Songs der anderen: Ben Martin

14. April 2013, 16:06
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Der österreichische Musiker hat seine Lieblingssongs in einer Playlist zusammengefasst

 

Das sagt Ben Martin selbst zu seiner Auswahl:

J.J. Cale - "Call Me The Breeze": Entspannter geht's kaum. Ein alter Begleiter auf Familien-Skiausflügen, hat für mich aber niemals seinen Charme verloren. Und man hört, glaube ich, ganz gut den Einfluss des Herrn Cale auf die Kollegen Clapton und Knopfler.

Bill Withers - "Lovely Day": Schon wieder so eine coole Sau. Völlig wurscht, ob's draußen schneit oder die Welt untergeht, "Lovely Days" wird mich immer aufheitern.

The Brand New Heavies - "Dream On Dreamer": In lange vergangenen Schultagen haben mich die Brand New Heavies treu begleitet und waren ein Fixstarter im CD-Player, wenn ich mich zuhause sofort zum Schlagzeug gesetzt habe.

The Blues Brothers - "Soul Man": Ohne die Blues Brothers würde ich heute wohl keine Musik machen. Neben dem Film ist vor allem dieses Album geschätzte 49540313 Mal in meinem Früh-Teenage-Jugendzimmer gelaufen. Gerade hab ich die Original-LP auf Vinyl geschenkt bekommen! :-)

Vampire Weekend - "Holiday": Selten hat mich ein Album so umgehaut wie das, "Holidays" ist dabei eines der vielen Highlights. Die sch....en sich nix, prügeln ohne Rücksicht auf Verluste die Songs mit einer derartigen Spritzigkeit und Leichtigkeit durch, dass ich unmöglich still sitzen oder stehen kann.

Wallis Bird - "Blossoms In The Street": Live und auf Platte immer ein absoluter Bringer. Frau Vogel schafft es einfach wie kaum wer anderer, Menschen mit ihrer Musik zu vereinen und kollektiv zum Mitsingen, Tanzen und Lachen zu bringen. "Blossoms In The Street" verkörpert das für mich am besten.

Jamiroquai - "Do You Know Where You're Coming From": Das tolle am Internetz ist, dass man Sachen findet, die früher als Raritäten galten. Dieser Song war auf manchen Auflagen von "Travelling Without Moving" enthalten, aber nicht auf allen. Ich hab die, wo's drauf war, war natürlich verloren und ich freue mich jetzt umso mehr, dass es das hier zu hören gibt!

Joni Mitchell - "A Chair In The Sky": Ähnlich wie die Blues Brothers ist auch dieses Album mehrere Millionen Mal bei mir gelaufen. Bis heute bin ich ein totaler Fan davon, wie Wayne Shorter ultra-sparsam seine Töne so treffsicher und berührend platziert. Und natürlich von Herbie Hancock am wunderschönen Rhodes. Und Jaco mit seinen unglaublichen Melodien am Bass. Und Märchenonkel Erskine am Schlagzeug.

Galliano - "Twyford Down": Inhaltlich hat der Song seit seiner Veröffentlichung Mitte der 90er leider nichts an Aktualität eingebüßt: Zerstörung wertvoller Natur- und Kulturschätze durch rücksichtslosen Autobahnbau. Damals irgendwo in England, heute dauernd irgendwo in Niederösterreich. Ein schönes aber auch nachdenkliches Stück.

David Bowie - "Strangers When We Meet": Dieser Song schließt das Album "Outside" find ich sehr schön ab, deshalb möchte ich ihn auch hier ans Ende reihen. Der Pathos und die leichte Dramatik vor allem in Mike Garsons Klavierspiel sind bis heute großes Kino. (Ben Martin, derStandard.at, 14.4.2013)

  • Der österreichische Musiker Ben Martin hat vor Kurzem sein sechstes Soloalbum "The Endless Stream Of Everything" auf Violet Noise veröffentlicht.
    foto: jürgen pletterbauer

    Der österreichische Musiker Ben Martin hat vor Kurzem sein sechstes Soloalbum "The Endless Stream Of Everything" auf Violet Noise veröffentlicht.

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