Teardown: Galaxy S4 lässt sich einfach reparieren

11. April 2013, 12:25
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Video zeigt Zerlegung des neuen Samsung-Flaggschiffs

Offiziell ist es noch gar nicht am Markt, doch trotzdem gibt es schon den ersten Teardown. Dem Blog TechnoBuffalo hat eine anonyme Quelle eine Videoaufzeichnung des Zerlegevorgangs zugespielt. Dabei handelt es sich um die Ausführung mit Snapdragon-CPU und nicht jene mit Samsungs eigenem Exynos-Chipsatz.

Neue Top-Smartphones glänzen nicht unbedingt damit, sich leicht auseinandernehmen oder einfach reparieren zu lassen. Im Gegenteil: Das HTC One erweist sich als besonders große Herausforderung und erheischt bei den Experten von iFixit gerade einmal einen von zehn möglichen Punkten in Sachen Reparierbarkeit. Insbesondere der Austausch des Displays scheint beinahe ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

Neun Schrauben schützen Innenleben

Wer sich das neue Samsung-Gerät holen möchte, darf aufatmen. Denn die allermeisten Reparaturmaßnahmen dürften bei dem Telefon mit etwas Übung ohne gröbere Probleme durchführbar sein.

Wie schon seine Vorgänger ist auch bei der aktuellen Iteration der Galaxy S-Reihe die hintere Abdeckung abnehmbar. Dort wird Zugang zu Akku, SIM-Karte und microSD-Slot gewährt. Neun Schrauben und etwas vorsichtige Stemmarbeit später, ist auch der Rahmen demontiert und das Innenleben des Geräts liegt frei.

Modularer Aufbau

Nun sieht man unter anderem Kamera, LED-Blitz, den SIM-Slot und den microSD-Einschub, die sich gemeinsam eine Platine teilen. Ebenfalls zugänglich sind GSM-Antenne und der Anschluss für den Touchscreen. Demontiert man die eben erwähnte Leiterplatte, erhält man Zugang zur Rückseite.

Dort hat Samsung die Quadcore-CPU und den zwei GB fassenden Arbeitsspeicher untergebracht. Auch der Flash-Speicher für Betriebssystem und Nutzerinhalte ist hier verbaut. Dazu auch weitere Module, darunter der WiFi-Chip und verschiedene Sensoren.

Displaytausch dürfte teuer sein

Die meisten Komponenten sind offenbar einfach abzustecken und lassen sich daher problemlos ersetzen. Dies gilt unter anderem für microSD-Slot, SIM-Slot oder den microUSB-Port und die Kamera.

Als mögliches Problemkind wurde jedoch das Display identifiziert. Der Ausbau soll sich beim Vorgänger und dem Galaxy Note 2 einfacher gestaltet haben. Zu beachten sind auch die Kosten: Diese werden beim Zukauf eines Displays von einem Drittanbieter auf 200 Dollar oder mehr geschätzt. Davon abgesehen soll es sich, so der anonyme Bastler, beim Galaxy S4 um das "reparierbarste Smartphone" handeln, dass er "jemals gesehen" hat. (red, derStandard.at, 11.04.2013)

  • Lediglich neun Schrauben müssen entfernt werden, um Zugriff auf das Innenleben des Galaxy S4 zu haben.
 
    foto: technobuffalo

    Lediglich neun Schrauben müssen entfernt werden, um Zugriff auf das Innenleben des Galaxy S4 zu haben.

     

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