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Was wirklich hilft: Hausmittel richtig eingesetzt

15. April 2013, 16:10

Einige wenige Hausmittel und Maßnahmen reichen aus, um einerseits das Risiko einer Blasenentzündung zu senken und andererseits eine bestehende Erkrankung zu behandeln.

Ob Antibiotika zum Einsatz kommen und/oder auf Hausmittel gesetzt wird, entscheidet nicht nur der Arzt des Vertrauens, sondern letztlich jede/jeder Betroffene selbst. Auf die leichte Schulter ist eine Zystitis sicher nicht zu nehmen, ein Arztbesuch ist dringend anzuraten, eine gut durchdachte Therapie ebenfalls. Unkomplizierte Harnwegsinfekte heilen in der Hälfte aller Fälle ohne medizinische Behandlung aus, allerdings dauert es deutlich länger. Und wozu länger leiden als notwendig? Richtig eingesetzt können Hausmittel bei Blasenentzündungen großen Einfluss auf die Heilungschancen haben und die Symptome lindern.

Regelmäßig ausreichend Trinken

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist viel trinken. Täglich sollten mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Am besten eignen sich hier Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßte Tees oder spezielle Blasentees, die meist aus durchspülenden und/oder antibakteriell wirksamen Kräutern wie z.B. Brennessel, Birkenblätter, Schachtelhalm, Goldrute, Bärentraubenblätter oder Wacholder bestehen.

Auch Preiselbeer- oder Cranberrysaft ist zu empfehlen, er senkt den pH-Wert des Urins und schafft ein für Bakterien unattraktives Milieu. Zuckerhaltige Getränke, Kaffee, Alkohol und Zitrussäfte sollten vermieden werden. Häufiges Trinken spült die Bakterien aus der Blase und lindert das Brennen beim Wasserlassen.

Hygiene: Nicht zu viel und nicht zu wenig

Übertriebene Hygiene im Intimbereich, vor allem mit stark parfümierten Substanzen, ist genauso schlecht für die Bakterienflora wie zu wenig oder falsch durchgeführte Pflege. Ausgiebiges Duschen, Seifen und Deodorants im Intimbereich können das leicht saure Milieu in der Scheide zerstören, das die natürliche Barriere für Bakterien darstellt.

Starkes Reiben kann aufgrund der entstehenden Hautirritiation ebenfalls das Risiko einer Entzündung erhöhen. Frauen sollten sich zudem immer von der Scheide Richtung After abwischen, niemals in die Gegenrichtung, da auf diese Weise Darmbakterien nicht so leicht in die Harnwege gelangen.

Kampf dem Schmerz

Eine Wärmflasche, ein Kirschkern- oder Dinkelkissen auf den Unterbauch gelegt reduziert die Schmerzen ebenso wie ein warmes Sitzbad in reinem Wasser oder ein Fußbad. Vorbeugend sollte man darauf achten, warme Füße zu haben und kalte Parkbänke oder dergleichen links liegen zu lassen. Um einen Stau von Wärme und Feuchtigkeit im Intimbereich zu vermeiden, empfiehlt es sich, auf zu enge Kleidung und Unterwäsche zu verzichten.

Zucker ist ein No Go

Ein konsequenter Zuckerverzicht kann zu einer Stärkung des Immunsystems führen und damit zu einer schnelleren Abheilung einer Zystitis. Zuckerhaltige Speisen und Getränke verschlimmern eine Entzündung, da Zucker den pathogenen Keimen als Nahrung dient.

Antibakterielle Lebensmittel

Tee aus Bärentraubenblättern bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung getrunken kann den Ausbruch der Krankheit verhindern. Er wirkt genauso antibakteriell wie die Kanadische Gelbwurzel, die Berberitze oder Oregano, Thymian, Kren und Kapuzinerkresse.

Als natürliches Antibiotikum gilt auch kolloidales Silber. Bakterien können dagegen keine Resistenzen bilden, Nebenwirkungen sind bei üblichen Dosierungen keine bekannt. Zwei- bis dreimal täglich ein Teelöffel im Abstand von mindestens einer Stunde zu den Mahlzeiten ohne gleichzeitiges Trinken, und die Zahl der Bakterien lässt sich eindämmen.

Achtung beim Sex

Alle Sexualpraktiken, die geeignet sind, Darmbakterien in die Scheide zu befördern, begünstigen die Entstehung einer Zystitis. Daher raten die Experten, möglichst rasch nach dem Sex auf die Toilette zu gehen um die Blase zu entleeren und damit mögliche Bakterien rauszuspülen.


Die Hausmittel im Überblick

  • Viel trinken
  • Regelmäßige Blasenentleerung
  • Immunsystem stärken
  • Gesunde und vitaminreiche Ernährung
  • Kein Zucker
  • Antibakterielle Lebensmittel
  • Lokale Wärme
  • Unterkühlung, Wärme- und Feuchtigkeitsstau im Genitalbereich vermeiden
  • Keine enge Kleidung und Unterwäsche
  • Stress vermeiden
  • Keine übertriebene Intimhygiene
  • Nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette
  • Das beste Mittel bei Blasenentzündung: viel trinken.
    foto: bap

    Das beste Mittel bei Blasenentzündung: viel trinken.

  • Der Griff zur Wärmeflasche lohnt: lokale Wärme lindert die Schmerzen.
    foto: bap

    Der Griff zur Wärmeflasche lohnt:
    lokale Wärme lindert die Schmerzen.

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