Blackberry Z10: Angeblich mehr Rückgaben als Neukäufe

12. April 2013, 11:25
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Analysten sehen schwachen US-Start - Hersteller weist Berichte als "völlig falsch" zurück

Von der Presse wurde das Blackberry Z10, das gemeinsam mit einer Neuauflage des Blackberry-Betriebssystems die Trendwende für den mittlerweile gleichnamigen Hersteller (vormals Research in Motion) schaffen soll, durchaus positiv begrüßt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, scheint die Kundschaft an dem Gerät trotzdem nur geringes Interesse zu zeigen.

Analysten sehen Z10 als Ladenhüter

Gleich zwei verschiedene Analystenberichte sprechen von einem schlechten Verkaufsstart für das Smartphone in den USA. ITG hält fest, dass der Launch "enttäuschend verlief und sich in den Folgetagen weiter abschwächte". Die Verkäufe des Z10 sollen nur marginal über jenen älterer Blackberry-Modelle und dem Niveau des Nokia Lumia 822 liegen.

Zum Marktstart eroberte das Telefon einen Anteil von vier Prozent an den Store-Verkäufen beim Telekom-Provider Verizon und sieben Prozent bei AT&T. Mittlerweile dümpelt es bei ein bis zwei Prozent herum.

Rückgaben übersteigen Neukäufe

Ein noch dramatischeres Bild zeichnet der Bericht von Detweiler Fenton. "Wir meinen, wichtige Handelspartner verzeichnen einen signifikanten Anstieg an Rückgaben", so die Angaben. "Das geht so weit, dass in einigen Fällen die Anzahl der Rückgaben die Anzahl der Neukäufe übersteigt. Ein Phänomen, das wir bislang noch nie beobachten konnten."

Blackberry: Z10 liegt über den Prognosen

Der kanadische Hersteller zeigt sich ob dieser Berichte wenig erfreut. In einem Statement gab das Unternehmen an, dass der Verkauf in den USA mit den Erwartungen übereinstimme oder diese gar übertreffe. Dass mehr Kunden das Z10 zurück ins Geschäft tragen als kaufen, wies Blackberry als "völllig falsch" zurück, wie CNet berichtete.

Laut Blackberrys letztem Quartalsbericht konnte das Unternehmen eine Million Stück des neuen Flaggschiffs absetzen, wobei der US-Markt hier noch nicht enthalten war. Mit dem Q10 steht nun das zweite Modell der neuen Smartphone-Generation in den Startlöchern und kann in einigen Ländern bereits vorbestellt werden. Es richtet sich an die traditionellere Kundschaft und bringt eine Hardwaretastatur mit. (red, derStandard.at, 12.4.2013)

  • Glaubt man den Analysten, war der Verkaufsstart des Blackberry Z10 bislang ein Reinfall.
    foto: reuters

    Glaubt man den Analysten, war der Verkaufsstart des Blackberry Z10 bislang ein Reinfall.

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