Das Hohelied auf die Regionen

10. April 2013, 18:28
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Robert Menasse sprach bei der Buchpräsentation des Bandes "Modell Zukunft Steiermark"

Ein Wiener, der Steirern erzählt, die Regionen seien die Zukunft Europas und Landtage dürften nicht abgeschafft werden, da der Nationalrat ohnehin 80 Prozent seiner Souveränitätsrechte an die EU abgegeben habe: Das ging bei den Gästen des Dienst-Talk der steirischen ÖVP, denen Schriftsteller Robert Menasse Brüssel erklärte, runter wie Kernöl.

Anlass für das Referat Menasses im Steinernen Saal des ÖVP-Landtagsklubs war die druckfrische Publikation Modell Zukunft Steiermark. Darin fassten Referenten der Talk-Reihe aus den Jahren 2011 und 2012 ihre Thesen zusammen: Etwa Risikoforscher Michael Schreckenberg, Produzent Rudi Dolezal, Ernährungsexpertin Sasha Walleczek, Mathematiker Rudolf Taschner oder Politikberater Thomas Hofer.

Mit den Diskussionen wolle man die Tradition der Landespartei, sich nach außen zu öffnen, wiederbeleben, so ÖVP-Klubchef Christopher Drexler. Parteichef Hermann Schützenhöfer war von Menasses launigem Vortrag über regionale versus nationale Identitäten so angetan, dass er ihn einlud, Teil der rot-schwarzen Reformpartnerschaft zu werden. Nächste Woche werden der Industrielle Hannes Androsch und Humangenetiker Markus Hengstschläger Gäste am diensttäglichen Podium sein. (cms, DER STANDARD, 11.4.2013)

  • ÖVP-Chef Schützenhöfer (li.) ist Fan von Autor Menasse.
    foto: övp steiermark

    ÖVP-Chef Schützenhöfer (li.) ist Fan von Autor Menasse.

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