"Command & Conquer": Schadet das F2P-Modell der Neuauflage?

12. April 2013, 09:16
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Fachmagazin "Edge" warf ersten Blick auf die Free-2-Play-Fortsetzung des Strategie-Klassikers

Die altehrwürdige Echtzeitstrategiereihe "Command & Conquer" steht vor einem Umbruch. Die Ankündigung von Publisher Electronic Arts, den nächsten Titel der Reihe auf Free-2-Play-Basis zu veröffentlichen, sorgte seinerzeit für mächtigen Wirbel. EDGE hatte die Gelegenheit, einen Blick auf das Spiel zu werfen.

"Command & Conquer", so der schlichte Titel der nahenden Neuerscheinung, hätte ursprünglich der zweite Teil von "C&C: Generals" werden und auch so heißen sollen, hatte doch die Fangemeinde lange nach einem Nachfolger für den Titel aus 2003 verlangt. Tatsächlich wurde auch dieses alternative Weltkriegsszenario auserkoren, um den Rahmen zu spannen. Zum zweiten Mal stehen sich Chinesen, Europäer und Amerikaner gegenüber.

Käufliche Heerführer

Neben unterschiedlichen Unit-Trees und Schwerpunkten verfügen die Streitpartien im von EA Victory Games entwickelten "C&C" über die namensgebenden Generäle, die als Spielfigur vorkommen und über verschiedene Boni und Fähigkeiten verfügen. Freigeschalten werden sie durch Partien gegen andere Mitspieler. Wer nicht warten will, kann aber auch Geld zahlen, um sie gleich in die Schlacht zu schicken. Mit ihnen – pro Partie und Fraktion kommt nur einer zum Einsatz - ändert sich der eigene Spielstil, was aber nicht per se einen Vorteil mit sich bringt.

Matchmakingsystem gegen Einsteigerfrust

Einheiten oder Ressourcen wird man während einer laufenden Partie nicht zukaufen können. Das macht durchaus Sinn, denn eine solche Option wäre vermutlich der Todesstoß für das Balancing und würde ausgewogene und spannende Konfrontationen zu einer Frage der Zahlungsbereitschaft bzw. des Kontostandes machen.

Ergänzt wird dies durch das Matchmaking-System. Dieses soll sicherstellen, dass erfahrenere Spieler mit mehr freigeschalteten Inhalten vorzugsweise untereinander Spielen und nicht blutigen Anfängern zugewiesen werden. Die Entwickler sind von der Generäle-Mechanik – jedenfalls überzeugt, und wollen es auch in künftigen Umsetzungen anderer "C&C"-Teile einbringen. Es ist davon auszugehen, dass den Generälen auch noch andere käufliche Goodies zur Seite gestellt werden.

Alte Werte

In einem Testmatch zeigt sich, dass unter der hübschen Haube der Frostbite 2-Engine von DICE immer noch ein reinrassiges, flottes Echtzeitstrategiespiel steckt, in dem man eine Basis aufzieht, Forschung betreibt, Einheiten herstellt und den Gegner mit gut orchestrierten Angriffen von der Karte fegen muss. Die optische und akustische Gestaltung wirkt soweit stimmig, die zerstörbare Umgebung weiß zu gefallen.

Es sieht so aus, als wäre die Furcht der Fans vor Free-2-Play unbegründet. "Komplex, taktisch reich und scheinbar unbeeinflusst vom Übergang in das Free-2-Play-Modell ist 'Command & Conquer' wesentlich mehr als bloß ein halbherziger Versuch, Geld von Hobbystrategen abzuschöpfen. Es wurde gemacht, um zu bleiben und die Zukunft der Serie zu sein."

Ein Erscheinungstermin für das Spiel wird noch nicht angegeben, EA listet den Titel auf seiner Homepage mittlerweile unter "coming soon". (gpi, derStandard.at, 11.04.2013)

  • Ersteindruck: Die Angst vor Free-2-Play scheint, wenigstens bei "C&C", unbegründet zu sein.
 
    foto: ea

    Ersteindruck: Die Angst vor Free-2-Play scheint, wenigstens bei "C&C", unbegründet zu sein.

     

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