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Blasenentzündung – Nein, danke!

15. April 2013, 16:10

Sie ist lästig, unangenehm, oft schmerzvoll und neigt dazu, chronisch zu werden. An einer Blasenentzündung leiden aus anatomischen Gründen am häufigsten Frauen, aber auch Kinder und Männer sind davon betroffen.

Mehr als 50 Prozent aller Frauen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Meist ausgelöst durch Bakterien entzündet sich das Gewebe, das die ableitenden Harnwege auskleidet. Diese reichen vom Nierenbecken über die Harnblase bis hin zur Harnröhre, die über Scheide beziehungsweise Penis nach außen führt.

Und genau hier liegt auch die Ursache für die häufigere Erkrankung von Frauen. Die weibliche Harnröhre mündet, verglichen mit der des Mannes, nahe am Anus. Bakterien aus dieser Körperregion – sie sind die Hauptauslöser einer Harnwegsinfektion – gelangen daher rascher in die Harnwege. Zum anderen ist die weibliche Harnröhre relativ kurz, was den Keimen den Aufstieg in die Harnblase und damit deren Vermehrung zusätzlich erleichtert. Dazu kommen noch eine Reihe von Faktoren, die die natürliche Schutzfunktion der Scheide herabsetzen können wie übertriebene Intimhygiene, die die natürliche Bakterienflora im Genitalbereich negativ beeinflusst oder der Hormonhaushalt, der ebenfalls Einfluss auf das Scheidenmilieu nehmen kann.

Bei Männern dagegen ist diese Erkrankung vor dem 60. Lebensjahr selten. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit eines Harnwegsinfekts allerdings an. Schuld ist die ab da häufiger werdende Vergrößerung der Vorsteherdrüse oder Prostata.

Schmerzvolle Erfahrung

Wer sie schon einmal am eigenen Leib erfahren hat weiß, wie unangenehm eine Blasenentzündung sein kann: Hauptsymptom ist ein äußerst lästiger Harndrang, der auch dann anhält, wenn die Blase leer ist und der Urin nur mehr tröpfchenweise zum Vorschein kommt. Zusätzlich tritt meist ein brennendes Gefühl beim und nach dem Wasserlassen auf.

Noch unangenehmer werden die Beschwerden, wenn die Blasenentzündung fortschreitet. Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und Übelkeit sind keine Seltenheit. Und selbst Blut im Urin kann auftreten.

Böse Bakterien

Ausgelöst werden Harnwegsinfekte meist von Bakterien – zu 80 Prozent handelt es sich um „escherichia coli" – seltener von Pilzen oder Viren. Sie gelangen in den häufigsten Fällen von der eigenen Darm- oder Scheidenflora in die Harnrhöhre und auf diesem Weg weiter in die Blase. Ein gesunder Körper verfügt im Normalfall über Schutzmechanismen, um genau das zu verhindern.

Ein einfacher, aber nicht minder wichtiger Vorgang ist das Wasserlassen. Die Harnwege werden durchgespült, Keime können sich nicht festsetzen. Bei Frauen fungiert auch das saure Milieu der Scheide als natürliche Barriere gegen ungewollte Eindringlinge. Sind diese Mechanismen aber gestört, bahnen sich die Bakterien ungehindert ihren Weg und vermehren sich.

Gut behandelbar

Bei rechtzeitiger und fachgerechter Behandlung heilt eine unkomplizierte Entzündung der unteren Harnwege in wenigen Tagen ohne Folgen aus - Komplikationen sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Leider – und hier sind sich alle Experten einig – zeigt diese Erkrankung eine Tendenz zur Wiederkehr, sie kann chronisch werden. Aber selbst kompliziertere Harnwegsinfekte, etwa mit Beteiligung der Nieren, lassen sich gut therapieren.

Grundsätzlich erfolgt die Behandlung einer Blasenentzündung mittels Antibiotika – unterstützt von reichlich Flüssigkeitszufuhr, regelmäßiger Blasenentleerung und lokaler Wärme gegen Krämpfe und Schmerzen. Wichtig bei einer Harnwegsinfektion ist die ganzheitliche Therapie, da nicht nur die Bakterien bekämpft werden müssen, sondern – vor allem bei chronischen Erkrankungen – auch das Immunsystem der Betroffenen wieder gestärkt werden muss.

  • Artikelbild
    foto: bap
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