Wien.at-Stadtplan für Smartphones und Tablets verfügbar

11. April 2013, 15:14
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Neues Kartenmaterial, 40.000 Euro Entwicklungskosten - Ausweitungen und Offline-Version in Evaluierung

Vor kurzem wurde dem Online-Stadtplan von Wien auf wien.at eine mobile Version für alle gängigen Touchgeräte zur Seite gestellt. Diese wurde heute offiziell im Rathaus vorgestellt.

Mobile Zugriffe auf Wien.at verdoppelt

Mit der Entwicklung der Handy- und Tabletausgabe reagiert man auch auf die zunehmenden mobilen Zugriffe auf das städtische Informationsportal. Kamen vor einem Jahr noch rund sieben Prozent der Aufrufe von Mobilgeräten, ist der Anteil mit 14 Prozent mittlerweile doppelt so hoch.

Bereits die Desktopversion der Hauptstadtkarte war für einen signifikanten Anteil der Gesamtzugriffe verantwortlich, wie die Verantwortlichen auf WebStandard-Anfrage erklärten. Rund 300.000 Unique Clients werden aktuell monatlich für das Angebot verzeichnet.

Neue Luftbilder, zahlreiche POIs

Die mobile Ausgabe bietet ein einfach gehaltenes, auf Fingerbedienung zugenschnittenes Interface. Die Karte kann wahlweise in der Plan- oder in der Luftbildansicht angesehen werden. Hierfür wurde neues Fotomaterial der ViennaGIS integriert. Die Aufnahmen sind circa ein Jahr alt. Das städtische, geografische Informationssystem ist auch für Aufbereitung vieler anderer Informationen verantwortlich, allgemein lobt man die "hervorragende Qualität des Datenmaterials".

Straßennamen können ein- und ausgeblendet werden. Rund 50 verschiedene Points of Interest können sind auswählbar und werden dann auf der Karte angezeigt. Die Bandbreite reicht von Toilettenanlagen, Defibrilatoren, Öfffi-Stationen und Parkplätzen über Kultur- und Naturdenkmäler bis hin zu diversen städtischen Einrichtungen.

Die Abfrage des eigenen Standorts wird unterstützt, auch Pinch-to-Zoom versteht das Tool. Weitere Gesten scheinen nicht erkannt zu werden.

Einbindung von Echtzeitdaten wird evaluiert

Echtzeitdaten stehen aktuell nicht zur Verfügung. Die Desktopvariante zeigt hingegen etwa den Auslastungsstand von Citybike-Stationen an. Hier ist langfristig eine Angleichung geplant. Ebenfalls absent ist ein Routenplaner, doch auch darüber wird nachgedacht. Sollten die Wiener Linien künftig Echtzeitdaten freigeben, wird deren Einbindung ebenfalls erwogen.

Nun möchte man das Feedback der User abwarten und die Usability auf einzelnen Geräten anhand der Rückmeldungen verbessern. Ein weiteres, mögliches Projekt ist eine Offlineversion, wenngleich deren Funktionsumfang natürlich geringer ausfallen würde.

40.000 Euro Entwicklungskosten

Die reinen Entwicklungskosten für den mobilen Stadtplan werden mit 40.000 Euro beziffert. Da die Integration von webbasierten Angeboten mittlerweile Teil der allgemeinen Angebotsplanung ist, waren die Grundlagen für die Umsetzung – aufbereitete Daten und die notwendigen Schnittstellen – bereits vorhanden.

Die browserbasierte Stadtplan-App ist ausgelegt für iOS ab Version 5, BlackBerry OS ab Version 7, Android 2.2 und neuer sowie Windows Phone 8 bzw. Windows 8 mit Internet Explorer 10 in der touchfreundlichen "Modern UI"-Umgebung. (gpi, derStandard.at, 11.04.2013)

  • Der mobile Stadtplan läuft auf fast allen aktuellen Smartphones und Tablets.
    screenshot: derstandard.at/pichler

    Der mobile Stadtplan läuft auf fast allen aktuellen Smartphones und Tablets.

  • Die Luftbilder der ViennaGIS sind rund ein Jahr alt.
    screenshot: derstandard.at/pichler

    Die Luftbilder der ViennaGIS sind rund ein Jahr alt.

  • Zirka 50 Points of Interest können angezeigt.
    screenshot: derstandard.at/pichler

    Zirka 50 Points of Interest können angezeigt.

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