Totenfeier

12. April 2013, 17:48
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"Besser geht's nicht! Das klingt nach Titel!" - Eine Reporterin auf dem Weg nach Kardschali in Bulgarien, auf der Suche nach einem verstorbenen Jahrhundertmann

"Schon mal einen Hundertjährigen begraben?" So fragt der Chef in die Runde. Pepa blickt von ihrem schaumigen Cappuccino auf. "Ich war noch nie auf einer Beerdigung."

"Ist das denn die Möglichkeit", der Chef grinst breit, "dabei sterben die Leute am laufendem Band." Pepa schlürft einen Schluck, lässt die Sache auf sich zukommen.

"Jahrhundertwende, Jahrtausendwende. Zeitenwende. Hundert Jahre, auf einmal vorbei und ... begraben."

Pepa nickt in unverbindlicher Zustimmung.

"Freiwillige gesucht."

"Für eine Beerdigung?"

"Keiner? Habt euch doch nicht so. Wer von euch reist am liebsten?" Der Chef hält einen Prospekt hoch – Sand, Sonne, das Blau des sanftesten Meeres: Healing Hopes –, er schwenkt das verführerische Foto wie eine Fahne.

Genau das Richtige für sie. Ein Traumauftrag. Das Lächeln auf ihrem Gesicht fliegt mit. Der Chef strahlt, Pepa strahlt, alle am Konferenztisch strahlen, die merkwürdige Anspielung auf Begräbnisse von Greisen ist aus dem Sinn.

"Das verspricht einiges."

Oasen der Magie in einer durch und durch rationalisierten Welt. Das muss man dem Chef schon lassen, der Mann hat einen Riecher.

"Eine neue Heilmethode?"

"Nichts da, tiefste Provinz, jenseits von Heilung, na ja, was weiß ich, selber rausfinden."

Pepa ist verwirrt.

"Provinz? Die Ferne ist nie Provinz."

"So fern ist Kardschali nun auch wieder nicht."

"Kardschali?"

Kardschali ist sehr weit von den Malediven entfernt. Sie vernimmt Lachen am Tisch, auf ihre Kosten.

"Morgen wird dort einer verbuddelt, 1900 geboren, 2000 gestorben, ein rundum rundes Leben. Hundert Jahre alt, auf die Minute genau, überpünktlich, das ganze Jahrhundert mitgenommen. Früher war er ein Big Shot, dann ein kleines Licht, und dazwischen hat er alles mitgenommen, was unsereiner Geschichte nennt. Besser geht's nicht. Unser Jahrhundertmann! Das klingt nach Titel, notier dir das schon mal."

Sie fühlt sich wie von einer schielenden Katze angepinkelt. So was von hinterhältig. Dabei hat sie die letzten Aufträge mit Bravour gemeistert, intensiv recherchiert, beschwingt geschrieben: Ayurveda – zwei Wochen Kur, Dubai – drei Tage Shopping-Festival. Und nun soll sie nach Kardschali, wo es nichts gibt außer Türken und Zigeunern und Eseln, auf der Liste der Unorte die Nummer eins, noch vor Pernik und Sliwen.

Niemand fährt freiwillig nach Kardschali. Reporterin at large bei einem Blatt, das die Frauenherzen bewegt, ein Star der Szene, attraktiv wie keine andere, und gerade sie soll über einen toten Greis in einem Kaff am Arsch des Landes schreiben? Das wird sie sich nicht gefallen lassen. Der Chef ist zum nächsten TOP übergegangen.

Der Zug ist eine Zumutung, die  abgewetzten Sitze und der ungepflegte Hinterwäldler ihr gegenüber, der die Schuhe ausgezogen hat. Wie sehr sie es bereut, den Führerschein nicht gemacht zu haben. Limousine mit Chauffeur zur Abifeier oder Führerschein, das hatte ihr der Vater angeboten, leider nur das eine oder das andere, der Geizkragen. Sie hat sich ausgerechnet, dass sie stets jemanden finden würde, der sie her umkutschiert. Ihren kleinlichen Chef hatte sie nicht auf der Rechnung gehabt.

In der thrakischen Ebene platzt der Himmel auf. Regen schmiert ans Fenster. Dicke Tropfen stauen sich am Rand des Glases. Ein pickliger Jugendlicher schlurft vorbei und verkauft Tee, der so schmeckt, als habe man Pu-Erh durch die  stinkigen Socken des Gegenübers geseiht. Abgeholt wird sie am Bahnhof in Kardschali von einem jungen Mann, der unterernährt wirkt und von ihr schwer beeindruckt ist, so wie er herumdruckst. In Stößen presst er her aus, dass sie gleich zur Toten wache fahren müssten, die dauere schon Stunden. Er werde sich dann leider verabschieden müssen, wegen eines anderen Auftrags.

