"Deal with it": Xbox-Designer nach Twitter-Entgleisung entlassen

11. April 2013, 11:46
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Kommentar zum kolportierten Online-Zwang der neuen Xbox kostete Adam Orth den Job

Nach einem umstrittenen Kommentar über das kolportierte "Immer-Online"-Konzept der neuen Xbox auf Twitter, musste Xbox-Kreativdirektor Adam Orth nun seinen Hut nehmen und Microsoft verlassen. Die genauen Umstände sind dem Bericht der Branchenseite GameInformer nicht bekannt.

Mit seiner Aussage, wonach  er "das Drama um eine 'always online'-Konsole nicht" verstehe, sorgte Orth für reichlich Kritik bei Konsumenten. "Jedes Gerät heute ist immer online. Das ist die Welt in der wir leben", schrieb Orth und fügte noch den Hashtag "#dealwithit" (Findet euch damit ab) hinzu. Kritischen Fragen von Twitter-Usern entgegnete er angriffslustig und betonte, dass er jedes Gerät immer online haben wolle. "Diese Leute sollten mit der Zeit gehen und sich Internet besorgen. Es ist unglaublich."

Xbox-Designer

Orths Äußerungen scheinen so auch intern nicht auf Gefallen gestoßen zu sein. Zumal der Konzern bisher jede Aussage zur neuen Xbox verweigert. In einer offiziellen Aussendung kommentierte Microsoft die Aussagen als "unangebrachte Kommentare".

Adam Orth kam im Februar 2012 um in Microsofts Hauptsitz in Redmond am Design der nächsten Xbox zu arbeiten. "God of War"- und "Twisted Metal"-Schöpfer David Jaffe verteidigte Orths Verhalten in einem Kommentar im NeoGAF-Forum. "Er ist ein guter Mann und ein echtes Talent. Wie viele von uns provoziert er im Netz - und ja, er tweetete ohne nachzudenken und hat einfach Pech gehabt", so Jaffe. (zw, derStandard.at, 11.4.2013)

  • Adam Orths Profilfoto bei Twitter
    foto: adam orth/twitter

    Adam Orths Profilfoto bei Twitter

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