal, Artefakte, den kambodschanischen Apsara dokumentieren, mongolische Tsam-Tanz-Figuren, Fächer und Instrumente zu bewundern - aber auch überraschende Exponate, die mit Choreografen und Tänzern der Gegenwart in Zusammenhang stehen.

Auf interaktive Vermittlung wird besonderer Wert gelegt. Daher bietet das Museum jede Woche Spezialführungen, Vorträge und Workshops an. Pfingsten wird mit "Indian Dance Days" begangen, und Anfang Juni gibt es ein K-Pop-Event, also koreanische Popmusik, mit einem Tanzcontest.

Im Juli und August heißt es dann mit Impulstanz: "Occupy The Museum". Bei diesem Format werden in einer Kuratierung von Ong Keng Sen und Michael Stolhofer mehr als fünfzehn zeitgenössische Tanzkünstler, darunter Padmini Chettur, Jérôme Bel, Pichet Klunchun, Clara Furey und David Hernandez, auftreten und auch jene Museumsräume erschließen, die man nicht jeden Tag betreten kann. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 16.4.2013)

Bis 30.9.

  • Shiva, einer der Götter des Hinduismus, tanzt nun auch im Weltmuseum Wien.
    foto: kunsthistorisches museum

    Shiva, einer der Götter des Hinduismus, tanzt nun auch im Weltmuseum Wien.

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