Google veröffentlicht Spezifikationen, App und API für "Glass"

16. April 2013, 09:25
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16 GB Speicherplatz, 5 Megapixel-Kamera - Auslieferung beginnt - Keine Werbung erlaubt

Lange hat sich Google in Fragen seines "Project Glass" äußerst zurückhaltend gegeben, nun gibt es gleich einen ganzen Reigen an neuen Informationen. Kurz vor der Auslieferung der ersten Exemplare der "Explorer Edition" wurden nun sowohl Spezifikationen ausgeplaudert, als auch das zugehörige API veröffentlicht und eine "Companion App" freigegeben.

Eckdaten

So kann "Glass" mit 16 GB lokalem Speicherplatz aufwarten, von dem 12 GByte auch wirklich frei verfügbar sind. Die Anzeige der Informationen erfolgt in einer Auflösung von 640x360 Pixel. Google betont dabei, dass dies einem 25-Zoll HD-Bildschirm aus einer Entfernung von zweieinhalb Metern entspricht.

Eckdaten

Die eingebaute Kamera kann mit 5 Megapixel aufwarten, die Aufnahme von Videos in 720p ist ebenfalls möglich. Audio wird - wie vorab bereits von Google ausgeplaudert - über Vibrationen an den Schädelknochen weitergegeben. Zum Aufladen ist ein Micro-USB-Kabel in "Glass" integriert, eine Ladung soll rund einen Tag durchhalten. Zur Kommunikation nach außen nutzt Glass entweder Bluetooth oder 802.11 b/g.

App

Passend dazu wurde eine "MyGlass"-App veröffentlicht, die die Kommunikation auf Seiten des eigenen Smartphones übernimmt. Diese setzt Android 4.0.3 voraus und ermöglicht Glass weitere Funktionen wie GPS oder SMS, zudem läuft über diesen Weg typischerweise die Datenübertragung. Ebenfalls neu ist eine eigene Setup-Web-Seite für neue Google-Glass-NutzerInnen. Wer bislang nicht im Kreise der Auserwählten für die "Explorer Edition" ist, kann damit freilich ebenso wenig anfangen wie mit der App.

Keine Werbung

Parallel dazu hat Google die erste Version der API-Dokumentation für Glass veröffentlicht, die EntwicklerInnen die nötigen Informationen zur Erstellung eigener Apps an die Hand gibt. Die damit einhergehenden Nutzungsbedingungen offenbaren dabei so manch interessantes Detail: So untersagt Google darin die Darstellung von Werbeeinschaltungen vollständig.  Auch die Einhebung von Nutzungsgebühren ist zumindest derzeit untersagt - was sich in den kommenden Monaten natürlich noch ändern könnte.

"Apps"

Im Vergleich zu gängigen Android-Apps ist die Auslieferung hier - wie schon im Rahmen der SXSW vor einigen Wochen verraten - stark kontrolliert. Alle "Apps" dienen lokal lediglich zur Autorisierung des Zugriffs auf die Glass Timeline, die eigentliche Client-Software landet auf den Servern von Google. Mittels JSON Objekten und HTTP-Anfragen können dann Texte, Bilder und Co. in die Timeline gepusht werden.

Produktion

Die "Explorer Edition" könnte bereits in den kommenden Tagen bei den auserwählten NutzerInnen landen, verkündet Google doch auch, dass man gerade die ersten Exemplare aus dem aktuellen Produktionslauf erhalten habe. An die Teilnahme am Pre-Release-Programm hat Google zahlreiche Bedingungen geknüpft, so ist es etwa untersagt, "Glass" an Dritte weiterzugeben. Google behält sich dabei sogar vor, "Glass" bei Zuwiderhandeln von Außen zu deaktivieren. Ein erstes Modell für den Consumer-Markt soll noch vor Ende des Jahres veröffentlicht werden. (apo, derStandard.at, 16.04.13)

  • Google Glass wird schon bald in der Explorer Edition an die ersten NutzerInnen ausgeliefert.
    foto: google

    Google Glass wird schon bald in der Explorer Edition an die ersten NutzerInnen ausgeliefert.

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