Langer Winter: Ein Drittel mehr Salz für Autobahnen verbraucht

11. April 2013, 11:00
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Die Asfinag muss auf den Autobahnen A1, A4, A8 und A9 großflächige Bereiche sanieren

Wien - Der besonders lange und strenge Winter wirkte sich massiv auf den Salzverbrauch der staatlichen Autobahngesellschaft Asfinag aus. Üblicherweise werden 90.000 bis 100.000 Tonnen Streusalz und Sole auf Autobahnen und Schnellstraßen verbraucht. Im Zeitraum von Oktober 2012 bis März 2013 mussten insgesamt aber 133.300 Tonnen verteilt werden, erklärte Andreas Fromm, Abteilungsleiter im Bestandsmanagement der Asfinag.

Auf den Straßen selbst seien aber "trotz des starken Winters keine größeren Fahrbahnschäden aufgetreten", so Fromm. Allerdings sei man noch beim Erheben, wo Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind. In Teilen Österreichs sei diese Woche die erste, die komplett schneefrei ist. Bis auf "kleinere Schäden, die wir sofort reparieren konnten" habe es in diesem Winter auch keine Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer gegeben, erläuterte Fromm.

Große Löcher auf A1, A4, A8 und A9

Sobald die Witterung es zulässt und die Temperaturen konstant auf frühlingshaft stehen, wird mit der sogenannten Flächensanierung begonnen. Hier werden schadhafte Stellen (rund 20 Quadratmeter) herausgefräst und saniert, sagte Fromm.

Betroffen sind davon heuer insbesondere die Ostautobahn (A4), in Oberösterreich die Innkreisautobahn (A8) und Phyrnautobahn (A9) sowie der Straßenbelag im Bereich der Stadt Salzburg auf der Westautobahn (A1). Die dritte Maßnahme sei die Generalsanierung einer Fahrbahn, hier werden ältere Flächen in der Größenordnung von zehn Kilometern generalerneuert, erklärte Fromm.

Kleine Schäden sofort behandelt

"Erste Hilfe"-Maßnahmen für die Straße werden aber auch im Winter laufend gesetzt. "Wenn aufgrund der Witterung oder Räumfahrten Schäden verursacht werden, werden diese sofort provisorisch ausgebessert, damit der Verkehr fließen kann", sagte Fromm. Das ist bei Löchern, die kleiner als ein Quadratmeter groß sind, möglich. Dabei werden die Löcher mit Kaltasphalt ausgebessert.

Im Budget des Unternehmens schlagen sich die provisorischen Maßnahmen (u.a. Ausbessern von Schlaglöchern im Winter) mit rund einer Million Euro zu Buche. "Zwischen sechs und zehn Millionen Euro sind budgetiert, um dann die Belagsschäden kleinflächig zu sanieren", so Fromm.

Akute Schlaglöcher sofort behandelt

Schlaglöcher entstehen bei starken Temperaturschwankungen. Durch Risse auf der Fahrbahnoberfläche gelangt Wasser zwischen die befestigte (Asphalt oder Beton) und die darunterliegende lockere Schicht (Schotter). Friert das Wasser, dehnt es sich aus und es bilden sich Hohlräume und Blasen unter der Oberfläche. Der angegriffene Asphalt bricht dann unter dem Gewicht von Fahrzeugen auf - Löcher entstehen. (APA, 11.4.2013)

  • In "normalen" Wintern verbraucht die Asfinang üblicherweise maxinal 100.000 Tonnen Streusalz und Sole.
    foto: asfinag

    In "normalen" Wintern verbraucht die Asfinang üblicherweise maxinal 100.000 Tonnen Streusalz und Sole.

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