Von dem Fotografen aus Stara Zagora keine Spur. Sie zückt ihr Handy, beschimpft seine Mailbox und hinterlässt die Adresse des Verstorbenen. Zurück in Sofia wird sie erfahren, dass er von der Dispo fälschlicherweise zu einem traditionellen Pferderennen nach Konarsko geschickt wurde.

Ein altes Haus in einem besonders heruntergekommenen Viertel, ein bakterieller Zoo. Ein schummriger Treppenaufgang, daneben eine offene Tür, in einen dunklen Raum hinein, in dem sich niemand bewegt außer zwei älteren Frauen, die einen nackten Körper mit  Essigwasser waschen. So etwas machen sie nur in Kardschali vor aller Augen. Ihre  erste Leiche, auf einem Stuhl daneben eine Frau mit zerknittertem Gesicht. Sie nähert sich einem der vielen Alten, die steif entlang den Wänden herumstehen und stellt eine erste unverfängliche Frage. Die Antwort ist mit der Frage nicht einmal verschwägert.

"Bis zum 9. September hat er feinen, parfümierten Tabak geraucht, der roch nach mehrstöckigem Puff, danach musste er auf 'Udarnik' umsteigen, wie das stank, will ich dir nicht verraten, Mädchen. Nach dem 10. November hat er aufgehört zu rauchen, noch einmal sich umstellen, danach war ihm nicht."

Himmel, wenn das so weitergeht, wird sie keine Spalte vollkriegen.

"Zu den Kippen gab's Kaffee aus Roggen und gerösteten Kichererbsen", bemerkt der nächste Alte, und einige weitere Greise entlang der Wand nicken.

"Wie das schmeckte, will ich dir nicht sagen, Mädchen."

Ein Schrei. Sie sieht, wie sich die Frau mit dem zerknitterten Gesicht über die Leiche beugt, gehalten von den beiden Wäscherinnen.

"Lele, Rumen, was warst du begabt, und wie verwelkt bist du jetzt."

Spricht sie zu ihrem verstorbenen Ehemann oder zu seinem Schwanz? Das wäre einen Satz wert, aber der Chef würde ihn her ausstreichen, also lässt sie es sein. Ihre Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt. Die Witwe hat ei  -ne Flasche in der Hand, sie schüttet Rakija aus, auf dass Gott ihm vergeben möge. Je mehr die Überlebenden trinken, desto gnädiger soll der liebe Herrgott gestimmt sein – diese Tradition hat ihr noch nie eingeleuchtet.

"Kann ich dir alles erklären, junges Ding", flüstert ihr eine Frau zu, die dreimal so alt wie sie sein mochte, in dieser Versammlung aber jung wirkte. "Da ist manch einer als Bankier zu Bett gegangen und als Buchhalter aufgewacht, und dann ist er als Buchhalter zu Bett gegangen und als Bettler aufgewacht. Und dann war's vorbei. Das reicht, mehr müsst ihr Kinder gar nicht wissen."

Der Leichnam, ausreichend gereinigt, wird in einen Sarg aus Spanplatten gelegt und dieser wird, es ist schon später Nachmittag, auf einen Eselskarren gehievt. Das ist pittoresk, das lohnt einige Zeilen, zumal die Lebenden sich alle in ihre Rostlauben zwängen und vorausfahren, zum Friedhof wohl, auf einmal ist sie mit dem Fuhrmann und der Leiche allein, verflucht, sie wählt die Nummer des Fahrers, doch der knochige junge Mann hebt nicht ab. Es bleibt ihr nichts anderes übrig,  als neben dem schmutzigen Zigeuner Platz zu nehmen, in der Hoffnung, dass ihr Kleid nicht an einem Nagel hängen bleiben wird. Sie hat auf der Kommode einen Aschenbecher gesehen, beschriftet mit ORIENTTABAKO. Also fragt sie nach. Der Fuhrmann schlägt auf den Esel ein, sie denkt, er hat die Frage nicht gehört, und will sie wiederholen, als er ausspuckt:

"Tabakhändler."

"Der Verstorbene?"

"Im großen Stil."

"Die Firma gehörte ihm?"

"Seinem Onkel."

Die Straße führt auf und ab. Der Fuhrmann peitscht das Tier, der Sarg ist schlecht befestigt, sie hört, wie er auf der Ladefläche klappert, sie hört ihn rutschen, nach hinten, ein wenig zunächst, dann mehr, der Fuhrmann dreht sich um und schreit: "Sarg gleich weg", sie haben den Anstieg fast genommen, der Sarg ragt hinten einen Meter über den Karren hinaus, auf ebener Strecke wird er stabil bleiben, und hangabwärts treibt der Fuhrmann den Esel noch heftiger an, der Sarg rutscht wieder hinein, der Mann grinst zufrieden. Bis der nächste Anstieg sich vor ihnen erhebt.

