Durch die blühende Au nach Stockerau

12. April 2013, 16:57
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Die Natur ums Kraftwerk Greifenstein hat sich gut regeneriert, wie bei einer Streckenwanderung im Frühling ersichtlich wird

Frühling und Au – das ergibt eine Kombination, die immer wieder fasziniert, denn nirgendwo zeigt sich die Vitalität einer wiedererwachten Natur so schön wie in den Wäldern entlang der Flüsse.

Die seit dem Jahr 1999 unter Schutz stehende Stockerauer Au ist ein besonders gutes Beispiel für die Erhaltung dieser ökologisch wertvollen Gebiete, denn der im Zusammenhang mit dem Bau des Kraftwerks Greifenstein entstandene, rund 42 Kilometer lange Gießgang schafft neben dem Stauraum überraschend ursprüngliche Verhältnisse.

Mehr als 40 Fischarten hat man in dem Fließgewässer nachgewiesen, davon 15, die als gefährdet gelten. Dazu kommen nicht weniger als 237 Vogelarten, darunter Eisvogel, Kornweihe, Milan und Seeadler. Während des Vogelzugs ist mitunter auch der Fischadler Gast in dieser Region.

Krumpen für Kajak und Kanu

Das Krumpenwasser – wie der heutige Gießgang im Bereich von Stockerau heißt – war bis in die 1950er-Jahre für kleinere Schiffe befahrbar, heute tummeln sich dort die Kajak- und Kanufahrer.

Bei der Streckenwanderung von Zeiselmauer nach Stockerau erlebt man fast alle Facetten der Au und gewinnt einen guten Eindruck, wie sich das Gebiet seit dem Bau des Kraftwerks Greifenstein regeneriert hat. Der Altarm ist nicht nur ein beliebtes, weil sehr idyllisches Erholungsgebiet, sondern, wie erwähnt, auch Refugium für viele Vögel. Am nördlichen Ufer sind die Spuren der  Biber unverkennbar.

Obgleich der Abschnitt von Zeiselmauer bis zum Altarm Greifenstein kaum markiert ist, gibt es  keine Orientierungsprobleme, der zweite Abschnitt der Tour weist ohnehin gute Markierung und Beschilderung auf. Dass das sehr beliebte Wirtshaus in der Au wieder einen Betreiber gefunden hat, stellt einen weiteren Vorteil dar.

Die Tour lässt sich um eine gute Stunde verkürzen, wenn man vom Wirtshaus in der Au direkt nach Stockerau wandert.

Die Wanderroute: Vom Bahnhof Zeiselmauer-Königstetten geht es zu den Ruinen des römischen Burgos und zum Hauptgraben. Noch vor dem Gewässer hält man sich rechts und wandert auf dem Hochwasserschutzdamm – anfangs hie und da rote Marken – bis zur Kläranlage von Wördern. Gehzeit 1¼ Stunden. Nun wechselt man nach links auf eine wenig befahrene Straße, erreicht den Altarm von Greifenstein und wandert an dessen nördlichem Ufer bis zum Gasthaus  Jarosch. Gehzeit ab Kläranlage Wördern eine Dreiviertelstunde.

Auf der Kraftwerksbrücke quert man die Donau und hält sich bald nach der Brücke über den Gießgang links, um auf der gelben und blauen Markierung in zwei scharfen Kurven die Au zu durchqueren. Bei einer freien Fläche folgt man dem Wegweiser "Naturlehrpfad" nach links und gelangt zum Wirtshaus in der Au. Gehzeit ab Gasthaus Jarosch 1¼ Stunden.

Neben dem Gießgang geht es auf dem blau markierten Weg weiter, später unterquert man die Autobahn, erreicht den Ortsrand von Stocker au und wandert zum Bahnhof. Die Gehzeit ab dem Wirtshaus in der Au beträgt 1½ Stunden. (Bernd Orfer, DER STANDARD, Album, 13.4.2013)

  • Das Gebiet rund um das Kraftwerk Greifenstein ist ein Tierparadies.

    Das Gebiet rund um das Kraftwerk Greifenstein ist ein Tierparadies.

  • Gesamtgehzeit  4¾ Stunden,  unerheblicher  Höhenunterschied. Gasthaus Jarosch (Montag Ruhetag), Wirtshaus in der Au (meist ab Mittag  geöffnet). ÖK25V Blatt 5319-Ost  (Klosterneuburg), Maßstab 1:25.000. Die Natur ums Kraftwerk Greifenstein hat sich gut regeneriert, wie bei einer Streckenwanderung im Frühling ersichtlich wird
    grafik: der standard

    Gesamtgehzeit  4¾ Stunden,  unerheblicher  Höhenunterschied. Gasthaus Jarosch (Montag Ruhetag), Wirtshaus in der Au (meist ab Mittag  geöffnet). ÖK25V Blatt 5319-Ost  (Klosterneuburg), Maßstab 1:25.000. Die Natur ums Kraftwerk Greifenstein hat sich gut regeneriert, wie bei einer Streckenwanderung im Frühling ersichtlich wird

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