"Du musst den Sarg festhalten."

"Das schaffe ich nicht."

"Hinter dem Karren musst du herlaufen und ge gen den Sarg drücken."

"Nein, das mache ich bestimmt nicht."

"Der Tote wird auf der Straße landen."

"Wird er nicht."

"Wer wird uns dann helfen?"

Sie blickt auf ihre Schuhe. Christian Louboutin meets Kopfsteinpflaster von Kardschali, ihr Gehalt reicht für so elegante Slings nicht aus, aber Bobbys Geschäfte erlauben ihm jegliche Großzügigkeit, sie muss nur vor einem Schaufenster stehen bleiben und sich in eines der ausgestellten Paare vergucken, da betritt er den Laden und fragt mit lauter Stimme: "Haben Sie die in 38?" Sie zieht die Schuhe aus. Lieber schmutzige Füße als einen abgebrochenen Absatz.

"Dann bleib stehen!"

Der Anstieg ist nicht so steil  wie der letzte, es reicht, mit der Schulter einige Male gegen den Sarg zu drücken, damit dieser  in seine ursprüngliche Stellung zurückrutscht. Als sie wieder  aufsteigt, ist der Zigeuner bester  Laune.

"Ich muss an den Bauern denken, der mit einem wackligen Wagen in den Wald fährt und nicht auf den Rat des Schmieds hört, den Wagen erst einmal in Ordnung zu bringen, im Wald bricht der Wagen zusammen, der Bauer steht ratlos daneben, der Schmied kommt zufällig vorbei und schaut sich den Schaden an, 'will dir gern helfen', sagt er, 'aber wie du siehst bin ich mit leeren Händen unterwegs', 'Dummkopf du', schimpft der Bauer, 'wie kannst du ohne Werkzeug in den Wald gehen'."

Der Fuhrmann lacht, so heftig, dass der Karren wackelt, und sie muss auch lachen, mitlachen zunächst, dann findet sie in ihr eigenes Lachen und kann so wenig an sich halten wie der Fuhrmann, der sein Lachen hinausbrüllt, als sie in den Friedhof einbiegen und auf die Schar der Wartenden stoßen, auf Greise mit ernster, ungeduldiger Miene. Einige der Männer tragen den Sarg in die Kirche und stellen ihn auf zwei einfachen Holzstühlen ab. Daneben ein dritter Stuhl, für denjenigen, der den Toten bewachen und gegen böse Geister schützen wird, die ganze Nacht hindurch, wie ihr die  Kerzenverkäuferin verrät. Wieder wird getrunken, auf dass Gott ihm gnädig sein möge.

"ORIENTTABAKO?", flötet sie einem weißhaarigen, aufrechten Mann zu.

"Darüber weiß ich nichts, Fräulein. Als mir die Ehre seiner Bekanntschaft zuteilwurde, war er bereits selbstständig, sein Kompagnon ein deutscher Tabaklieferant namens Buchner. Das waren gute Jahre, müssen Sie wissen, wir waren Teil des Highlifes, wir feierten Feste, die hätten in Paris und Istanbul für Aufsehen gesorgt. Rumen und Olga bereisten ganz Eu ropa, ich habe Postkarten zu Hause aus Marienbad und Saint-Tropez, sogar aus Alexandria. Das süße Leben, es vergeht besonders schnell."

"Was ist passiert?"

Der weißhaarige Mann warf ihr einen Blick zu wie einst ihre Lehrer: teils abfällig, teils ungläubig.

"Der Einmarsch der Sowjet armee, das ist passiert."

"Danach war kein Tabak mehr zu verkaufen?"

Wieder der Blick. Der Mann lässt sie stehen, die Dielen knarren laut. Greisenbengel.

"Stellen Sie doch keine ungebührlichen Fragen." Eine rundliche Frau ohne Anzeichen von Enttäuschung im Gesicht zieht sie ins Vertrauen. "Gefängnis, lebenslang, schweres Vergehen, Olga hat jede ihr angebotene Arbeit annehmen müssen, bis zu seiner Begnadigung, 1952 war das oder 1951, auf jeden Fall war's noch vor dem Tod von Dschugaschwili. Genug der Wache, wir müssen uns stärken, Kindchen."

Sie durchqueren einen Innenhof. Im Wohnzimmer des priesterlichen Hauses ist eine Tafel gedeckt. Kaum hat sie sich hin gesetzt, wird ein gebratenes Schwein aufgetragen und Rotwein ausgeschenkt, auch jenen, die darauf bestehen, beim abge lagerten Rakija zu bleiben. Sie sitzt neben der Popadija, was für ein Glück, denn die Popadija weiß alles.

"Schau, Kindchen, seine rechte Hand, der schmucke Herr Buchner, der war Agent der Gestapo, das Tabakgeschäft diente ihm als Tarnung, ob Rumen das wusste, wirst du gleich fragen, das hat  er niemandem verraten, und aus Olga wirst du nichts herausholen. Die Panzer rollen an, der Deutsche setzt sich in die Türkei ab, Rumen soll ihm nachfolgen, soll Gold und Suezkanal-Aktien im Wert von  einigen Millionen Reichsmark, die Herr Buchner zurückgelassen hat, über die Grenze schmuggeln. Nimm noch ein Fleischstück, Kindchen, du bist ja nur Haut und Knochen, herrscht Hungersnot in der Hauptstadt?"

Angestrengt versucht sie, sich alles zu merken. Instinktiv spürt sie, dass es ein Fehler wäre, das Notizbuch zu zücken.

"Auf einen Fehler folgt der nächste, das ist wie mit den Sünden, Kindchen. Die Dominosteinchen fallen, bevor du es dir anders überlegen kannst. Rumen, ein vertrauensseliger Mensch, Gott möge ihm vergeben, teilt sein Geheimnis einem alten Freund mit, dem ehemaligen Staatsanwalt, und was macht der, Kindchen? Er denunziert ihn schnurstracks bei den Behörden. Rumen wird verhaftet und der ganze Reichtum konfisziert."

"Aber wieso denn, es gehörte doch ihm, das Geld und die Aktien, also ich meine seinem Kompagnon, es war ja nicht gestohlen."

"Die Jugend ist auf dem Mond aufgewachsen." Das sagt der weißhaarige Mann, der in Hörweite aufrecht schräg gegenüber an der Tafel sitzt. "Laut den internationalen Verträgen, die zwischen den Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs geschlossen wurden, gehörte das Vermögen des untergegangenen Dritten Reichs in den von der Roten Armee besetzten Gebieten der UdSSR. Deswegen hat sich un ser guter Rumen der Unterschlagung sowjetischen Eigentums schuldig gemacht. Verstanden?"

Das muss sie sich unbedingt aufschreiben. Neben den Worten "Unterschlagung sowjetischen Eigentums" prangt in ihrem Notizbuch nun ein hässlicher Fettfleck. Es ist heiß und stickig in dem Raum, sie hat den Eindruck, jeder der Greise rauche zwei Zigaretten zugleich, wenn es nicht gar Zigarren sind.

"Also hat er alles verloren?"

"Wir haben alles verloren, neugieriges Fräulein." Die Witwe steht hinter ihr und beugt sich über ihre Schulter. "Ich hatte eine große Wohnung in der Hauptstadt geerbt, mittendrin, er hat darauf bestanden, dass wir sie verkaufen, damit er etwas Neues aufbauen kann. Er fuhr in die Hauptstadt,  allein, er wickelte den Verkauf ab, er zahlte das Geld in die Bank ein, er traf sich mit seinen Freunden, er lud sie alle zu einem großen Gelage ein, er bat den Wirt, eine wirklich gute Flasche heraufzuholen, er torkelte in unsere Wohnung, um ein letztes Mal dort zu übernachten, er war glücklich. Am nächsten Tag wurde zu unser aller Überraschung der verfluchte Geldwechsel verkündet, aus hundert alten Lewa wurde ein neuer Lew. Mit dem Geld, das er nach Hause brachte, konnten wir gerade noch zwei Büffel und ein Fuhrwerk kaufen, wir konnten ein  neues Leben beginnen, ein Le - ben unter den Lastenträgern Kar dschalis."

Der Tisch ist auf einmal verstummt. Bis jemand das Glas hebt und ausruft: "Gott möge ihm vergeben." Alle schließen sich an, mit unterschiedlich klaren Stimmen. "Und der Welt", murmelt hinter ihr die Witwe, "wer vergibt der Welt?"       (Ilja Trojanow, Album, DER STANDARD, 13./14.4.2013)

Ilja Trojanow, geb. 1965, ist Schriftsteller, Übersetzer und Verleger. Zuletzt erschien: "Die Versuchungen der Fremde. Unterwegs in Arabien, Indien und Afrika", Malik 2011;  "Stadt der Bücher" (mit Anja Bohnhof), Langen/Müller (2012).

  • "Danach wird wieder getrunken, auf dass ihm Gott gnädig sein möge."  
    foto: corbis / russell underwood

    "Danach wird wieder getrunken, auf dass ihm Gott gnädig sein möge."  

  • "Auf der Liste der Unorte Platz Eins. Niemand fährt gern nach Kardschali". 
    foto: wikicommons / "ich bin im garten"

    "Auf der Liste der Unorte Platz Eins. Niemand fährt gern nach Kardschali". 

  • Ilja Trojanow.
    foto: standard / regine hendrich

    Ilja Trojanow.

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